Kapitel 83: Unsere Geschichte 3

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Und es vergingen 3 verfickte Monate. 3 Monate in denen ich jede Minute an dich gedacht habe. Jeden Tag dutzende Mal bei dir auf dem Handy angerufen habe, aber es war immer aus. Mailbox! Fuck. Ich drehte durch. Ich ging zu dir, durchsuchte dein Zimmer, aber ich fand nichts. Nichts was mir verriet, wo du warst. Gar nichts. Ich schlief in deinem Bett, damit ich wenigstens deinen Geruch um mich herum hatte. So konnte ich dir wenigstens ein wenig nah sein.

Mein Alkoholkonsum stieg ins Unermessliche. Jeden Tag mehrere Flaschen. Zuerst war ich verletzt, dann wurde ich wütend und sauer, weil du nichts gesagt hattest. Gar nichts. Wir hätten doch eine Lösung gefunden, aber es war zu spät. Jedoch wurde meine Hoffnung dich noch einmal zu sehen mit jeder Woche kleiner. Es waren 12 Wochen vergangen und ich habe noch nicht einmal ein Lebenszeichen von dir bekommen. Es war so schmerzhaft.

Ich brauchte eine Ablenkung und rief eine Nutte aus der Uni an, die mir dabei helfen sollte. Kaum fing sie an, kamst du! DU! Du schautest zu mir und verschwandest sofort ins Badezimmer. Das konnte doch nicht sein. Das musste ein Traum sein. Ich dachte ich würde spinnen. Ich wäre komplett verrückt. Aber es war kein Traum du warst wirklich wieder da.

Jedoch konnte ich mir darüber keine wirklichen Gedanken machen, da Mum in den Wehen lag und du schriest, dass ich runter kommen soll. Das war alles zu viel. Du warst da, Mum lag in den Wehen, die Alte checkte gar nichts. Aber es ging dir anscheinend nicht schnell genug, da du ziemlich geschrien hast. Fuck. So kannte ich dich nicht. Ich beeilte mich so schnell es eben ging. Rief den Krankenwagen, aber die sagten einfach, das keiner da war. Das war doch nicht mehr normal. Ich war so sauer.

Aber du versuchtest den Überblick zu behalten, als Mum sagte, dass du wohl nun die Hebamme spielen musstest. Fuck. Kaum waren Decken und Handtücher da fingst du auch an und gabst Mum Anweisungen. Wusstest du eigentlich, dass sie mir fast die Hand gebrochen hat? Aber du konzentriertest dich auf Mum und hast Mum geholfen die Maus auf die Welt zu bringen. Ich war so stolz auf dich! Verdammt, daher war es klar, dass du zusammen mit mir die Nabelschnur durchschneiden musstest.

Kaum waren wir im Krankenhaus kipptest du um. Ich machte mir so Sorgen, aber dann übergabst du dich auch noch. Oh Gott. Wir haben alles auf den Stress geschoben, dass es aber einen anderen Grund gab, der wohl auch einiges dafür konnte wusste zu dem Zeitpunkt ja noch niemand. Und zum zweiten Mal kipptest du innerhalb von weniger Stunden um. Hieß einen Aufenthalt im Krankenhaus.

Als ich dich in meinen Armen hatte fühlte ich mich zum ersten Mal wieder vollständig. Du fehltest mir so sehr. Deine Wärme, dein Geruch, deine Stimme, dein Lachen. Du! Alles von dir.

Und dann kam der Name der Maus. Einen besseren hätten meine Eltern sich einfach nicht einfallen lassen können. Rose Melody. Der Abend kam und ich durfte nach 3 Monaten wieder mit dir in einem Bett schlafen. Ich war so glücklich. Ich war so froh, dass du wieder da warst. Aber ich war auch sauer auf dich Engel. Immerhin verstand ich das alles nicht.

Der nächste Tag fing damit an, dass die Damen Hunger hatten und ich Ihnen etwas holten sollte, ich kam zurück ins Zimmer und hörte wie du zu Mum sagtest, dass du dich verliebt hättest. Fuck. Mir rutschte die Flasche aus den Händen. Den Satz wollte ich nie hören. Meine Welt schien nach einem halben Tag wieder zusammen zu brechen, aber du sagtest schnell, dass du dich in die Maus verliebt hättest und ich war mehr als erleichtert, weil es durfte doch niemand mein Mädchen bekommen, auch wenn du es nicht wirklich warst, aber trotzdem! Du gehörtest an meine Seite.

Nachdem wir beim Kinderarzt mit der Maus waren mussten wir nur noch auf die Entlassungspapiere warten und ihr drei durftet nach Hause. Zum Glück. Jedoch bekamst du, kaum waren wir aus dem Krankenhaus raus Schüttelfrost. Bei mir gingst du direkt in die Wanne und da war der Zeitpunkt, wo ich los lassen konnte.

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