Ich spürte umgehend, wie sich mein Körper entspannte und gleichzeitig jeder einzelner Zentimeter immer aufgeregtere Stromschläge ertrug. Sie erwiderte den ungeduldigen Kuss ohne jegliches Zögern und schlang ihre Arme um meinen Hals, während meine versuchten ihrem Körper Halt zu geben und an meinen zu schmiegen.
Ihre Hand strich von meinem Nacken aufwärts, sodass ich eine betörende Gänsehaut bekam und vergrub sich wieder in meinen Haaren. Es war unglaublich, wie sich das anfühlte, wie sich unsere Lippen zusammen bewegten, wie es dafür sorgte, dass ich alles vergaß und mich auch an nichts erinnern wollte.
Ich küsste sie so hektisch und eilig, als wollte ich noch mehr von dem Herzrasen und chaotischen Wärmeausbrüchen in meiner Brust spüren. Seitdem wir uns heute Nachmittag das erste Mal geküsst hatten, konnte ich die Erinnerung daran nicht vertreiben. Ich wusste nicht, was das war aber es fühlte sich so an, als sei dieses Gefühl das einzige, was ich jemals gebraucht hatte.
Ich drängte sie leicht nach hinten, ohne auch nur einmal unseren Mündern zu erlauben sich zu trennen, bis sie gegen die Wand lehnte. Ich führte meine Hände auf ihre Hüfte und konnte in mir das dringende Verlangen spüren mehr und mehr mit ihr zu machen.
Schweren Atems löste ich meine Lippen von ihren und blickte auf ihr Gesicht runter, das im ganz gedämpften, warmen Licht ihrer Lampe noch atemberaubender aussah als heute Nachmittag. Der Blick in die außergewöhnliche Schönheit ihrer Augen zog mich in den Bann und unsere schnellen Atemzüge waren die einzigen Geräusche, die in der dunklen Stille herausstachen.
„Scheiße", fluchte ich bei der treffenden Realisation, wie sehr ich das Fernhalten selber erschwert hatte.
„Scheiße? Ernsthaft?", grinste sie und hatte immer noch ihre Hände auf meinen Schultern platziert, während meine ihre Hüfte nicht loslassen wollten.
„Annabella."
Ich verzog verzweifelt und ratlos mein Gesicht und senkte es seufzend.
„Es tut mir leid. Ich hab's schon wieder gemacht. Sage dir selber du sollst dich von mir entfernen und selber..."
„Arian..."
Sanft nahm sie mein Gesicht in ihre Hände und lächelte mich behutsam an.
„...ich will deine Welt sehen", flüsterte sie fest und bestimmt, woraufhin ich direkt meine Stirn runzelte.
„Was? Nein!"
„Wenn du meinst, du bist nicht der Arian, den ich kenne, will ich den Arian sehen, der du bist."
„Du wirst ihn hassen, Annabella."
Ein Leuchten tauchte in ihren Augen auf, als ihr Lächeln noch breiter wurde.
„Ich kann dich nicht hassen."
Wärme verteilte sich bei der Sanftheit ihrer Worte in mir und ich presste meine Lippen aufeinander. Ich versuchte mich langsam von ihr zu entfernen, doch ich konnte nicht. Es fühlte sich zu gut an so nahe bei ihr zu stehen, wobei unsere Lippen weiterhin so knapp übereinander schwebten. Dann riss ich mich zusammen und trat einen Schritt zurück und bereite es innerlich sofort. Ich musste mich kontrollieren, wenn ich sie schützen wollte.
Verzweiflung machte sich auf ihrem Gesicht breit und sie stütze sich von der Wand ab, gegen welche ich sie eben noch gedrängt und geküsst hatte. Sofort wollte ich diese Handlung wiederholen.
„Lass mich einfach einmal sehen, wie deine dunkle Welt aussieht, vor der du mich schützen willst und ich verspreche dir, ich mache danach alles, was du willst. Fernhalten blablabla."
Sie hob ihren kleinen Finger und hielt ihn mir als unsere alte Geste hin. Vielleicht wäre das die endgültige Lösung dafür. Annabella war das friedvollste Mädchen, das ich je kennengelernt hatte und sie hasste Gewalt oder Illegale Geschäfte, die genau meine Weg darstellten. Auch wenn es mich innerlich zerstören würde, sie würde selbst von mir abgeschreckt werden. Und ich war bereit selber innerlich zerstört zu werden, wenn es sie beschützte.
Ich verschränkte meinen kleinen Finger mit ihrem und wir verharrten kurz in dieser Haltung, die so vertraut und tief in uns verankert war. Ich sah in ihre strahlenden Augen, die voller Hoffnung waren.
„Ich hol' dich vor der Schule um sechs Uhr ab."
Ihr Lächeln wurde breiter und ich hätte am liebsten jetzt schon verhindert später die Enttäuschung in ihren Augen für mich zu sehen. Doch es musste sein.
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Smile With Me
RomanceIch konnte die Hitze seiner Lippen an meinen spüren und hätte am liebsten die wenigen Millimeter zwischen uns sofort geschlossen. „Ich bin nicht gut für dich, Annabella", flüsterte er und strich brennend mit seinem Daumen über meine Lippe wobei sein...
