Teil 51 - Konzertvorbereitungen

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Aufgeregt und doch etwas gelangweilt drehte ich mich auf dem Stuhl und blickte durch den Raum.
„Wo wirst du eigentlich sein, während des Konzertes?", fragte Laura mich, während sie mit ein paar letzten Handgriffen für das Konzert hergerichtet wurde.
„Harry meinte ich kann mich bei den Kameraleuten aufhalten. Dort kann ich dann alles gut sehen, hoffe ich.", sagte ich und lächelte.
„Du wirst alles perfekt im Blick haben." Harry küsste mich auf die Wange und zog Laura im Vorbeigehen an den Haaren. Während sie sich darüber beschwerte, sah ich ihm hinterher und freute mich. Ich freute mich, dass ich hier war. Mit Harry.
„Schon aufgeregt?", fragte er mich, bevor er sich mit einem Wasser in der Hand neben mich auf den Stuhl setzte.
„Etwas und du?"
„Ziemlich. Das da hinten ist übrigens Greg, an den musst du dich halten, um den besten Blick zu haben.", erklärte Harry mir. Ich folgte seinem Blick und winkte, als Greg fragend zu uns hinüber sah.
„Harry, Laura, ihr müsste jetzt auf die Bühne zum Soundcheck.", sagte eine jungen Frau. Harry küsste mich und folgte Laura dann. Etwas verloren blieb ich in der Maske zurück und sah mich um. Es war nichts weiter als ein etwas größerer Raum mit Schminktischen und Spiegeln daran.
„Mary?" Überrascht drehte ich mich um.
„Cam?" Ich nahm sie in den Arm und versuchte es nicht für zu voll zu nehmen, dass ich ihre Anwesenheit bei den Konzerten fast gänzlich verdrängt hatte.
„Wie geht es dir? Ich habe gehört du hast endlich dein Gedächtnis wieder.", sagte sie und zwinkerte mir zu.
„Jetzt, wo es endlich wieder da ist, geht es mir sehr gut. Und dir? Bist du schon aufgeregt?" Cam setzte sich an einen der Tische und ließ sich die Haare machen. Dabei erzählte sie mir von ihrem Konzertalltag mit meinem Verlobten.
„Bei den ersten 5 Konzerten war ich unglaublich nervös und das bin ich auch noch immer, doch Harrys Selbstverständlichkeit auf der Bühne zeigt mir, dass ich das gar nicht sein muss. Er ist so sicher und selbstbewusst, das beruhigt mich etwas. Meistens zumindest." Ich lachte mit ihr.
„Seit wann bist du hier?"
„Ich bin gestern mit Harry und den anderen gekommen. Er war wegen seiner Schwester in London, sie hat ihr weites Kind bekommen. Und dann bin ich mit ihm geflogen.", sagte ich und lächelte.
„Das war aber nicht geplant, oder?"
„Nein, das war ganz spontan. Konnte ja auch keiner ahnen, dass ich mein Gedächtnis doch noch ganz wieder erlange.", sagte ich lachte traurig. Cam sah mich mitleidig an und ich wusste, dass ihr noch etwas auf den Lippen lag.
„Wie geht es dir damit wirklich?"
Ich zuckte mit den Schultern und fing an mit meinen Haaren zu spielen.
„Es war anfangs wirklich verwirrend. Ich wusste nicht was ich fühlte und Harry ging es damit ziemlich mies. Aber jetzt ist eigentlich alles wie vorher. Nur, dass wir jetzt noch den Mist aufräumen und aufarbeiten, der wegen meiner Amnesie entstanden ist...", seufzte ich. Cam legte ihre Hand auf mein Bein, lächelte mich freundlich an.
„Das wichtigste ist doch, das jetzt alles wieder gut ist.", sagte sie, weshalb zustimmend nickte.
„Musst du nicht auch zum Soundcheck?" Cam nickte und stand von ihrem Stuhl auf.
„Allerdings. Möchtest du mitkommen?", fragte sie freundlich.
„Nein danke, ich Ruhe mich noch etwas aus vor dem Konzert." Cam drückte mich und verschwand dann in die selbe Richtung, in die vorhin auch Harry und Laura gegangen waren. Ich entschied die Maske zu verlassen und das Gelände etwas zu erkunden. Dank des Ausweises, der mir um den Hals ging, wurde ich nur halb so oft nach meinem Namen gefragt, wie gestern. Es kam mir unfair vor, als ich durch die arbeitenden und gestressten Menschen lief und mich dabei nur umsah. Da jeder hier ein T-Shirt mit seinem hinten drauf trug, erkannte ich ein paar Leute wieder. Darunter auch Greg. Als er mich entdeckte, kam er lächelnd auf mich zu und reichte mir seine Hand.
„Hey, ich bin Greg. Du musst Mary sein."
„Hallo, ja das bin ich. Harry hat mir gesagt ich soll mich während des Konzertes an dich halten.", sagte ich lächelnd.
„Da ich mich um die Aufnahmen der mittleren Bühne kümmere, muss ich ihm da wohl zustimmen. Hast du schon etwas gegessen? Das Konzert beginnt in zwei Stunden und dauert etwas."
„Nein, ich hab noch Zeit mit der Band verbracht."
„Dort hinten gibt es ein kleines Buffet für die Mitarbeiter. Da wird sich niemand beschweren, wenn du dich bedienst.", sagte er und zwinkerte mir zu. Obwohl Greg etwas jünger war, erinnerte er mich an meinen Vater. Er war charmant und höflich und hatte die gleiche Frisur.
„Gut zu wissen. Wo muss ich später genau hin?"
„Ich kann dich an Harrys wage abholen, wenn das für dich in Ordnung ist.", sagte Greg.
„Selbstverständlich. Dann bis später."
„Bis dann." Mit einem Lächeln auf den Lippen ging ich am beschriebenen Büfett vorbei, nahm mir einen Teller und lief dann mit dem Essen zurück zu Harrys Wagen. Er hatte mir vorhin extra den Schlüssel dafür gegeben. Ich setzte mich auf die kleine Couch, schaltete den Fernseher ein und begann zu essen. Mein Teller war noch nicht leer, da klopfte es an der Tür.
„Mary?"
„Harry?", entgegnete ich und lachte. Grinsend kam er zu mir, küsste mich drängend und schob dabei meinen Teller beiseite.
„Harry, das Essen."
„Scheiß drauf.", raunte er, hob mich an meinen Oberschenkeln hoch und warf mich gleich darauf auf das Bett.
„Du hast mir gefehlt.", raunte er, während eine seiner Hände meinen Oberschenkel hinauf fuhr. Die andere glitt zu meiner Brust, welche er gleich darauf drückte, was mich aufstöhnen ließ.
„Was hast du vor?", fragte ich keuchend, als er mich drängend küsste und dabei war, meine Hose zu öffnen.
„Nach was sieht es denn aus?", raunte er, küsste meinen Hals hinab.
„Ich verführe meine atemberaubend heiße Verlobte, weil sie mich so anmacht und ich sie liebe."
Ich zog Harry zu mir hinauf und erwiderte sein Verlangen, indem ich meine Hüfte gegen seine drückte.
„Du machst mich verrückt..."

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