Wie soll es weitergehen?

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Chloé: „Nun verdrehe hier nicht die Tatsachen! Mich musst du nicht über meine Schwangerschaft belehren! Ich will deiner Nichte später nicht erklären müssen, dass dir etwas zugestoßen ist!"

Geneviéve: „Ist ja gut, ich hab's verstanden! Aber... ich freue mich dich zu sehen."

Chloé: „Ich mich auch."

Sie lächelte mich unbekümmert an und ich nahm sie in meine Arme.
Sie ist eben immer noch Chloé.
Nachdem der Tumult sich gelegt hatte, erklärte ich auch kurz Chloé und Kokonoi was in den letzten Tagen alles vorgefallen ist.
Beide wirkten nachdenklich und die Situation war ihnen ebenfalls nicht geheuer.

Kokonoi: „Was für eine riesen Scheiße. Langsam verstehe ich die Menschen vor dem Revier. Ich würde auch nicht wollen, dass meine Tochter Opfer von so einem Freak wird."

Chloé: „Das kannst du laut sagen. Es ist schon schlimm genug, dass du die Tokyo Uni besuchst, aber dann auch noch ins Beuteschema dieses Irren zu passen, ist noch katastrophaler. Papa würde dir sicherlich auch sagen, dass du deinen Doktor lieber woanders machen solltest. Somit wärst du aus der Schusslinie."

Inupi: „Keine schlechte Idee Chloé. Es wäre jedenfalls eine Lösung für Gen."

Geneviéve: „Ich könnte zwar die Uni verlassen, aber deswegen würde es trotzdem Opfer geben. Mein Senpai Wataru meinte, dass sich seine Ziele ändern könnten, jetzt wo er seine Lernphase beendet hat. Somit wäre es im denkbaren Bereich, dass er auch sein Jagdgebiet wechselt. Wer auch immer dieses Monster ist, sein Grund zu töten ist schleierhaft."

Chloé: „Dann pausiere dein Studium, solange bis der Vogel geschnappt ist. Leisten kannst du es dir alle Male."

Geneviéve: „Vielleicht sollte ich das wirklich."

Alle schauten mich mit besorgtem Blick an und schienen sich die selbe Frage zu stellen.
Wann wird es enden und wann wird dieser Irre seine Serie fortsetzen?
Da vibrierte mein Handy kurz und ich bekam eine Nachricht von Wataru.

Hey Gen, ich bin's Katoka!
Ich wollte dir nur kurz Bescheid geben, dass mein Handy leider noch im Proberaum meiner Band liegt.😵‍💫
Wenn du anrufst, dann melde dich über Watarus Nummer.
Ich schreibe dir wieder, wenn ich morgen mein Handy abgeholt habe.😉

Ich schüttelte nur belustigt den Kopf und legte mein Handy wieder beiseite.
Das ist mal wieder Typisch Katoka.
Sobald sie einen Kerl am Start hat, vergisst sie wieder ihren Kopf.
Schließlich riss mich Chloé wieder aus meinem Gedankenschloss und stieß mir regelrecht vor den Kopf.

Chloé: „Also was sagst du Gen? Ist das für dich in Ordnung?"

Geneviéve: „Wie? Was? Sorry ich habe grade eine Nachricht von Katoka gelesen."

Chloé: „So langsam wirst du wie Inupi und driftest ständig irgendwohin ab! Ich hatte dich gefragt ob du damit einverstanden wärst, wenn du erstmal bei Inupi unterkommst! Immerhin ist er ja jetzt dein Freund, also sollte das kein Problem sein oder?"

Geneviéve: „WOHER WEIẞT DU DAS DENN?!"

Chloé: „Gen... Ich bin deine Schwester und weiß schon lange, dass du für ihn schwärmst. Nachdem er gestern bei mir aufgekreuzt ist und ihr beide hier seit, kann ich ja wohl eins und eins zusammenzählen."

Geneviéve: „Das ist so peinlich! Ich geh' mich vergraben!"

Chloé: „Jetzt weißt du ja, wie ich mich noch vor über einem Jahr gefühlt habe haha!"

Sie fing an zu lachen und ich hielt mir nur beschämt die Hände vor mein Gesicht.
Streng genommen, hat sie sogar recht.
Damals war ihre Reaktion auf das Zusammentreffen mit Kokonoi auch einfach katastrophal.

Inupi: „Bist du einverstanden Gen?"

Geneviéve: „Wie könnte ich da ablehnen. Ihr alle macht euch große Sorgen und nirgendwo bin ich sicherer, als bei dir und all den anderen hier."

Inupi: „Dann wäre das also geklärt. Chloé, ich werde gut auf Gen aufpassen."

Chloé: „Das hoffe ich doch schwer! Sonst statten dir meine Doggos einen kleinen Besuch ab!"

Kokonoi: „Ganz zu schweigen von Yoshino und Kisaki. Die beiden zerreißen dich in der Luft, wenn Gen etwas zustößt."

Inupi: „Dazu wird es nicht kommen, du kannst dich auf mich verlassen Koko."

Im Endeffekt quatschten alle noch bis spät in die Nacht hinein und ich verließ mit Inupi noch vor den anderen das Gym von Wakasa und Benkei.
Draußen war es angenehm kühl und die milde Sommerluft, war wie ein Abschied dieser Jahreszeit.
Es vergingen 2 Monate und seit dem Studentinnen Fall, ist kein Lebenszeichen des Killers mehr aufgetreten.
Die Menschen waren nach wie vor aufgebracht, wütend und ängstlich, da sich scheinbar keine Weiterentwicklung in dem Fall abzeichnete.
Die Sportkurse für Selbstverteidigung boomten und auch der Verkauf von Schutzgütern ging durch die Decke.

In ganz Shibuya wurde sogar nach 0 Uhr eine Ausgangssperre verhängt und was die Studenten der Tokyo Universität angeht, die dürfen nach 22 Uhr den Campus nicht mehr verlassen oder kommen sogar nicht mehr rein.
Der Fall hatte für reichlich Schrecken gesorgt, der selbst jetzt noch seine Kreise zog.

Mittlerweile bin ich aus dem Wohnheim ausgezogen und habe mich völlig bei Inupi einquartiert.
Mein Mobiliar hatte ich bei Papa untergebracht, da diese in Inupis Wohnung keinen Platz hatten.
Was meinen Masterabschluss angeht, den habe ich mit Bravour bestanden.
Doch Aufgrund der Ausnahmezustände und das niemand mehr jeden über den Weg traute, wurde die Ursprüngliche Fahrt zum Meer leider gecancelt.



Wie soll es weitergehen?



Ende

Ma belle fleur de lune Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt