Eren Yeager (modern) Ende

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Ich muss zugeben, dass der Tag mit Eren wirklich schön war. Nach dem Telefonat war ich wirklich erleichtert und konnte den Tag genießen. Wir gingen spazieren und haben dann ein Eis gegessen. Bevor er seinen Arm um mich gelegt hat und ihn tatsächlich die ganze Zeit nicht weg genommen hat.

Am Abend sind wir wieder im Haus und sitzen mit allen am Tisch. Die Souveniers liegen gut verpackt oben in meinem Koffer, während sich alle unterhalten.

"Eren hat sich Mikasa bei dir gemeldet?" Oh Gott wieso? Alle Gespräche verstummen sofort und alle sehen Grisha an.
"Nein." antwortet Eren und starrt auf seinen Teller.
"Ich finde es nur komisch, dass sie plötzlich einfach nicht mitkommt, weil Camille dabei ist."

Ok also hatte er definitiv doch ein persönliches Problem mit mir.

"Grisha." flüstert Carla drohend und dieser zuckt mit seinen Schultern.
"Ich mein ja nur."
"Nein du meinst es nicht nur." sagt Eren wütend und jetzt sehen ihn alle an. "Seit wir los sind, spielst du die ganze Zeit auf Mikasa an! Wir haben uns getrennt! Verstehst du das alter Mann!"
"Eren!" ruft Zeke laut, doch dieser ignoriert ihn.
"Sie ist mit Camille's Bruder zusammen und die beiden sind glücklich! Akzeptiere es endlich und hör auf mir das Leben noch schwerer zu machen als es sowieso schon ist!"

Laut scheppernd knallt der Stuhl hinter uns gegen die Wand als Eren aufspringt und das Esszimmer verlässt. Stille breitet sich aus und ich bin kurz davor zu weinen.

"Was fällt dir eigentlich ein?!" donnert Carla plötzlich los und sieht ihren Mann wütend an. "Ich habe gestern Abend mit dir geredet! Du hast mir versprochen es zu lassen!"
"Er wird sich niemals ändern Carla." sagt Dina und steht auf. "Ich habe dir immer gesagt, dass er Mikasa mehr lieben wird als seinen eigenen Sohn."

Sie steht auf und Zeke folgt ihr stumm. "Es tut mir leid." sagt Grisha zu Carla. "Doch sie gehört doch auch zur Familie."
"Das ist kein Grund die arme Camille so bloßzustellen und deinen Sohn ständig unter Druck zu setzen!"

Sie verschwindet auch und jetzt sind Grisha und ich alleine. Na super. Soll ich jetzt einfach aufstehen und gehen? Oder soll ich sitzen bleiben und warten bis er weg ist? Was soll ich tun?

"Er wird dich niemals so lieben wie sie. Das ist leider die Realität." sagt Grisha leise und steht dann auf, bevor er das Esszimmer verlässt.

Am nächsten Morgen redet niemand so wirklich miteinander. Carla und Dina fahren in einem Wagen. Eren und Zeke sitzen in einem Auto mit mir, während Grisha alleine fährt. Der gemeinsame Tag ist somit ins Wasser gefallen. Eren hatte sich gestern einfach hingelegt und war irgendwann eingeschlafen, während ich die ganze Nacht wach lag. Das war ein riesiger Reinfall. Ich hatte mir fest vorgenommen, es Jean heute zu sagen und Mikasa zu konfrontieren.

"Das war das letzte Mal, dass ich jemanden mitgebracht habe." sagt Eren zu Zeke.
"Was hast du erwartet?"
"Nicht sowas. Er benimmt sich immer daneben, aber jetzt hat er den Vogel wirklich abgeschossen."
"Grisha ist halt sehr speziell. Was willst du machen?"
"Wie kannst du ihn als deinen Vater akzeptieren?"
"Er ist nicht mein Vater sondern nur mein Erzeuger, Eren."

Eren seufzt und Zeke drückt leicht seine Schulter. Das ist die liebevollste Interaktion die ich das ganze Wochenende zwischen den beiden gesehen habe. Tatsächlich haben wir dann noch das Glück, dass wir im Stau landen und erst Sonntagnachts bei Eren's Eltern ankommen.

"Ihr könnt hier ruhig übernachten." sagt Carla doch Eren schüttelt mit dem Kopf.
"Ich habe mir den Wagen von Connie ausgeliehen. Er braucht ihn morgen früh."
"Na gut."

Sie drückt ihren Sohn fest und flüstert ihm etwas ins Ohr, bevor sie mich drückt. Grisha geht an uns vorbei ins Haus. Wütend sieht Carla ihm hinterher. Auch Dina steigt direkt wieder in den Wagen und nach einem kurzen Abschied ist auch Zeke weg.

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