„Was machst du hier Mum?", fragte Mar und setzte sich an den Küchentisch hin, gefolgt von Tessa, die sich neben ihm setzte und zu mir und der Maus schaute.
„Gucken, ob es Mel gut geht!", sagte Tessa und ich nickte.
„Alles gut. Nur ein bisschen überfordert.", sagte ich und stellte mich zur Maus, die weiter krabbelte und alles genau studierte.
„Glaub ich dir. Nimm es uns bitte bloß nicht übel, dass wir dich immer wieder anlügen mussten in Bezug auf Mar, aber er hat uns gezwungen!"
„Kann ich mir vorstellen. Aber nein, ich nehm es euch nicht mehr übel. Gestern sah die Sache wohl anders aus.", sagte ich und Tessa nickte.
„Glaub ich dir. Aber Mar hat sich wirklich ziemlich ins Zeug gelegt mit dem Haus. Hätte ich ihm nicht zugetraut, aber da sieht man, was eine kleine Familie alles auslösen kann."
„Ist gut, Mum.", mischte sich Mar ein und verdrehte die Augen. Tessa und ich fingen an zu lachen.
„SCHEISSE!", rief ich aus und lief zum Ofen und öffnete ihn. Glück gehabt! Ich testete die Muffins mit einem Stäbchen und nahm sie raus und stellte sie auf die Arbeitsplatte.
„Puh. Zum Glück nichts verbrannt.", sagte ich und schaute zum Marmorkuchen, der aber noch mindestens 20 Minuten backen musste.
„DIE Muffins?", fragte Tessa und ich nickte.
„Ja, DIE Muffins! Aber wenn du nicht lieb bist, bekommst du keinen!", drohte Mar seiner Mum grinsend, die eine Augenbraue hoch zog und Mar gegen den Arm schlug.
„Nur, weil du deine Füße nun nicht mehr unter meinen Tisch stellst heißt es noch lange nicht, dass du keinen Respekt mehr vor mir haben musst, PRINZ!", äußerte sich Tessa und ich grinste Mar einfach nur ziemlich breit an und nickte zusätzlich. Richtig so!
„Ok, ok!", ruderte Mar zurück und rieb sich über den Arm, wo Tessa ihn geschlafen hatte. Idiot.
„Geht doch. Soll ich dir helfen Mel?", fragte Tessa dann, aber ich schüttelte den Kopf.
„Nein, alles erledigt. Aber weißt du, wann die anderen kommen wollten? Mar wollte mir nämlich noch die Einfahrt, den Garten und den Balkon zeigen.", fragte ich Tessa und ging zur Maus, die zum Flur krabbeln wollte, nahm sie und drehte sie um, als sie mich anlachte und weiter krabbelte.
„Mein Gott, sie wird immer schneller!", sagte ich und schaute ihr nur hinterher.
„Glaube, sie hatten eben was von 16 Uhr erzählt. Also hast du noch knapp 2 Stunden.", sagte Tessa und schaute wieder zur Maus, die wieder am Kinderwagen war.
„Dann würde ich sagen, wir fangen mit der Einfahrt an, wenn der Kuchen fertig ist.", sagte Mar und ich nickte und schaute zum Kuchen.
„Deswegen sind auch fast überall noch die Rollos runter?", fragte Tessa und stand auf, ging zum Kühlschrank und nahm sich eine Flasche raus.
„Genau.", sagte Mar und ich setzte mich zurück auf den Stuhl. Ließ die Maus aber nicht aus den Augen. Oh Gott, wie es sein wird, wenn der Prinz anfängt zu krabbeln?
„Na dann, kann ich ja wieder zu uns gehen! Soll ich die Maus mitnehmen?", fragte Tessa, ich schüttelte den Kopf und schaute zu Mar, der wieder einmal die Augen verdrehte und seufzte.
„Lass sie ruhig hier.", sagte ich und Tessa nickte, trank kurz und stand auf.
„Dann bis gleich!", sagte sie, küsste die Maus kurz und den Prinzen und verschwand.
„Hat deine Mum einen Schlüssel?", fragte ich Mar, der seufzend nickte.
„Ich glaube, das war ein Fehler ihr einen zu geben.", stöhnte er und schaute zu seiner Schwester, die auf der Krabbeldecke saß und mit dem Ball hantierte.
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Summer Time
Romantik[Teil 3] Irgendwas war immer noch zwischen Melody und Marlon. Es ging einfach nicht, dass sie nichts mehr miteinander zutun hatten. Sie brauchten einander. Vielleicht sogar mehr als jemals zuvor. Die Geburt stand an und Marlon wurde klar, dass er 's...
