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Wir setzten uns alle auf die weiße Eck-Couch und redeten über Gott und die Welt. Oder zumindest die Jungs. Ich schaute aus dem Fenster und dachte nach. Über die Nacht in der ich meinen Entschluss getroffen habe. Das ich nicht leben darf. Schon immer war es mein Wunsch zu sterben. Und jetzt? Ja, irgendwie ja schon noch. Aber dann hab ich ja Andy und die Jungs. Und ich möchte sie nicht verlieren. Aber der Drang nach Selbstverletzungen ist nun mal so hoch. Aber ich darf das nicht machen. Ich würde alle enttäuschen. Aber wie bereits gesagt ist der Wunsch, der Drang danach so hoch. Wie Ein Knäuel im Bauch welcher mir Beim schlafen und beim ruhig bleiben, abhält. Immerzu angespannt. Immer den Drang. Wie von Peitsche Schlägen gedrängt zu werden. Immer weiter zu rennen. Wie der Körper mir nicht mehr gehört. Gefangener des Eigenen.

Ich schreckte aus meinen Gedanken heraus als mir jemand mit der Hand vor meinem Gesicht herum schnippste. Verwirrt sah ich in das Gesicht von Oli welcher vor mir im Schneidersitz auf dem Boden saß. ,,Kommst du?", fragte er und stand Auf. Verwirrt sah ich zu ihm auf. ,,Nach oben. Zu dem anderen. Ins Wohnzimmer. Verstehst du?", erklärte er mir mit ausschweifenden Bewegungen. Kurz ratterten bei mir alle kleinen Zahnräder im Gehirn bis ich nickte und auf sprang. Oli lachte und schloss die Tür hinter uns. ,,Worüber hast du nach gedacht. Du warst richtig abwesend.", fragte er während wir hoch liefen. Ich zuckte nur mit meinen Schultern und nuschelte:,, Nicht wichtig." Er schenkte mir einen Unglaubwürdigen Blick welchem ich auswich und auf den Boden schaute. ,,Na gut. Aber ich komm nochmal darauf zurück.", sagte er zu meiner Beunruhigung.

Wir liefen ins Wohnzimmer und sahen die anderen rauchen. Draußen versteht sich natürlich. Also stellten wir uns zu Ihnen raus. Mir war kalt, da ich nur einen Pulli an hatte. Nach Wärme suchend drückte ich mich an Jake. Er strich mir mit einer Hand ganz feste über den Rücken und machte damit Wärme in mir breit.

Ich sah mich um, da mir langweilig war. Kurz darauf entdeckte ich Olis Handy, welches halb aus seiner Jacken Tasche raus Hang. Schnell schnappte ich danach und lief weg. ,,HEY!", hörte ich ihn rufen. Er rannte mir hinterher und der Abstand wurde immer kleiner. Plötzlich schnappte er mich von hinten an meiner Hüfte und hob mich hoch.

Er lief mit mir auf dem Arm zurück zu den anderen und setzte mich dort auf den Teppich Boden. Immer wieder versuchte er nach seinem Handy zu grabschen aber meine Reflexe ließen mich nicht im Stich. ,,Na warte..", murmelte er eher zu sich selber als zu mir. Dann fing er an mich ohne Erbarmen zu kitzeln. Ich kippte lachend zur Seite und kickte ihn immer wieder. ,,Niicht!!", kreischte ich lachend. ,,Dann gib mir mein Handy wieder, du kleines Monster.", meinte Oli total ruhig. Ich streckte ihm das Handy entgegen und Meinte:,, Da!! Nimm." Er hörte auf und nahm es mir dankend ab. Ich rappelte mich auf und setzte mich gespielt beleidigt auf Mattis Schoß. Oli streckte ich die Zunge heraus und kuschelte mich anschließend an Mattis Brust.
Die Jungs unterhielten sich über Gott und die Welt. Ich zupfte aus Langeweile an Mattis Pulli herum. ,,Was ist los, Süße?", fragte er mich. ,,Mir ist laangweilig.", meinte ich und lehnte mich wieder an ihn. Oli stellte eine Flasche auf den Tisch und meinte nur:,, Wir spielen jetzt "Wahrheit oder Pflicht"."
Alle waren einverstanden und so setzten wir und In einem Kreis auf den Teppich. ,,Du darfst anfangen zu drehen, Sugar.", meinte Matt. Wir hatten diese Karten mit den Wahrheitsfragen und den Pflichtaufgaben. Ich drehte also und die Flasche zeigte auf Lee. ,,Wahrheit!", schrie er. Ich nahm die erste Karte von dem Stapel und las laut vor:,, Wie viele Frauen hast du?". Lee war sichtlich empört und alle mussten lachen. Aber das stand hier so! Schwarz auf.. Hellblau.

Black Veil Brides & IchWo Geschichten leben. Entdecke jetzt