Wir verließen das Studio und gingen erstmal durch den Park Richtung Wald. Wenn man gute zehn Minuten über den Waldweg ging und dann ein wenig querfeldein, kam man zu einer großen Wiese mit tausenden von Blumen. Wenn man nicht wusste wo sie war und nicht durch Zufall den weg verließ fand man sie nicht so schnell. Wir kamen öfter her wenn wir allein sein wollten oder einfach mal Ruhe brauchten. Und jetzt war so ein Moment. Wir legten die Taschen weg und legten uns ins Gras. Er legte seinen Kopf auf meinen Bauch und ich schlang meine Arme um ihn. Eine ganze Weile blieben wir stumm liegen und sahen in den Himmel. Ausser den Vögeln die fröhlich zwitscherten und ein paar Bienen die summten war es vollkommen still. Es wäre eigentlich ein richtig schönes Tag und gerade hier auf der Wiese. Aber die Tatsache das Luci und Miguel nicht mehr da waren lastete schwer auf uns. Irgendwann brach seine leicht heisere und erstickte stimme die Stille.
P: Es ist alles noch so unwirklich weißt du? Sie sind einfach nicht mehr da...
I: Ich weiß...
Flüsterte ich mitfühlend. Ich wusste wie er sich fühlte. Aber dennoch konnte ich es mir nicht vorstellen beide Elternteile gleichzeitig zu verlieren.
P: Ich kann es einfach nicht glauben... Ich habe gestern erst mit ihr telefoniert... Und jetzt...
Ich streichelt durch seine Haare
I: Erschreckend ich weiß... Aber ich bin für dich da hörst du?! Du kannst immer zu mir kommen du bist nicht allein!
P: Das weiß ich, aber ich will nicht ständig wie ein kleines Kind an dir hängen..
I: Pablo... Was redest du denn da? Du hast gerade deine Eltern verloren da ist es doch ganz normal das man trauert, das tut ich heute noch... Weinen ist doch keine schwäche, egal wie alt oder ob Mann ob Frau.. Gerade in dieser Zeit. Wenn irgendetwas ist, du reden willst oder einfach nur eine Umarmung oder sonst was, dann komm zu mir! Egal ob in der Nacht, wenn andere da sind oder ich sonst was mache.
P: Danke.... Bekomme ich eine Umarmung?
I: Natürlich
Er setzte sich auf und ich umarmte ihn fest. Erneut vergrub er sein Gesicht in meinen Haaren und schloss die Augen. Ich sagte nichts mehr sondern war einfach stumm für ihn da. Als wir uns lösten, beschlossen wir auch langsam nach hause zu gehen. Der Unterricht war auch mittlerweile beendet und so gingen wir dann den weg zurück. Als wir das Haus betraten saßen alle im Wohnzimmer und sahen zu uns. Clara lief lachend auf uns zu und sprang mir in die Arme. Ich nahm sie hoch und lächelte sie leicht an.
Cl: Papi warum siehst du so traurig aus?
Es war erstaunlich wie schnell sie verstand das etwas nicht stimmte.
P: Ach Clari...
Er streichelte ihr sanft übers Haar.
I: Komm Schatz wir setzten uns mal hin und dann müssen wir dir etwas sagen...
Wir setzten uns zu den anderen und Clara saß auf meinen Schoß.
Cl: Was ist denn?
Pablo und ich sahen uns an. Wie sollten wir ihr bitte klarmachen, dass sie ihre Oma und ihren Opa nie wieder sah? Ich seufzte und sah ihm an das er es nicht nochmal über die Lippen bekam.
I: Es geht um Oma Luci und Opa Miguel...
Cl: Kommen Sie zu Besuch?
Ihre Augen fingen an zu strahlen und da tat es mir noch mehr leid. Wir schüttelten beide gleichzeitig mit dem Kopf.
I: Nein Clara das werden sie nicht. Sie hatten heute Morgen einen Unfall...
Wie machte ich ihr denn jetzt klar das sie Tod waren? Auch Violetta sah mich geschockt an, vermutlich ahnte sie das es mehr als ein normaler Unfall war.
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Angie's World 2
RandomFortsetzung von Angie's World. Angie ist jetzt glücklich verheiratet. Ihr Leben könnte nicht besser laufen, doch was ist wenn German sich plötzlich verändert oder ein schwerer Schicksalsschlag die Idylle prägt. Was passiert wenn Manuel zurückkehrt u...
