Es war dunkel und der kalte Wind wehte mir die Haare ins Gesicht. Alles was ich sah, waren Schatten von Bäumen, die mich umgaben. Ich drehte mich im Kreis, suchte nach einem Anhaltspunkt; einem Licht oder etwas ähnlichem, doch ich entdeckte nichts. Panisch rief ich um Hilfe. Ich schrie nach Harry und lief dann in eine willkürliche Richtung los. Stimmen erklangen, doch ich kannte sie nicht.
„Er ist nicht hier.", riefen sie.
„Er hat dich verlassen, schon vergessen?"
„Du bist nicht gut genug für ihn!" Verzweifelt hielt ich mir die Ohren zu und versuchte die Stimmen aus meinem Kopf zu verbannen, doch es half nichts. Ich stolperte und fiel zu Boden. Die Äste rammten sich durch die Haut meiner Hände, was mich aufschreien ließ. Zitternd zog ich die Splitter hinaus und sah das Blut meine Hand hinunter laufen. Auf die selbe Weise liefen Tränen meine Wangen hinunter.
Ich war alleine hier. Ganz alleine. Ohne Harry.
„Vergiss ihn, er hat dich schon lange vergessen.", hörte ich eine Stimme hinter mir.
„Nein!", rief ich. „Das ist nicht wahr! Harry liebt mich!"
Die Stimme lachte heiser, der nächste Windzug fühlte sich an, als würde eine kalte Hand meine Wange streicheln. Fröstelnd legte ich die Arme um meine Beine und schaukelte, um mich zu beruhigen.
„Egal was du machst, du kriegst ihn nicht zurück." Von Wut gepackt sprang ich auf und lief weiter. Ich versuche die Äste, die mir ins Gesicht schlugen, zu ignorieren, doch sie taten zu sehr weh. Schon nach wenigen Minuten stolperte ich erneut. Dieses Mal nicht auf meine Hände, sondern so, dass ich liegend in den Himmel sah.
„Arme Mary... ganz alleine.", hauchte die Stimme. Schluchzend wischte ich die Tränen weg und versuchte mich zu beruhigen. Kaum klärte sich meine Sicht, sah ich eine dunkle Figur vor mir stehen. Bevor ich reagieren oder etwas sagen konnte, schob sie ihre Kapuze nach hinten und starrte mich wütend an.
„Harry?" Er lächelte nicht, sah mich wütend an und holte ein Messer hinter seinem Rücken hervor.
„Harry, nein!!", schrie ich.
Schweißgebadet wachte ich auf. Ich saß im Bett und spürte Arme um mich, die mich fest drückten. Panisch wandte ich mich. Ich stoppte erst, als ich in Harrys grüne, beruhigende Augen sah.
„Hey, hey. Es ist alles gut. Es war nur ein Traum. Nur ein Traum.", flüsterte er. Ich nickte und presste mich weinend an ihn. Harry strich mir über die Haare und versuchte mich zu beruhigen. Nach einigen Minuten hatte er dabei etwas Erfolg.
„Gehts wieder?", fragte er leise. Ich nickte und wischte die Tränen von meinen Wangen.
„Möchtest du mir davon erzählen?" Er hielt mein Gesicht in meinen Händen, sah mir tief in die Augen. Ich schüttelte meinen Kopf. Harry lehnte sich nach hinten, sodass ich mich an ihn kuscheln und mein Gesicht auf seiner Brust platzieren konnte. Sein Herzschlag beruhigte mich mehr und mehr, doch daran meine Augen zu schließen und zu schlafen konnte ich nicht mehr denken.
„Harry?" Er grummelte und zog mich näher zu sich.
„Schläfst du?", flüsterte ich. Als er sich unter mir bewegte, setzte ich mich auf und sah ihn abwartend an.
„Jetzt nicht mehr. Was ist denn?" Verlegen spielte ich mit der Decke und hielt meinen Blick gesenkt.
„Babe?" Ganz sanft und langsam hob Harry mein Kinn an. Sein Blick zeigte Liebe und Sorge und das, obwohl er müde war.
„Ich kann nach dem Traum nicht mehr schlafen.", gab ich zu.
„War der Traum so schlimm?" Nickend biss ich mir auf die Lippe.
„Hatte er etwas mit mir zu tun?", fragte er.
„Ja, ich, ich war alleine im Wald und da waren so Stimmen, die mir gesagt haben, dass ich dich nicht haben kann und dass ich ganz alleine bin. Und dann bist du aufgetaucht und wolltest mich umbringen." Schockiert sah er mich an und zog mich dann in seine Arme.
„Ich werde dich nicht verlassen, niemals. Und noch weniger würde ich dir jemals etwas antun. Ich liebe dich, mehr als jeden anderen auf er Welt! Du bist mein Leben!" Als er schwieg, ließ ich leicht von ihm ab und sah ihm in die Augen. Ich konnte sehen, dass er jedes seiner Worte so meinte. Und es machte mich sprachlos.
Überwältigt von meinen Emotionen presste ich meinen Mund auf Harrys. Es dauerte etwas, doch dann reagierte auch er. Seufzend nahm er mein Gesicht in seine Hände und küsste mich leidenschaftlich. Ich schob die Decke beiseite und setzte mich auf Harrys Schoß, wo mich empfing, was ich erwartet hatte.
Es war, als würde die Luft knistern, als Harry mein T-Shirt hochschob und es mir in einem Zug über den Kopf zog.
Meine Hände fuhren über seinen Körper, über jeden einzelnen seiner Muskeln. An manchen stellen zuckte Harry zusammen, doch die Erregung übernahm die Oberhand.
„Ich dachte du bist müde."
„Halt die Klappe.", hauchte Harry an meine Lippen. Er hob mich an und drehte uns, sodass ich unter ihm lag. Grinsend fuhr seine Hand von meiner Hüfte hinauf zu meiner Brust.
„Ich liebe dich.", sagte er und bevor ich irgendetwas erwidern konnte, nahmen seine Lippen Besitz von meinen. Seine Hände wanderten an meinem Körper hinab und fingen an, diese unglaublichen Dingen mit mir zu tun. Ich krallte mich in Harrys Rücken und presste mich an ihn.
„Sieh mich an.", hauchte Harry. Als ich meine Augen öffnete, blickte ich in seine. Sie waren erfüllt von Lust und Liebe und ließen sein Gesicht strahlen.
„Ich liebe dich.", raunte ich. Gleich darauf nahm Harry mir die Luft, als er mit einem Mal in mich eindrang. Während wir uns liebten, sah Harry mir tief in die Augen. Es war so intensiv, da ich in seinem Gesicht lesen konnte, was in ihm vorging.
Ich übernahm die Führung und setzte mich auf Harry, was er überrascht grinsend hinnahm.
„Jetzt zeig ich's dir!", raunte ich und fing an mich zu bewegen. Harry keuchte auf und rollte mit den Augen. Was für ein Vergnügen es mir jedes Mal aufs Neue bereitete, ihm diese Freude zu bereiten.
„Stop, stop, stop.", sagte er plötzlich und hielt meine Hüfte fest.
„Den Rest machen wir gemeinsam.
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Understand (III)
Fanfiction"Hallo?" "Harry? Wo bist du?", fragte ich eilig. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren. "Ich bin auf dem Weg nach Hause. Was ist denn?" "Komm zurück. Und beeil dich.", sagte ich und wartete seine Antwort nicht ab. Ich hörte noch, wie er wendete, bevo...
