Teil 17 - Happy Birthday

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Auch wenn sich das vermutlich niemand durchliest...
Guten Morgen,
dieses Kapitel hat meine liebe Evi geschrieben. Ich würde sie inzwischen mehr meinen Partner in Crime nennen, da sie mehr als einfach nur ein Helferlein ist und mir zu jeder Zeit immer hilft ❤️
Ich schreibe euch das letzte mal aus Schweden, denn in drei Stunden geht mein Flug zurück nach Hause und ihr glaubt nicht, wie glücklich und erleichtert ich bin 😂❤️
Genug von mir, genießt das Kapitel und bis übermorgen.
❤️

*********

Als ich heute früh aufwachte, war ich echt froh, dass Harry noch schlief. Ich stand leise auf, nahm mir noch Klamotten aus dem Schrank und verließ das Zimmer. Immer darauf bedacht, Harry ja nicht zu wecken. Warum? Weil er heute Geburtstag hatte und wir eine Überraschungsparty für ihn vorbereitet hatten.
Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, legte ich in der Küche noch einen Zettel hin, auf dem Stand: "Sorry Schatz, ich musste heute schon früh weg wegen der Arbeit und wollte dich nicht wecken. Wird sicher spät werden. Wir sehen uns. Ich liebe dich, M. <3".
Irgendwie ist es schwer so zu tun, als ob ich seinen Geburtstag vergessen hätte und ich hoffte, dass er deshalb nicht zu enttäuscht sein würde und es nachher versteht. Mit den Gedanken immer noch bei Harry, verließ ich das Haus und machte mich auf den Weg zu Gemma, um dort noch die letzten Reste vor zu bereiten und nochmal alles zu besprechen.

"Da bist du ja", begrüßte mich Gemma sofort, als ich bei ihr ankam und umarmte mich, bevor sie mich rein bat. "Lya ist schon da. Sie sitzt im Wohnzimmer." Ich lächelte, zog meine Schuhe aus und ging ins Wohnzimmer. Dort begrüßte ich auch noch Lya und setzte mich zu ihr.
„Willst du irgendetwas zu trinken haben?", fragte mich Gemma.
„Ein Kaffee wäre echt super", antwortete ich ihr.
"Also, was fehlt uns noch alles?", fragte Lya in die Runde, als wir letztendlich alle beisammen saßen. Mit alle meine ich hier Lya, Gemma, Anne und mich. Wir verbrachten die folgenden Stunden damit, den geplanten Ablauf noch einmal zu besprechen, die letzten Besorgungen zu machen, hier und da noch etwas zu schmücken und das Essen vor zu bereiten.
"Mary dein Handy klingelt schon wieder und es ist wieder Harry", hörte ich Lya irgendwann aus der Küche rufen, während ich gerade dabei war, das Trinken rein zu tragen. Ich ging seufzend zu ihr und Anne in die Küche. "Was soll ich denn machen... Wenn ich rangehe, fragt er am Ende, wo ich sei oder fragt direkt, ob ich seinen Geburtstag vergessen hätte." Ich sah die beiden etwas verzweifelt an. Hinter mir betrat Gemma die Küche, nahm mein Handy und schaltete es einfach aus. "Problem gelöst", sagte sie und gab mir dann grinsend das Handy wieder. "Hey, mach dir keinen Kopf. Nachher erfährt er ja dann, weshalb du heute so warst. Die paar Stunden wird er schon mal aushalten können." Gemmas Worte munterten mich tatsächlich etwas auf, bis ihr Handy zu klingeln begann. Lachend sagte Lya: "Scheinbar sieht er das ganze etwas anders."
"Mh... Ich muss da jetzt aber rangehen, sorry." Mit diesen Worten verließ sie die Küche und begann mit ihm zu telefonieren.
Wir anderen gingen wieder unserer eigentlichen Arbeit nach. Lya und Anne bereiteten gemeinsam das Essen vor, während ich die ganzen Einkäufe, wie Trinken oder kleine Snacks für den Abend, ins Haus trug. Danach löste ich Lya ab, da sie noch etwas erledigen musste.
"Denkst du, Harry wird sich freuen?", fragte ich Anne irgendwann und sah zu ihr rüber. Sie entgegnete lächelnd: "Bestimmt wird er das." Anne sah mich an und legte ihr Messer, mit dem sie gerade Gemüse geschnippelt hatte, zur Seite. "Ich bin wirklich froh, dass er dich gefunden hat, Mary. Ja ich weiß, dass ich dir das schon sehr oft gesagt habe, doch ich kann dir einfach nicht genug dafür danken, was du für unsere Familie getan hast. Du hast uns Harry wiedergebracht, mir meinen Sohn und Gemma ihren Bruder. Und mit dir, haben wir gleich noch einen Engel dazubekommen." Ich sah sie sprachlos an und wusste einfach nicht, was ich darauf entgegnen sollte, weshalb ich sie einfach umarmte.
„Anne nicht du musst mir danken, sondern ich euch. Ich danke euch dafür, dass ihr mich so lieb in eurer Familie aufgenommen habt und so für mich und auch Harry da seid. Er kann wirklich sehr froh sein, eine so tolle Familie zu haben." Anne lächelte mich glücklich an, was ich nur erwidern konnte.
„Harry kann wirklich froh sein, eine so tolle Freundin, beziehungsweise Verlobte gefunden zu haben.", entgegnete sie mir daraufhin nur. Weiter kamen wir nicht, denn Gemma betrat, gemeinsam mit der eben wiedergekommenen Lya, die Küche und sah zu uns.
„Was wird das denn? Für Plauderpausen haben wir gerade keine Zeit. Hop hop an die Arbeit! Mum muss in einer Stunde los zu Harry." Gesagt, getan. Die letzte Stunde, die Anne noch da war und uns helfen konnte, nutzten wir und bereiteten das gesamte Essen fertig vor.
Geplant war, dass Anne dann zu Harry fahren würde und die zwei zuerst zu Hause etwas besprechen würden, da Anne meinte, dass da noch etwas wichtiges wäre und danach würde sie mit ihm hier her kommen. Sie würde ihm vorher einfach sagen, dass sie zusammen bei Gemma essen würden und sie von mir leider nichts gehört hätte. Ich hoffe wirklich, dass Harry uns, bzw. ihr das abkaufen würde.
Die Zeit, bis die ersten Gäste kommen würden, vertrieben wir uns mit Quatschen. Natürlich kamen wir dabei irgendwann wieder auf das Thema Schwangerschaft zu sprechen. Nicht, dass das nicht in letzter Zeit so wie so schon oft genug Thema gewesen war und mich so schon genug verwirrt, aber okay.
„Habt ihr eigentlich schon irgendwelche Namenspläne für das Baby?", fragte Gemma Lya, doch diese schüttelte als Antwort den Kopf. "Nein noch nicht, ihr?" Gemma begann zu lächeln.
„Ja wir haben schon ein paar verschiedene Namen, die in der engeren Auswahl sind, aber die sind noch streng geheim", sagte sie und lachte leicht. Ich sagte nichts und sah auf meine Hände. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fand ich den Gedanken an ein eigenes Kind schön. Ich konnte mir immer besser vorstellen, vielleicht doch jetzt schon ein Kind mit Harry zu bekommen und fand keine richtigen Gründe, die dagegen sprachen. So ein Kind war ja eigentlich schon was schönes...
"Was hast du da gesagt?", fragte Gemma und sah mich, genauso wie Lya, verwirrt an. Oh Mist, hatte ich etwa laut gedacht?
„Ich... Ähm..." Na super, musste ich genau jetzt wieder nur komisches Zeug stammeln.
„Denkst du darüber nach, vielleicht doch jetzt schon mit Harry ein Kind zu bekommen?", fragte mich dann Lya und begann schon ohne meine Antwort etwas zu grinsen. Ich nickte nur unsicher und sah beide an. "Wisst ihr.. Naja irgendwie dadurch, dass ihr jetzt beide schwanger seid, hat mich das noch einmal zum nachdenken gebracht. Eigentlich spricht ja gar nicht so viel zur Zeit dagegen. Und irgendwann wollen wir ja eh mal Kinder bekommen. Warum also nicht jetzt? Viele in unserem Alter haben bereits Kinder. Aber ich weiß nicht, was Harry darüber denkt, immerhin geht es bei ihm ja jetzt beruflich wieder bergauf und ich weiß nicht, ob ihm das alles vielleicht auch zu früh ist, wisst ihr? Ich will nicht schon wieder mit ihm deshalb aneinander geraten." "Zerbrich dir nicht so sehr den Kopf darüber. Ich denke, Harry würde sehr gerne Kinder haben und ihm wäre es wahrscheinlich sogar total egal, wann das passiert. Rede einfach, in einem passenden Moment und wenn du dich dazu bereit fühlst, mit ihm darüber, okay?" Gemma sah mich lächelnd und aufmunternd an, nachdem sie das gesagt hatte. "Genau und selbst wenn es doch noch nicht sofort wird, du hast ja noch ganz viel Zeit, Kinder zu bekommen.", sagte dann noch Lya. Ich konnte nicht anders und umarmte beide. "Danke ihr zwei. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen", entgegnete ich lächelnd.

Wir wurden durch die Klingel unterbrochen und Gemma stand sofort auf, um die Tür zu öffnen. Lya und ich folgten ihr kurz darauf. Liam und Cheryl traten gerade gemeinsam durch die Tür und begrüßten Gemma. Ihre Kinder standen unsicher hinter ihnen und sahen sich etwas um. Liam und Cheryl kamen noch zu uns beiden, um uns auch zu begrüßen.
„Es freut mich wirklich, dass ihr gekommen seid.", sagte ich lächelnd zu den beiden.
„Ist doch selbstverständlich", entgegnete Liam daraufhin.
„Sind wir zu früh?", fragte Cheryl, als sie sah, dass noch niemand sonst da war.
„Ach quatsch", widersprach Gemma. "Wollt ihr irgendetwas zu trinken haben?", fragte sie daraufhin noch. "Nein danke erstmal nicht.", antwortete Cheryl lächelnd.
„Kommt doch mit ins Wohnzimmer. Dort können wir auf den Rest und vor allem Harry warten.", sagte ich und sah dann zu ihren Kindern. "Soll ich euch in Lukes Zimmer bringen? Das ist Gemma's Sohn und ich bin mir sicher dort hat er ganz viele Spielsachen. Nachher kommt er auch noch, dann könnt ihr zusammen spielen.", sagte ich und sah die drei lächelnd an. Sie nickten nur schüchtern. Ich gab Lya zu verstehen, dass sie sich um Liam und Cheryl kümmern soll und ich die beiden hoch bringen würde. Ich brachte sie in Lukes Zimmer und spielte kurz gemeinsam mit ihnen, bevor ich dann mit runter zum Rest ging. In der folgenden Zeit kamen noch Niall, Sarah, Zayn, Scott und letztendlich John gemeinsam mit dem kleinen Luke, welcher sofort hoch in sein Zimmer flüchtete. Ich hoffte wirklich, die Kinder würden sich verstehen.
Bis jetzt lief eigentlich alles gut. Alle waren da, verstanden sich und quatschten etwas. Fehlten also nur noch Anne und Harry.
"Sie hat geschrieben, sie sind gleich da!", rief Gemma auf einmal und alle standen auf und versteckten sich. Auch die Kinder kamen noch einmal mit runter, um Harry mit überraschen zu können.
"Mum was soll das hier? Wo ist Gemma? Und hast du jetzt nun eigentlich endlich mal was von Mary gehört?", hörte ich Harry im Flur sprechen, nachdem sie die Wohnung betreten hatten. Kurz danach hörte man, wie die zwei ins Wohnzimmer kamen. Alle sprangen aus ihren Verstecken und begannen zu singen.

„Happy Birthday to you,
Happy Birthday to you,
Happy Birthday dear Harry,
Happy Birthday to you!", sangen alle.
„Ihr seid ja verrückt.", sagte Harry lachend und noch immer überrascht.
„Auf Harry!", rief Liam und alle stießen an.
Ich ging zu Harry und küsste ihn liebevoll. Er erwiderte den Kuss und legte seine Hände an mene Taille. "Alles Gute zum Geburtstag", sagte ich und sah ihn lächelnd an.
„Ach auf einmal gratulierst du mir also?", fragte er mich und grinste leicht. Er wollte gerade noch etwas sagen, doch er wurde von Luke unterbrochen, der zu ihm rannte. "Jetzt bin ich dran!", sagte er bestimmt und alle mussten leicht lachen.
Wir verbrachten alle gemeinsam einen tollen Abend und Harry schien wirklich glücklich gewesen zu sein. Er bedankte sich andauernd für die Überraschung und dafür, dass alle gekommen sind. Es war einfach perfekt. Und als ich während des Essens Harry neben mir ansah wusste ich, dass er der Richtige war und ich alles dafür tun würde, dass er glücklich ist, so wie er es an diesem Abend, gemeinsam mit seiner Familie und seinen Freunden, war.

Understand (III)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt