Ich hatte Angst gehabt, dass es schwer werden würde, die Hochzeit neu zu organisieren. Doch ich hätte es auch komisch gefunden, wenn es einfach gewesen wäre.
Während Harry in den nächsten Tagen seine Karriere anheizte, halfen mir Gemma und Anne zu organisieren. Und es gab viel zu organisieren. Schwierig wurde es bloß, da ich nicht wusste, was ich wollte.
„Soll ich das Hampton Court House anrufen, oder machst du das?", fragte Anne mich.
„Ich stapele alle Geschenke im Arbeitszimmer, ok?", fragte Gemma.
Seit Stunden fragten sie mich, was ich wollte, doch ich wusste es nicht.
„Hört auf mich diese Sachen zu fragen! Ich weiß es nicht...", seufzte ich und sprang von der Couch auf. Ich lief um sie herum und blieb dort stehen. Gemma und Anne sahen mich besorgt an.
„Mary, wenn-„
„Nein. Ich kann diese Entscheidungen nicht treffen. Das kann ich nur mit Harry.", unterbrach ich Anne.
„Gut, dass ich wieder zuhause bin." Ich drehte mich um und blickte direkt in jene grünen Augen, die mir Ruhe und Hoffnung verliehen.
Tränen schossen in meine Augen, als ich in Harrys Arme lief. Er fing mich auf und streichelte über meinen Kopf.
„Es wird alles gut.", flüsterte er und küsste meinen Scheitel. Ich rührte mich nicht, genoss die Erleichterung, die ich verspürte. Jetzt war ich endlich wieder komplett.
„Wir lassen euch erst mal alleine. Meldet euch, wenn die Zeit dafür ist.", sagte Anne. Harry nickte.
„Ich Danke euch." Selbst als die beiden gegangen waren, hielt ich mich noch an Harry fest. Für meinen Geschmack war er viel zu lange weg gewesen.
„Ich war ziemlich lange unterwegs, wollen wir uns ins Schlafzimmer setzen?" Ich nickte leicht, nahm Harrys Hand und ging voraus ins Schlafzimmer. Während ich mich auf das Bett setzte, zog Harry alles bis auf seine Unterwäsche und ein Shirt aus und kam dann endlich zu mir. Er setzte sich an den Kopf des Bettes, ich bettete meinen Kopf auf seiner Brust und seufzte.
„Du warst viel zu lange weg." Harry drückte mich an sich und küsste meinen Kopf.
„Das war ich. Ich hätte bei dir sein sollen. Doch jetzt bin ich ja hier.", sagte er leise. Ich blickte zu ihm auf und lächelte, als er es tat. Sanft küsste er mich.
„Erzählst du mir nun, was mit der Hochzeit los ist?", fragte Harry mich. Unsicher sah ich zu ihm auf, zwischen seinen Augen hin und her. Dann setzte ich mich auf und atmete tief durch, bevor ich es ihm versuchte zu erklären.
„Ich dachte, würde anders sein, die Hochzeit noch mal zu planen. Und eigentlich dachte ich, wir lassen alles so wie es war, doch dann haben deine Mum und deine Schwester mir diese ganzen Fragen gestellt und ich wusste nicht, ob ich es noch so wollte. Seit ich mich wieder an alles erinnere, habe ich das Gefühl, dass wir bei der Hochzeit viel zu wenig wert auf das legen, was wirklich wichtig ist - das wir zusammen sind, für den Rest unseres Lebens." Harry hatte mich nicht unterbrochen, mich einfach nur angesehen, während ich mich erklärt hatte. Jetzt kam leben zurück in seinen Körper. Vorsichtig nahm er mein Gesicht in seine Hände.
„Du bist der wundervollste Mensch auf der Welt. Ich stimme dir vollkommen zu, denn das wichtigste ist, dass wir heiraten und wenn du das lieber im kleinen Rahmen möchtest, komme ich deinem Wunsch nach. Ich liebe dich und würde alles für dich tun.", sagte er und küsste mich. Eine weitere Träne lief meine Wange hinunter. Harry wischte sie weg und lächelte.
„Was wünschst du dir?", hauchte er.
„Die Hochzeit im Hampton Court House ist die Hochzeit meiner Träume. Ich möchte es allen recht machen und jeden mir lieben Menschen einladen. Auf der anderen Seite würde ich gerne augenblicklich mit dir nach Vegas fliegen und es einfach offiziell machen.", sagte ich, weshalb Harry schmunzelte.
„Was denkst du denn darüber?", fragte ich. Harry zog mich zurück zu sich.
„Du weißt, dass ich nicht so viel wert auf viele Dinge lege, wie du. Ich glaube, dass wir viele Leute enttäuschen, wenn wir die geplante Hochzeit abblasen." Harry hatte recht und doch stimmte es mich traurig, nicht wirklich eine Wahl zu haben.
„Und doch können wir im kleinsten Kreis der Familie heiraten." Verwirrt sah ich zu ihm.
„Wir packen alles wichtige ins Auto, fahren Richtung Süden, bis wir in die wunderschöne kleine Stadt am Meer kommen, gehen in das romantische Rathaus, gefolgt von unserer Familie und heiraten." Überwältigt von dieser Idee küsste ich Harry. Stürmisch warf ich mich auf ihn und konnte das Lächeln beim küssen nicht unterdrücken. Harry drehte uns und stoppte den Kuss.
„Wir heiraten bei dir zuhause.", hauchte Harry.
„Wir heiraten, das ist das einzige was zählt." Seine Augen strahlten. Sie spiegelten nur zu gut wieder, wie es tief in meinem Inneren aussah. Mein Herz raste und in meinen Gedanken spielte sich unsere traumhafte Hochzeit in meiner Heimat ab.
„Ich liebe dich so sehr." Harry streichelte über meine Wange, küsste mich ein kurzes, süßes Mal.
„Ich liebe dich auch, mehr als alles andere."
„Jetzt brauchen wir nur noch einen Termin.", sagte ich und spielte lächelnd mit einer seiner Locken.
„Das ist dann schon ein größeres Problem. Meine Tour geht noch eine Weile und meine Karriere lässt sich schließlich auch noch auf Eis legen.", sagte er und trübte meine Laune damit etwas. Vergangen war die anfängliche Euphorie.
„Hey, wir finden einen Termin. Direkt nach der Tour können wir heiraten. Ich bleibe die nächsten zwei Tage hier. Dann bin ich noch zwei Wochen in den USA. Danach nur drei in Europa. Und dann können wir heiraten. So schnell wie möglich! Wir heiraten im Juni!", sagte er.
„Im Juni?"
„Im Juni. Wir beide heiraten in Juni!" Harry lächelte und nahm mich in den Arm.
„Aber ein Problem habe ich noch.", sagte ich und wandte mich aus seiner Umarmung.
„Was denn?", fragte Harry erschrocken.
„Nimm mich mit."
„Mit wohin?", fragte er verwirrt.
„Nimm mich mit durch Europa. Nimm mich mit auf deine Tour. Ich verspreche lieb zu sein, doch lass mich nicht alleine hier. Ich brauche dich!"
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Understand (III)
Fiksi Penggemar"Hallo?" "Harry? Wo bist du?", fragte ich eilig. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren. "Ich bin auf dem Weg nach Hause. Was ist denn?" "Komm zurück. Und beeil dich.", sagte ich und wartete seine Antwort nicht ab. Ich hörte noch, wie er wendete, bevo...
