„Ich liebe dich auch, aber ich muss jetzt wirklich los.", sagte ich zum dritten Mal. Harry zog mich an der Hand wieder zu sich und küsste mich drängend.
„Sei nicht nachtragend wegen gestern, bitte. Es tut mir leid und ich mache das wieder gut, wenn-„
„Wir klären das, wenn du wieder da bist. Ich liebe dich.", rief ich und stieg die Treppe hinauf in das Flugzeug. Der Wind wehte mir meine Haare ins Gesicht.
„Ich liebe dich auch.", hörte ich Harry noch sagen, bevor die Türen geschlossen wurden. Erschöpft setzte ich mich auf einen der Sitze und seufzte. Harry winkte mir, was ich erwiderte. Es war erst kurz nach 8, weshalb ich mehr als nur müde war. Die nächsten zwei Stunden würde ich sicher schlafen. Wenn mein Herz sich beruhigen würde.
Nachdem das Flugzeug abgehoben war, lehnte ich mich im Sitz zurück und schloss meine Augen. Es dauerte nur wenige Minuten, bis ich eingeschlafen war. Eine Stewardess weckte mich kurz vor der Landung.
Nervös schaltete ich mein Handy ein. Ich hatte mehrere Nachrichten von Harry und einige von Scott. Schnellen Schrittes verließ ich das gelandete Flugzeug und bestieg das Taxi, das auf mich wartete.
"St. Thomas Hospital, bitte.", sagte ich zu dem Fahrer, der nickte und den Wagen startete. Erst dann las ich die Nachrichten. Harry schrieb mir, dass es ihm unglaublich leid tat und dass ich ihm verzeihen sollte. Obwohl mein Kopf überfüllt war, wusste ich tief in mir, dass ich ihm sowieso nicht lange böse sein konnte, also schickte ich ihm eine Sprachnachricht.
"Mach dir keine Gedanken, Schatz. Ich liebe dich und glaube dir, dass das gestern nur ein Ausrutscher war. Ich fahre jetzt ins Krankenhaus und melde mich, wenn ich genaueres weiß. Ich liebe dich". Dann las ich Scotts Nachrichten. Er hielt mich so gut es ging auf dem Laufenden.
"Danke.", sagte ich und bezahlte den Taxifahrer, bevor ich ausstieg. Ich eilte die Treppen hinauf in das Gebäude zum Empfang.
"Hallo, ich suche Malya Mitchell, sie bekommt gerade ihr Kind."
"Sind Sie eine Verwandte?", fragte die Schwester. Ich sagte nichts, blickte sie nur bittend an, weshalb sie seufzend nachgab.
"Sie ist im Geburtssaal 4, den Gang hinunter und dann rechts." Ich hauchte ein Danke und eilte dann den Gang hinunter. Vor der Tür traf ich Scott und Lydia, Lyas Mum.
"Da bist du ja endlich.", seufzte Scott und umarmte mich.
"Ja, endlich. Wie geht es ihr? Ist das Baby schon da?", fragte ich an Lydia gewandt. Sie schüttelte den Kopf. Was war los?
"Sie wird gerade untersucht. Nachdem ich dich angerufen habe, haben die Wehen nachgelassen. Der Muttermund ist noch nicht weit genug geöffnet.", erklärte Scott. Ich nickte und setzte mich neben ihn. Obwohl ich letztens erst bei Gemma im Krankenhaus gewesen war, war dies hier anders. Es war fast, als würde ich ein Kind bekommen. Meine Hände zitterten und ich sprang augenblicklich auf, als die Zimmertür geöffnet wurde.
"Es geht ihr gut, doch es dauert noch etwas, bis das Kind kommt.", teilte der Arzt uns mit. Ich nickte und eilte den anderen beiden voraus in das Zimmer. Lya lag auf der Seite mit dem Rücken zu uns. Sie war an viele Geräte angeschlossen.
"Hey, Süße.", sagte ich und ging zu ihr. Sie lächelte mich erschöpft an.
"Wird ja auch Zeit, dass du endlich kommst. Ich dachte schon, du verpasst den ganzen Spaß." Lächelnd drückte ich ihre Hand und legte meine andere auf ihren Bauch.
"Sie lässt sich also noch etwas Zeit." Lya nickte und fuhr mit meiner Hand über den Bauch.
"Sie können nichts genaues sagen, aber es ist nicht wahrscheinlich, dass sie erst in den nächsten Tagen kommt.", sagte Lya und seufzte. Scott reichte ihr ein Glas Wasser. Die nächsten Stunde beschäftigten wir Lya. Sie fragte mich über die Tour aus und im Anschluss daran nach der geplanten Hochzeit. Da wurde Lydia auch neugierig. Sie fragte mich nach Harry und ich beantwortete jede Frage wahrheitsgemäß.
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Understand (III)
Fanfiction"Hallo?" "Harry? Wo bist du?", fragte ich eilig. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren. "Ich bin auf dem Weg nach Hause. Was ist denn?" "Komm zurück. Und beeil dich.", sagte ich und wartete seine Antwort nicht ab. Ich hörte noch, wie er wendete, bevo...
