Kapitel 22: Spaß im Schnee

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Während des restlichen Weges sagten wir nichts mehr und jeder schien wieder in seinen eigenen Gedanken zu sein. An Mars Haus angekommen warteten auch schon die anderen auf uns.

„Sorry, dauert bei mir alles jetzt ein wenig länger als sonst.", entschuldigte ich uns, da sie gar nicht auf seltsame Ideen kommen sollten. Sie sagte nichts weiter dazu, sondern nickten nur.

„Ich hab noch was im Keller gefunden!", sagte Kilian und holte eine Schlitten aus dem Versteck hervor. Meine Augen wurden riesig.

„Wie geil!", schrie ich und setzte mich sofort drauf, ehe die anderen sich überhaupt einen Millimeter bewegt hatten.

„Von wegen 'Bei mir dauert alles ein wenig länger'.", sagte Milo und fing an zu lachen.

„Klappe!", sagte ich schmollend und setzte mich richtig auf den Schlitten. Auch Lu und Am setzten sich hinter mich. Was gerade noch so klappte. Ich grinste und schlug mit den beiden ein.

„Zieh uns, Ethan!", sagte Lu grinsend und Ethan schnaubte und zeigte ihr den Vogel. Ich schmollte immer mehr und schaute zu Mar, der mich lächelnd beobachtete.

„Kann uns nun einer ziehen?", fragte Am und schaute die Jungs an, die erst einmal alle den Kopf schüttelten und lachten. Die waren schon fies. Erst holte Kilian den Schlitten raus und dann wollte keiner uns ziehen, so ging das doch nicht. Uns musste einer ziehen, anders kamen wir nicht vom Fleck.

„BITTEEEEEEEE!", flehte ich schon fast und schaute zu den Jungs. Milo und Mar verdrehten die Augen und nahmen sich die Schnur und fingen an uns zu ziehen. Ging doch. Ich grinste und schlug wieder mit den zwei hinter mir ein.

„Ihr seid scheiße schwer!", motzte Milo, schaute aber nicht zu uns. Ich zuckte nur mit den Schultern und ließ mich weiter ziehen. Das machte ziemlichen Spaß. Jedoch wurde es auf dem Schlitten schnell kalt, da wir uns einfach nicht bewegten, also hielten Mar und Milo an und ich stieg runter und ging neben ihnen her.

Nachdem auch Am kalt wurde, saß nur noch Lu drauf. Milo und Mar gaben die Schnur an Ethan weiter, der nun Lu zog und auf einmal anfing zu laufen. Lu schrie und hielt sich mit aller Kraft am Schlitten fest. Das war so verdammt lustig. Ich lachte sie aus. Aber Ethan konnte auch ziemlich schnell laufen. Arme Lu. Am Feld angekommen sagte Mar, dass es, wenn wir weiter gehen würden, einen etwas steileren Hang gibt, wo man mit dem Schlitten runter fahren könnte und das ließen sich die Spielkinder nicht zweimal sagen und liefen voran. Ich schaute ihnen nur kopfschüttelnd hinterher.

„Kinder.", kommentierte ich es und Mar nickte und schaute zu mir.

„Ist dir kalt? Du hast ziemlich blaue Lippen!", sagte Mar und ich schüttelte den Kopf. Nein, nur mein Gesicht war kalt und eingefroren, aber der Rest des Körpers ging.

„Nur mein Gesicht.", informierte ich ihn und er nickte und schaute mir lange in die Augen. Auch ich schaute ihm lange in die Augen und wir achteten nicht mehr auf die anderen. Mar nahm meine Hand ich seine, öffnete mit der anderen Hand seine Jacke und zog mich an sich dran und legte die Jacke etwas über mich, damit mein Gesicht an seinem Körper gefangen war und nicht allzu viel Kälte dran kam.

Wie extrem warm Marlons Körper war. Ich wollte erst was sagen, aber ich ließ es und kuschelte mich einfach mit dem Gesicht weiter an seinen Körper. Er roch so gut. So nach Marlon eben. Der beste Geruch der Welt.

„Etwas besser?", flüsterte er gegen meine Haare und ich nickte.

„Danke Mar.", sagte ich und löste mich von seinem Körper. Schaute ihn kurz lächelnd an und lief zu den anderen.

Die schon fleißig den Hang runter rutschten und ziemlich lachten. Nachdem auch Mar kam, stellte er sich hinter mir hin und schaute sich das Schauspiel der anderen auch an. Lachte hin und wieder und gab den anderen Tipps, damit es besser ging. Nahm sich nach einer Zeit aber auch den Schlitten und rutschte und hatte sichtlich Spaß.

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