„Baby?", fragte ich und schaute zu ihm.
„Königin?"
„Wo warst du gestern? Und erzähl mir nicht, dass du bei einem aus der Uni warst, weil das glaube ich dir nicht.", sagte ich leise und schaute in Mars Gesicht.
„Ich war wirklich bei einem aus der Uni. Zuerst wollte ich ihm die Sachen per E-Mail rüber schicken, aber das klappte nicht, daher bin ich auch zu ihm gefahren, aber du weiß selbst, wie schnell die Zeit manchmal vorbei gehen kann. Ich wusste nicht, dass der Prinz auf dem Weg war, sonst wäre ich sicherlich bei dir geblieben. Glaub mir, hätte ich die Geburt verpasst hätte ich mich mein ganzes Leben deswegen geärgert. Es tut mir so leid, Engel. Ich wäre so gerne von Anfang an bei dir gewesen und hätte dir beigestanden.", sagte er und schaute mich traurig an.
„Du kannst von Glück reden, dass du noch rechtzeitig da warst. Ich glaube, wenn du nicht gekommen wärst hätte ich dir die Hölle heiß gemacht. Ich wollte dich unbedingt dabei haben, aber immer wenn ich anrief ging nur die scheiß Mailbox dran. Ich hatte so verdammte Schmerzen, die einfach nicht besser wurden. Ich war so sauer auf dich, weil du nicht zu Hause warst. Ich probierte bei den anderen anzurufen, aber da ging niemand ran. Der einzige der nach längerem Klingeln dran ging war Milo, der innerhalb von einer Minute bei uns im Zimmer stand und mir half. Er rief dann noch Sofia hinzu und zusammen sind wir dann nach hier gefahren. Ich hatte immer wieder so Angst Mar. Angst, dass du es nicht schaffst. Angst, dass ich alles alleine durchstehen musste."
„Ich weiß, Mel. Ich habe es zum Glück ja noch rechtzeitig geschafft. Dad hat mich auf den Weg nach Hause angerufen! Was meinst du wie schnell ich im Krankenhaus war. Ich konnte es nicht fassen, dass es so weit war. Das ging alles viel zu schnell. Und als ich dich da liegen sah, wie viele Schmerzen du hattest. Scheiße. Ich fühlte mit dir und hätte dir am liebsten die Schmerzen abgenommen. Fuck, wie du da lagst und immer wieder vor Schmerzen geschrien hast. Der Anblick wird mich mein Leben lang wohl verfolgen. Aber ich bin auch so Stolz auf dich, Königin. Du hast das alles so super gemacht. Du hast unseren Prinzen auf die Welt gebracht und schau ihn dir an, wie schön er ist. Ich liebe dich, Engel. Fuck, ich liebe euch beide so sehr!", sagte Mar und küsste meine Stirn.
„Ich dich, euch auch!", sagte ich und kuschelte mich wieder an Mar, das Gespräch verlief irgendwie anders. Glauben tat ich ihm trotzdem nicht, das war doch die reinste Lüge, aber ich beließ es erst einmal dabei. Ich wollte einfach nur einmal meine Zeit mit meinen zwei Jungs verbringen und runter kommen und alles erst einmal verarbeiten. Das ging alles so verdammt schnell.
Im einen Moment war ich noch Schwanger und im anderen war ich Mutter und hatte die volle Verantwortung für den kleinen Prinzen, der bei seinem Vater auf der Brust lag und tief und fest schlief. Ich setzte mich hin und nahm die Geschenke, die ich noch gar nicht aufgemacht hatte.
„Ich sollte sie doch mal aufmachen!", sagte ich und öffnete das erste Geschenk. Einen hellblauen Strampler mit einem kleinen Zoo drauf. Süß. Das nächste war ein unglaublich schöner Pulli, dazu kamen noch Hosen, ein Starterset von NUK in hellblau mit einer Flasche, Schnuller und noch anderen Sachen. Ein Body mit 'Mum's Prinz!', neue Schlafanzüge, noch einen Pulli und diverses Spielzeug.
„Das alle immer so übertreiben müssen! Immerhin haben sie schon genug gekauft!", sagte ich zu Mar, der nur mit den Schultern zuckte und mich anlächelte.
„Aber da ist noch ein Geschenk für uns, Babe!", sagte er und deutete mit den Kopf in die Richtung. Ich nahm es und öffnete es. Schaute in die Box und schloss sie schnell wieder. Ich merkte wie mein Gesicht ziemlich heiß wurde. Oh Gott. Mar zog eine Augenbraue hoch und schaute mich an, doch grinste auf einmal.
„Was ist drin? Ich würde sagen, weil du so rot geworden bist, Kondome!", sagte Mar grinsend und ich schaute ihn nur an.
„Auch.", sagte ich und schluckte. Verdammt.
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Summer Time
Romance[Teil 3] Irgendwas war immer noch zwischen Melody und Marlon. Es ging einfach nicht, dass sie nichts mehr miteinander zutun hatten. Sie brauchten einander. Vielleicht sogar mehr als jemals zuvor. Die Geburt stand an und Marlon wurde klar, dass er 's...
