"Er ist nun seit 4 Wochen hier. Was sind deine weiteren Pläne für ihn?"
"Das weiß ich noch nicht. Eigentlich so wirklich gar keine."
Irgendwie war dieses Abendessen komisch. Barry wollte sich mit Freunden treffen und ich möchte ihn ja auch nicht einsperren, weswegen ich gesagt habe, dass ich kein Problem damit habe. Doch es irgendwie so ruhig. Ich höre die Uhr im Hintergrund ticken.
"Wie wäre es, wenn ich ihn mit zu meiner Firma nehme? Ich hätte eine Stelle für ihn."
"Ich weiß nicht ob das was für ihn wäre, Liebling."
"Wir können aber nicht ewig Familie spielen, Hope."
"Ich weiß. Ich weiß."
Ich lege meine Gabel hin und sehe auf die Uhr. "Worauf wartest du?"
"Auf nichts." antworte ich lächelnd und stehe auf. "Ich wollte nur wissen wie spät es ist. Ich gehe in die Wanne, wenn es okay für dich ist."
"Natürlich. Ich helfe Mona mit aufräumen."
"Danke. Du bist ein Schatz."
Während Sebastian schon neben mir schläft, liege ich noch wach und warte. Ich warte auf irgendein Geräusch. Irgendein Zeichen, dass es ihm gut geht. Doch nach einer schlaflosen Nacht, ist der Stuhl neben mir immer noch leer.
"Meinst du ihm ist etwas passiert?" frage ich und Sebastian schluckt seinen Kaffee runter.
"Er ist ein Junge von der Straße, Hope. Und da wird er auch immer hingehören."
Er küsst meine Haare und schnappt sich seine Tasche. "Ach Hope?"
"Ja?"
"Es wird heute später ja? Wir sehen uns."
"Okay. Bis später."
"Ich liebe dich."
"Ich liebe dich auch."
Er verschwindet und ich beginne damit den Tisch abzuräumen. Doch auch an diesem Tag kommt er nicht zurück.
"Du machst dir Sorgen um ihn." sagt Mona leise und setzt sich neben mir auf das Sofa.
"Ja."
Sie tätschelt mein Knie und ich seufze. "Es ist bescheuert oder? Er ist beinahe 17. Ja es ist bescheuert."
"Manchmal beginnt man Leute zu lieben. Freundschaftlich, familiär oder romantisch. Manchmal dauert es, manchmal geht es sehr schnell und manchmal passiert es gar nicht."
"Was willst du mir sagen Mona?"
"Das Barry sich eventuell verliebt hat. Er behandelt dich gut, soweit es ihm möglich ist und er ist immer in deiner Nähe. Und seine Augen leuchten auf wenn er dich sieht. Außerdem lächelt er bei dir ständig. Es ist schön zu sehen wie dieser kleine ängstliche Junge in 4 Wochen so aufgeblüht ist."
"Und was hat das mit mir zutun?"
"Alle Sachen die ich gerade über Barry gesagt habe, treffen auch auf dich zu. Du strahlst förmlich in seiner Nähe. Mich wundert es sehr, dass Mr Stan sich noch nicht eingemischt hat."
"Er hat momentan viel auf Arbeit zutun."
"Ich persönlich denke, dass Barry für dich besser wäre als Mr. Stan. Abgesehen vom Alter, was mich damals schon sehr abgeschreckt hat, kommt noch hinzu, dass ich damals dein Blut aufgewischt habe, als er mit einem Messer auf dich los gegangen ist. Das werde ich niemals vergessen wie du auf dem Boden lagst, in deiner Blutpfütze mit dem Messer in der Hüfte. Du warst so blass, dass ich dachte du stirbst."
"Bist du deswegen nie gegangen?"
"Niemals würde ich dich mit diesem Psychopathen alleine lassen. Ich habe mich jedoch sehr dreckig gefühlt als ich den Schweigevertrag unterschrieben habe und er mir das Geld gegeben hat."
"Ich habe dir gesagt, du sollst es nehmen. Du hast es verdient. Du hast so viel mehr verdient."
"Ich hoffe für dich, dass du hier irgendwann raus kommst."
"Oh mein Gott!" rufe ich laut aus als ich durch die Scheibe sehe wie Barry über die Mauer klettert und sich ganz geschickt im Rasen abrollt, bevor er auf die Terrassentür zukommt. "Wo warst du?!" brülle ich sobald er die Tür geöffnet hat.
"Weg." antwortet er und während Mona sich Richtung Küche verdrückt, folge ich ihm in sein Zimmer. "Ich wäre jetzt gerne alleine."
"Warst du die letzten 2 Tage nicht genug alleine?!"
"Nein."
"Barry ich habe mir Sorgen gemacht."
"Tut mir leid Mum."
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One Shots
Fanfiction*Abgeschlossen* One Shots und Kurzgeschichten welche für ein eigenes Buch zu kurz sind, aber für One shots zu lang • Marvel • Schauspieler • Fiktive Charaktere • Fußballer • Rapper • Musiker • Anime
