Das Spin off zu „Danse mon tornesol!" und „Le soleil de ma vie!"
Geneviéve ist das wohl typischste Beispiel für eine Vorzeigetochter.
Sie studiert und jobbt nebenbei, sie kümmert sich liebevoll um ihre Familie und Freunde und ist die liebenswerteste...
Geneviéve: „Solange ich dir nicht zur Last falle? Dein Job ist sicher anstrengend und ich will dir nicht noch mehr Arbeit aufhalsen."
Er schaute mich verwundert an und legte seine Hand auf meinen Kopf, nur um mir durchs Haar zu wuscheln. Wieder mal zuckte ich zusammen und mein Gesicht fühlte sich glühend heiß an.
Inupi: „Du wirst nicht grade oft berührt, kann das sein?"
Geneviéve: „Häh? Wie... wie meinst du das?"
Inupi: „Bis jetzt bist du immer zusammen gezuckt, sobald ich dir zu nahe komme."
Geneviéve: „Naja das..."
Inupi: „Liegt es an mir?"
Geneviéve: „Nein! Auf keinen Fall! Das... verstehst du völlig falsch."
Inupi: „Warum zuckst du dann?"
Geneviéve: „Ich... Es ist mir peinlich darüber zu sprechen."
Ich schaute beschämt zu Boden und spielte nervös mit meinen Fingern herum. Inupi stand nach wie vor direkt vor mir und schaute mich mit unveränderter Mine an. Mit nur wenigen Worten konnte er mich so unter Druck setzen und aus der Fassung bringen. Ich bin doch kein Teenager mehr! Ich bin 24 Jahre alt und angehende Psychiaterin! Ich komme sonst mit den verdrehtesten Patienten zurecht und lasse keine der Fälle an mich rantreten. Doch bei ihm? Bei Inupi setzt einfach alles aus und ich kann mich nicht mal vernünftig artikulieren! Er setzte sich auf eine Stufe und zündete sich eine Zigarette an. Ich wusste garnicht, dass er Raucher ist.
Inupi: „Ich erzähle dir jetzt mal etwas, also höre mir gut zu. Du gehst mir weder auf die Nerven, noch raubst du mir Zeit. Ehrlich gesagt, ist es mal eine nette Abwechslung mit dir rumzuhängen."
Er deutete auf den Platz neben sich und pustete den Rauch seiner Zigarette von mir weg. Zögerlich setzte ich mich neben Inupi und schämte mich ein bisschen für mein kindisches Verhalten. Immerhin sind wir beide erwachsen.
Inupi: „Ich kenne dich jetzt schon so viele Jahre und zu sehen, wie du so aus der Nähe bist und dich entwickelt hast, ist wirklich schön. Vom kleinen Mädchen, dass ihrer Schwester immer am Rockzipfel hing, bist du zu einer starken jungen Frau geworden, die so etwas wie eine Ärztin ist."
Geneviéve: „Habe ich so sehr an Chloé geklammert?"
Inupi: „Anstatt deine Kindheit zu leben, hast du dich nur um sie gesorgt und hast quasi deine Jugend übersprungen. Aber dennoch bist du so lebhaft und unverändert. Doch sobald du etwas von dir preisgeben könntest oder dir jemand zu nahe kommt, machst du dicht. Was verbirgst du also?"
Geneviéve: „Ich... Ich habe nichts zu verbergen. Es ist nur so dass... ich war... noch nie mit jemandem wie dir... allein."
Ich wagte es garnicht erst in sein Gesicht zu schauen und starrte beschämt auf den Boden unter mir. Wie Katoka schon sagte, habe ich nie etwas mit Jungs zu schaffen gehabt und habe nicht mal mitbekommen, wenn sie ein Auge auf mich geworfen hatten. Ich war immer nett zu allen und bevorzugte nie jemanden. Alle waren für mich gleichgestellt. Da sah ich, wie Inupis Zigarette neben meinen Schuh rollte. Ist sie ihm aus dem Mund gefallen? Letztlich schaute ich doch zu ihm hoch und blickte in sein überraschtes Gesicht.
Inupi: „Du warst noch nie mit einem Kerl allein unterwegs? Dein Ernst?"
Geneviéve: „Nein.... Und es ist mir unsagbar peinlich, dass du das jetzt weißt."
Inupi: „Also hattest du auch nie einen Freund oder so? Nicht mal in deiner Schulzeit einen Kumpel?"
Ich schüttelte hochrot meinen Kopf und spielte erneut nervös mit meinen Fingern herum. Mein armes Herz rutscht mir immer mehr in die Hose und mein Verstand läuft grade Amok. Inupi fuhr sich durch sein langes Haar und schmunzelte.
Inupi: „Verstehe. Darum reagierst du also so schreckhaft. Mach dir keine Sorgen, von mir erfährt keiner etwas."
Geneviéve: „Ich hätte jetzt eher erwartet, dass du mich auslachst."
Inupi: „Warum sollte ich? Ist doch voll okay. Denk mal an Koko. Der Typ hat die letzten Jahre darauf gehofft wieder mit deiner Schwester zusammen zu kommen und nun gründet er bald seine eigene Familie mit ihr. Manch einer braucht eben mehr Zeit als andere."
Geneviéve: „Danke... dass du so nett zu mir bist."
Inupi: „Dafür musst du mir nicht danken."
Geneviéve: „Wenn du möchtest, lade ich dich gerne zum Essen ein. Ich hatte vor, heute Korokke zu machen. Also... als kleine nette Geste dafür, dass du mir das fahren beibringst."
Inupi: „Essen klingt gut. Zuletzt habe ich in meiner Mittagspause etwas gegessen."
Geneviéve: „So lange nicht?! Ich wäre schon längst umgekippt."
Inupi: „Ich hoffe nur, dass du besser kochst als Koko. Der Kerl schafft es selbst Wasser anbrennen zu lassen."
Geneviéve: „Chloé und seine Mutter haben ihn mittlerweile in einen Kochkurs gesteckt. Meine Schwester kann ja nicht immer nur das Essen machen haha! Aber da kann ich dich beruhigen. Ich habe Papas Kochkünste voll drauf genau wie Chloé."
Inupi: „Dann lass uns losfahren."
Wir gingen zu seinem Motorrad und ich setzte mich wieder hinter Inupi. Gemeinsam fuhren wir zu meinem Wohnheim, dass auf dem Campus der Uni lag. Wenn ich von zuhause aus jeden Tag hierher müsste, dann bin ich fast eine Stunde unterwegs und das allein nur für die Hinfahrt. Also lebe ich unter der Woche immer im Wohnheim der Tokyo Universität.
Mit viel Feingefühl
Ende
Diese Vorstellung von einer total verlegenen Gen und einem planlosen Inupi, musste ich einfach zeichnen 😅
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