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Ich lief zum Büro und klopfte. Dann ging ich einfach rein und sah ihn am Fenster stehen. Ich lief auf ihn zu und stellte mich neben ihn.

I: Ich habe noch was für dich

Ich hielt ihm den Brief hin und lächelte.

I: Er ist von deiner Mamá. Sie gab ihn mir bei der Abreise und sagte ich soll ihn dir geben wenn der richtige Moment gekommen ist.

Er nahm ihn zögernd entgegen und sah ihn an.

I: Ich lass dich dann mal alleine. Wenn etwas ist sag mir Bescheid. Ich bin solange unten und geh Clara holen.

Er nickte nur und starrte auf seinen Namen der auf dem Umschlag stand, Handgeschrieben. Ich lächelte ihn nochmal an und schloss dann leise die Tür hinter mir. Auf dem weg nach unten fragte ich mich was wohl darin stehen mochte.

Clara spielte lachend mit Vilu und Ludmi im Garten und alberte rum. Ich beschloss sie noch ein wenig zu lassen und setzte mich ans Klavier. Wie von selbst legten sich meine Finger auf die Tasten und begannen zu spielen. Die Musik erfüllte denn Raum und meinen ganzen Körper. Automatisch lächelte ich los und dann sang ich dazu.

All die Gefühle, die Angst, die Trauer...all das sang ich mir von der Seele. Dank Pablo war das Lied ja auch fast fertig geworden und es war wirklich gut. Die Mädels kamen rein und hörten mir zu. Clara setzte sich neben mich und lächelte. Als ich fertig war klatschten alle begeistert und ich wurde mal wieder rot.

V: Das ist wunderschön ist es von dir?

Ich nickte lächelnd.

I: Ja, algo se enciende...

Lu: es ist auf jeden Fall wunderschön

I: Danke

Cl: Ich will auch spielen können!

I: Soll ich es dir zeigen?

Cl: Ja bitte Mami

Ihre Augen fingen an zu strahlen, genau wie sie selbst auch. Die andern beiden zwinkerten mir zu und gingen nach oben.

I: Soll ich dir ein Lied beibringen oder möchtest du richtig spielen mit Noten?

Cl: So wie du, das ich auch alleine spielen kann

I: Ok dann musst du aber auch was dafür tun ok. Also jeden tag ein bisschen üben und die Noten lernen...!

Sie nickte und grinste. Ich stand auf und holte aus der Küche einen Block und einen Stift. Dann setzte ich mich wieder neben sie. Ich zeichnete ein paar Notenlinien und erklärte ihr dann etwas darüber. Zum Beispiel das es fünf Linien gab und vier Zwischenräume, die jeweils von unten nach oben gezählt wurden. Dann ließ ich sie mal zählen und es klappte.

I: Genau und wenn ich jetzt hier eine Note schreibe, wo liegt die dann?

Sie überlegte kurz.

Cl: Auf der vierten Linie

I: Sehr gut

Ich grinste und strich ihr übers Haar. Nach einer Stunde konnte sie dann die Notennamen. Ich hatte ihr in die Notenlinien die Noten A-G eingezeichnet mit Namen wo sie jetzt üben konnte.

Cl: Danke Mami

I: Du musst dich nicht bedanken mein Schatz. Und wenn du das jetzt fleißig übst dann können wir bald die Noten auf dem Klavier üben.

Cl: Au ja

Ich grinste sie an. German kam gerade aus seinem Büro und lächelte

G: Na ihr beiden

Cl: Guck mal Mami bringt mir Klavier bei!

Sie hielt ihm stolz meine Aufzeichnungen hin und strahlte.

G: Wow dann kannst du mir ja bald was vorspielen

Sie nickte sofort

Cl: Spielen wir was?

G: Ja klar können wir machen

I: Hast du denn Zeit?

G: Ja, die Japaner haben gerade zugestimmt mitzumachen. Das hat mir einiges an Arbeit abgenommen, mach dir keine Sorgen

I: Ok gut. Wenn was ist schick sie einfach hoch

G: Mach ich

Lächelnd ging ich nach oben. Ich musste unbedingt wissen wie es Pablo ging.

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