Eine Art Horn ertönte und eine große Menge an Orks kam aus den Löchern marschiert.
Dáin rannte, nicht mehr die Elben beachtend, auf die Orks zu, mit einem Teil seines Heeres.
"Die Elben... werden sie nicht kämpfen?" Hörte ich Bilbo fragen, nachdem sich nichts bewegt hatte.
Ich konnte Gandalfs besorgten Blick sehen, der auf dem Fürsten und seinem Anhängsel lag.
Würde ihnen niemand zur Hilfe kommen, wäre das Ihr Untergang.
Sie können nicht gegen so viele Orks alleine kämpfen.
Es waren viel zu viele.
Dáins Armee nahm nicht einmal ein Viertel der Ork Armee ein.Suchend blickte ich mich um.
Als ich Bard sah, der nicht weit von uns entfernt war, lief ich auf ihn zu.
Sein Blick war auf das Geschehen vor uns gerichtet und ich musste ihm mehrmals auf das Bein klopfen, bevor er mich überhaupt wahrnahm.
Als er mich dann allerdings sah, wurden seine Augen großen: „Was tust du hier?"
„Ich werde euch nicht in den Krieg ziehen lassen, währenddessen ich mich verstecke", rechtfertigte ich mich.
Er war dabei vom Pferd zu springen, da legte ich sanft meine Hand auf seine: „Bard. Lass es gut sein. Ich-."
„Hier geht es nicht darum uns im Stich zu lassen, Freya! Im Krieg kämpft jeder für sich alleine. Ich kann dich nicht beschützen", unterbrach er mich.
„Du wirst mich nicht beschützen müssen", versicherte ich ihm.
Spöttisch zog er eine Augenbraue in die Höhe: „Ach, und wo ist deine Waffe?"
Ertappt schaute ich auf den Boden.
Sanft legte er einen Finger unter mein Kinn und hob es, sodass ich ihm in die Augen schauen musste: „Nimm meinen Dolch und lauf in die Stadt."
Er reichte mir einen Dolch mit einer langen Klinge und einem goldenen Griff.
Vermutlich brachte er mir nichts, doch ich fühlte mich sicherer mit ihm in der Hand.
„Werden wir Ihnen nicht helfen?" Fragte ich und zeigte auf die Truppen.
Das war eigentlich der Grund gewesen, warum ich ihn aufgesucht hatte.
„Thranduil! Das ist doch Wahnsinn", hörte ich in dem Moment Gandalf brüllen.
Thranduil blickte zu ihm und sein Blick war gehetzt.Die Zwerge hörten auf zu rennen und bildeten eine Mauer aus Schilden und Speeren.
Gebannt schaute ich dabei zu, wie die Orks, die Zwerge fasst erreicht hatten.
Alles war auf einmal in Zeitlupe und ehe ich mich versah setzten sich die Elben in Bewegung und sprangen über die Zwerge, mit gezogenem Schwert, auf die Orks zu.
Und so begann das Blutbad.Ich stand nach wie vor wie gebannt auf einer Stelle und betrachtete nur das Geschehen.
Mein Blick landete immer mal wieder auf die zu Boden fallenden Körper.
Mit kurzen kraftvollen Bewegungen beendeten die Elben die Leben der Orks, doch auch die Elben waren nicht immer davon gekommen.
An manchen Stellen glitzerte mir goldenen Rüstung vom Boden entgegen und ich musste schwer schlucken.
Ich war aus meinem Dorf geflohen, um ein neues Leben zu beginnen und nun stehe ich hier.
Auf einem Schlachtfeld, verfolgt vom Bösen.Die Zwerge gaben ihre Schutzmauer auf und rannten mit nach vorne zeigenden Sperren auf die Orks zu.
Ein paar der Orks entkamen den Speeren nicht und wurden aufgestochen.
Doch schon bald brach das Ganze und Orks drangen nun auch zu den Zwergen durch.Ich schaute nach hinten zum Berg.
Niemand stand nun mehr auf der Mauer.
Ob sie uns helfen kommen werden?
Oder ob sie sich verstecken werden und abwarten?Ich blickte wieder hinauf zu Bard, dessen Blick geschockt wirkte.
Mehrmals schnappte er nach Luft und wirkte deutlich unruhig.
"Du musst hier weg", hörte ich ihn sagen.
"Nein."
Sein Blick wurde sauer: „Verstehst du denn nicht? Es ist zu gefähr-."
„Ach... und all die anderen? Was ist mit deinen Leuten? Den Fischern, den Händlern? Sollen sie hier bleiben und sterben, währenddessen ich davon laufe?!" Nun war auch ich wutentbrannt.
Plötzlich wurden seine Augen sanft: „Ich mache mir Sorgen. Ich habe Angst dich zu verlieren."
Anstatt ihm zu antworten schenkte ich ihm ein Lächeln und nickte leicht, bevor ich wieder nach vorne schaute.
Die Bürger der zerstörten Seestadt kämpften nicht.
Noch nicht.Um weiteren Diskussionen zu entkommen lief ich wieder zu Bilbo und Gandalf.
Beide blickten den Elben nach, die in den Kampf zogen.
„Äh, Gandalf... ist es ratsam hier zu stehen?" Fragte Bilbo.
Trotz der ernsten Situation blickte ich zu Bilbo und schüttelte belustigt den Kopf, doch lange blieb mir nicht, da ertönte erneut das Horn und ich sah, wie sich Gandalf besorgt umblickte.
„Was ist los?" Fragte ich ihn und folgte seinem Blick.
Mein Blick fiel auf Thranduil, der einen Befehl gab und die Bogenschützen darauf ihren Bogen spannten.
Thranduil ritt auf seinem Hirsch nervös hin und her.Mit einem Mal drehte sich ein Teil der Orkheere um und gingen auf die Stadt zu.
"Nein", flüsterte ich und blickte geschockt zu Bard.
Auch Gandalf blickte den Gruppen geschockt hinterher.
"Azog⬆️", sagte Gandalf zu sich selber.
„Der Schlächter", ergänzte ich und verstand sofort: „Er will uns von den anderen trennen!"„Alle herhören", hörte ich Bard zu seinen Männern brüllen: „Rückzug nach Thal. Jetzt!"
Nicht nur die Orkarmee ging auf Thal zu.
Es gesellten sich neue Biester dazu.
Sie waren riesig und den Orks gar nicht so unähnlich.
Sie trugen etwas auf ihrem Rücken, was ich aus dieser Entfernung nicht sehen konnte.
Plötzlich rannten Bilbo und Gandalf los, so wie die anderen, in Richtung Thal.
Doch anstatt ihnen zu folgen drehte ich mich um und rannte in Richtung Berg.
Oh bitte, lass das keine blöde Idee gewesen sein, dachte ich mir.Ich drehte mich immer mal wieder um und sah, wie Thranduil dabei war ebenfalls zu kämpfen.
Er war mitten im Geschehen und kämpfte wie ein Gott.
Das erinnerte mich an Legolas, seinem Sohn.
Dieser hatte das selbe können, nur mit dem Bogen.Als auf einmal zersplitternder Stein zuhören war, drehte ich mich um.
Ich sah nun, dass die riesigen Geschöpfe Katapulte auf ihrem Rücken hatten und Thal mit monströsen Steinen beschossen.
Auf das konzentriert, was hinter mir geschah bemerkte ich nicht, wie sich mir ein Ork näherte.
Erst als mich etwas packte und mir der faulige Geruch in die Nase stieg schrie ich auf.
Ich begann zu zappeln und probierte an meinen Dolch zu gelangen, was mir erst nach mehreren Anläufen gelang.
Ohne zu denken stach ich ihm in den Hals, sodass er mich fallen ließ und zu Boden ging.
Geschockt schaute ich auf meine Hände, den Dolch und auf den Ork.
Er hatte mich nicht getötet.
‚Du darfst nicht in die Finger dieser Bestien geraten'
Gandalfs Worte fielen mir wieder ein.
Sie wollen mich nicht töten.
Nein, sie brauchten mich lebend.
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Meleth
Fanfiction•Es wird immer gesagt Elben lieben nur ein einziges Mal in ihrem Leben, danach nie wieder• Trotz der Probleme zwischen den beiden, müssen sie einsehen, dass es wichtig ist, von nun an Verbündete zu sein. Sie haben den selben Feind und das selbe Ziel...