„Engel.", fing Mar an und hatte somit wieder meine volle Aufmerksamkeit.
„Heute vor einem Jahr sind wir zusammen gekommen. Heute vor einem Jahr haben wir uns zum ersten Mal 'Ich liebe dich' gesagt. Heute vor einem Jahr hat sich alles verändert. Wie lange kennen wir uns schon? Seit kurz nach der Geburt, wenn man unseren Eltern glauben schenken kann. Es sind nun über 20 Jahre und diese Zeit habe ich gebraucht um zu merken, wie wichtig du mir bist. Was für ein fester Bestandteil du in meinem Leben bist.
Kannst du dich noch an das erste Flaschendrehen hier am Baum erinnern? Als dich jemand gefragt hatte wer deinen ersten Kuss bekommen hat? Du sagtest 'Niemand', doch das stimmte nicht. Kannst du dich dran erinnern, als wir gerade einmal 5 Jahre waren? Als Ethan mir mit dem Stock voll gegen den Mund gehauen hat und weggelaufen ist? Als ich weinend auf dem Boden saß und du schnell zu mir gelaufen kamst, mein Gesicht in deine Hände genommen hast, mir gegen die Lippen gepustet hast und mir dann einen Kuss auf meine Lippen gegeben hast? Als du sagtest, dass man das immer macht, da der Schmerz dann ganz schnell weg geht? Engel, auch wenn es nur ein 'Kinderkuss' war ohne eine wirkliche Bedeutung, war das wohl dein erster Kuss, den du jemals jemanden anderes gegeben hast und zwar mir.
Danach verstanden wir uns gut, wirklich gut, aber als Kinder versteht man sich ja eigentlich mit jedem. Nachdem wir die Schule wechselten du dich von uns abgekapselt hast und das ganze 7 Jahre? Wo wir keinen wirklichen Kontakt mehr hatten? Mir war es, wenn ich ehrlich bin auch egal, weil ich immer dachte wir wären dir zu chaotisch, das es einen ganz anderen Grund hatte, habe ich leider ziemlich spät erfahren.
Als wir uns das erste mal auf der Party wegen der bescheuerten Wette wieder in die Augen gesehen haben und du diesen pinken Häschen Pyjama an hattest? Engel, deine Augen, die mir danach nicht mehr aus dem Kopf gingen. Ich habe so oft probiert es zu verdrängen, da du eben nicht der Typ Mädchen warst den ich sonst bevorzugt habe. Du mit deiner Brille, den viel zu großen Anziehsachen, den komischen Turnschuhen und deiner schüchternen Art, die irgendwie niedlich war. Aber das klappte nicht mehr wirklich. Du hattest dich dort schon in meinem Kopf festgesetzt, jedoch wollte ich es nicht wahr haben.
Als wir nach der Parkgeschichte bei mir gelandet sind und uns das erste Mal richtig Unterhalten haben, nach den ganzen Jahren? Du mir erzähltest warum es überhaupt dazu kam. Wir danach unsere erste Wette hatten, die du gewannst? Wir aber beide Wetteinsätze am nächsten Tag eingelöst hatten? Du das erste Mal bei mir geschlafen hast? Unsere erste Nacht, in der du so friedlich neben mir geschlafen hast und am nächsten Morgen auf meiner Brust lagst? Wie rot du wurdest? Es war so ungewohnt für mich, das ein Mädchen so verdammt rot wurde, nur weil es auf meine Boxershorts sah. Oh Gott, Engel. Wenn ich jetzt noch dran denke muss ich ziemlich Schmunzeln.
Als ich dich dort zum ersten Mal mit zur Uni genommen habe und du mich tatsächlich gefragt hattest, ob es mir recht wäre, wenn nicht ich dich an der nächsten Ecke rauslassen sollte, da es mir nicht peinlich sein sollte, als ob, Engel. Niemals warst du mir peinlich. Das verspreche ich dir.
Als wir SingStar gespielt haben? Und du das erste Mal locker warst und keine Angst hattest und auch kein bisschen Schüchtern warst? Es war unglaublich schön. Es erinnerte mich an früher, als wir immer zusammen gespielt hatten. Es kam mir so vor, als wenn wir immer was miteinander zutun hatten und nicht einige Jahre dazwischen lagen.
Als ich dich wegen dem Trikot des Lieblingsspielers verarscht hatte? Dein Gesicht war einfach der Wahnsinn, aber du hast es nicht lange auf dir sitzen lassen und hast es mir gleich getan. Aber als du am nächsten Tag mein Trikot an hattest war es verdammt heiß. Niemals sah es an jemanden so damn geil aus, wie an dir, Engel. Bis heute kann niemand mit einem Trikot an dich ran kommen. Niemand!
DU LIEST GERADE
Summer Time
Romantik[Teil 3] Irgendwas war immer noch zwischen Melody und Marlon. Es ging einfach nicht, dass sie nichts mehr miteinander zutun hatten. Sie brauchten einander. Vielleicht sogar mehr als jemals zuvor. Die Geburt stand an und Marlon wurde klar, dass er 's...
