Kapitel 69: Ignorieren

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Ich blinzelte erst einmal und schaute hoch in Mars Augen, der mich ziemlich ängstlich ansah. Ich nahm seine Hand in meine und zog ihn zu mir runter, schloss meine Augen und küsste ihn erst einmal. Egal was kam, ich musste diesen Kuss genießen. Ich hatte durch seine Rede ziemliche Angst bekommen. Der Kuss ging länger, als alle anderen zuvor, aber es schien, als ob wir beide es brauchen würden.

Ich löste mich langsam von Mars Lippen und öffnete vorsichtig die Augen wieder. Mein Blick blieb bei Mar. Ich atmete noch einmal tief ein und aus und er deutete mit dem Kopf hinter mir hin. Ich schloss meine Augen und drehte mich langsam um.

Mars Hand drückte meine Hand so feste, dass ich schon dachte, dass er mir sie gleich brechen würde.

„Denk bitte an meine Worte, Engel.", flüsterte Mar, der ganz nah hinter mir stand, ins Ohr. Ich nickte einfach nur und zählte von 10 in Gedanken langsam runter. Ich wollte es endlich wissen. Aber auf der anderen Seite, wollte ich es nicht wissen und wieder zurück mit ihm in unser Zimmer gehen und dort noch ein wenig kuscheln oder sowas. Scheiße.

Als ich bei 0 ankam, öffnete ich vorsichtig die Augen und was ich sah machte mich baff. Meine Reaktion? Wie immer.

„FICK DICH!", schnauzte ich Mar an, ließ seine Hand los und wollte die Flucht ergreifen, aber nicht mit Mar. Er packte mich am Arm, zog mich zurück und Umarmte mich von Hinten. Ich versuchte mich zu befreien, aber das klappte nicht. Scheiße.

„LASS MICH LOS MAR!", schrie ich und kämpfte gegen ihn weiter an.

„Du hast es mir versprochen, Engel.", sagte Mar und drückte mich weiter fest an sich.

„DU HAST ES MIR AUCH VERSPROCHEN! FUCK! DU HAST ES MIR VERDAMMT NOCH EINMAL VERSPROCHEN!", schrie ich weiter und merkte, wie mir die Tränen kamen. Ich war so extrem wütend auf ihn. Er hatte es mir versprochen. Er hatte gesagt, er würde es nicht machen. Wieso hatte er sein Versprechen nicht gehalten? Wieso musste das sein?

„Beruhig dich erst einmal Engel. Lass es mich dir danach erklären, bitte.", flehte Mar dicht an meinem Ohr, aber ich wollte nichts hören. Er sollte mich einfach los lassen, damit ich weglaufen konnte. Ich wollte raus aus der Situation.

„LASS MICH LOS! ICH WILL WEG HIER! LASS MICH VERDAMMT NOCH EINMAL LOS MARLON!", schrie ich weiter und kämpfte wieder, wendete mich immer mehr in seinen Armen, aber Mar ließ nicht los, sondern hielt mich weiterhin fest.

„Nein.", sagte er nur.

„DOCH!", schrie ich weiter und versuchte gegen seine Beine zu treten, aber mit High Heels konnte ich das vergessen! Das klappte nicht so wirklich. Ich schrie, kratzte, biss. Aber Mar schien das alles nichts auszumachen. Immer noch hielt er mich fest und drückte mich gegen seinen Körper.

„Bitte Schatz, beruhige dich und hör mir doch erst einmal zu.", sagte er weiter, aber ich schüttelte den Kopf und kämpfte immer weiter. Fuck, hatte er mich gerade 'SCHATZ' genannt? FUCK! Ich hörte auf, als ich es wirklich realisiert hatte und ließ mich einfach nur hängen.

„Hast du gerade ernsthaft Schatz zu mir gesagt?", fragte ich und drehte meinen Kopf zu ihm.

„Äh... ich glaub schon?", sagte Mar und runzelte die Stirn, von meiner plötzlichen Frage und das ich aufgehört hatte mich zu wehren.

„FUCK MAR!", fluchte ich wieder.

„Hast du dich jetzt langsam wieder beruhigt? Darf ich es dir jetzt erklären?", fragte er und ich merkte, dass ich immer noch extrem angepisst und sauer war, aber würde ich ja sagen, würde er mich vielleicht los lassen und ich konnte weg laufen! Das war der Plan, aber ich musste die High Heels vorher ausziehen, weil mit denen konnte ich nicht laufen. Scheiße.

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