Das Spin off zu „Danse mon tornesol!" und „Le soleil de ma vie!"
Geneviéve ist das wohl typischste Beispiel für eine Vorzeigetochter.
Sie studiert und jobbt nebenbei, sie kümmert sich liebevoll um ihre Familie und Freunde und ist die liebenswerteste...
Isagi: „Uns ist beim Tennisspielen der Ball über den Zaun geflogen, also ist Maho hierher gerannt um hin zu holen. Plötzlich habe ich nur Schreie gehört und bin natürlich los gerannt um nach ihr zu sehen."
Maho: „Ich... Ich hab den Ball unter diesem Baum gefunden und... und ich wollte ihn einfach nur aufheben, da tropfte mir... etwas auf den Kopf. Als ich dorthin fasste... merkte ich... dass es etwas nasses, klebriges war und schaute selbstverständlich nach oben. Da... da habe ich sie... gesehen."
Geneviéve: „Verstehe. Ich hoffe, dass man Ihnen etwas zum sauber machen gegeben hat, damit Sie sich nicht weiter unwohl fühlen."
Maho: „Ja... nur... ich bin immer noch sehr aufgewühlt. Man findet schließlich nicht jeden Tag eine Leiche in einem Baum."
Geneviéve: „Ist ihnen sonst noch etwas aufgefallen? Also die letzten Tage oder haben Sie hier jemanden gesehen, den Sie sonst nicht hier antreffen? Versuchen Sie sich so gut es geht zu erinnern."
Maho: „Nein... nicht das ich wüsste."
Isagi: „Tut mir leid, ich habe auch nichts ungewöhnliches gesehen. Auf den Tennisplatz kann jeder zwischen 9 und 21 Uhr und das Gelände ist offen."
Geneviéve: „Schon in Ordnung. Sie müssen sich keinen Druck machen. Nachdem Sie die Leiche gefunden hatten, haben Sie die Polizei verständigt, richtig?"
Isagi: „Ja so schnell es ging. Ich hatte alle Hände voll zutun um Maho zu beruhigen."
Geneviéve: „Alles klar. Ich würde Sie bitten Ihre Ausweise bei den Kollegen zum Datenabgleich zu hinterlegen und man wird Sie nochmal kontaktieren für eine weitere Aussage auf dem Revier. Für den Fall, dass es Ihnen die Tage weiterhin nicht gut gehen sollte, rate ich an mit einem Therapeuten zu sprechen. Soweit ich weiß, hat das Präsidium für solche Fälle eine eigene Abteilung."
Maho: „Vielen Dank, dass ist wirklich sehr nett von Ihnen."
Geneviéve: „Die Mentale Gesundheit ist wichtig für unsere Gesellschaft und jeder sollte auf sich achten in Situationen wie diesen."
Ich verabschiedete mich von den beiden und warf noch einmal einen Blick auf den Baum. Ich nahm die UV Lampe, die mir der Doc gegeben hatte und leuchtete den Baum an. Sehr zu meiner Überraschung, befanden sich keinerlei Spuren von Blut an der Rinde. Wie ist er da hoch gekommen, ohne auch nur einen Tropfen Blut der Leiche zu verlieren? Es existierten weder Fuß- noch Schleifspuren die hierher geführt hätten, also wie ist der Täter diesmal hierher gekommen?
Zu viele Fragen und keine einzige Antwort. Mittlerweile war es fast 20 Uhr und ich sollte mich noch bei Inupi melden um ihm Bescheid zu geben. Also ging ich zu Herrn Nakamura, der mit den Forensikern weiter den Tatort untersuchte.
Geneviéve: „Chef? Wie lange werde ich noch Vorort benötigt? Ich werde noch abgeholt und wollte nur wissen, ob es hier etwas länger dauert?"
Juji: „Schaffst du es noch deinen Bericht zu den Aussagen der beiden Zeugen zu Mailen? Dann kannst du gerne für heute Schluss machen. Du siehst furchtbar aus Kind."
Geneviéve: „Nach dem was ich heute gesehen habe, kann ich bestimmt nicht mehr Schlafen. Ich mache Ihnen den Bericht also fertig."
Juji: „Dann kannst du gerne nach Hause gehen. Versuche wenigstens ein wenig zu schlafen und ruh dich etwas aus."
Geneviéve: „Dann bis morgen Chef."
Ich verließ den Tatort und ging die Straße ein Stück weit herunter und schrieb Inupi, wo er mich abholen kann. Dann setzte ich mich in den nächsten Konbini um die Ecke und holte mir eine Misosuppe. Mein Magen grummelte heftig, aber der Anblick der Toten sorgte dafür, dass ich keinen Löffel davon herunter bekam. Vielleicht war es keine gute Idee, dass ich bei Herrn Nakamura aushelfe? Wer hätte ahnen können, dass aus ein paar vermissten Studentinnen, ein Mordfall werden würde? Ich bete inständig dafür, dass keine weitere von ihnen ihr Leben lassen muss. Im Endeffekt liefen mir wieder die Tränen und ich konnte nichts weiter tun als zu heulen. Meine Erinnerung aus Kindertagen brach ebenfalls hervor und der schlimmste Moment in meinem Leben, spielte sich vor meinem Geistigen Auge erneut ab.
~Es tut mir leid Gen mein Schatz... aber Mama wird nicht mehr zu uns nach Hause zurückkehren ~
~Wo ist Mama? Hat Sie sich verlaufen?~
~Mama ist... Mama ist mit Marisol nun bei den Engeln meine Kleine~
Mein Herz wurde schwer und in meinem Kopf zogen dunkle Wolken auf. Es ist ewig her, dass ich solch eine tiefe Trauer verspürt hatte, wie in diesem Moment. Da legte mir plötzlich jemand von hinten eine große Jacke über die Schulter und nahm mich von hinten in die Arme.
Inupi: „Bitte weine nicht mehr. Ich bin ja jetzt hier."
Geneviéve: „Seishu..."
Inupi: „Möchtest du darüber reden was passiert ist?"
Geneviéve: „Darf ich denn?"
Inupi: „Du kannst mit mir reden. Egal wie schwer es ist, ich werde dir zuhören."
Er drehte mich auf dem Barhocker zu sich um und wischte mir meine Tränen aus dem Gesicht. Inupi war genau im richtigen Moment gekommen und riss mich aus meinen Düsteren Gedanken.
Gewitterwolken in meinem Kopf
Ende
Geneviéve von Trauer übermannt 🥺
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