„Ich sag's doch, Bel, A-r-s-c-h!", kam Sheyna aufgebracht von hinten und sah Arian hinterher.
„Haut der einfach ab und befielt dir, hier zu bleiben, als wärst du so'n machtloses Weib, oder so."
„Chill mal, Sheyna, frag doch erstmal, warum er verschwunden ist oder was viel wichtiger ist..."
Mit einem neugierigen Lächeln stellte sich Celina vor mich, während ich noch verwirrt über Arians Reaktion war.
„...wie küsst er?"
Sie wackelte mit ihren Augenbrauen und ich versuchte leicht zu lächeln.
„Und oh mein Gott, ich habe noch nie so einen geilen Oberkörper gesehen!", schwärmte sie und Sheyna verdrehte ihre grauen Augen.
„Ich in meinen 30 Jahren übrigens auch nicht", kam jetzt auch noch Kelly aus der Küche auf uns zu, doch ich wollte wissen, wo Arian jetzt hin war.
Arian
Ich kratzte an meiner Handyhülle und versuchte meine Nervosität zu zügeln. Georgios war nicht da und ich wartete schon seit einer Stunde auf ihn. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie er Annabellas Worte wohl aufgenommen hatte. Aber so wie ich ihn kannte, so wie ich ihn mein ganzes Leben erlebt hatte, würde er sehr enttäuscht sein. Er hatte es immer geschafft mich durch seine Enttäuschung in einen abgrundtiefen Selbsthass zu versenken.
Ich hörte mit jeder Bewegung und fast auch kurz mit meinem Herzschlag auf, als ich hörte, wie er die Treppen zur Hütte hochkam. Ich kannte dieses Gefühl seit meiner Kindheit. Die Tür ging auf und ich streckte sofort hoch. Mein Herz raste ängstlich und ich beobachtete, wie er die Tür hinter sich schloss und mich nicht ansah.
Langsam ging er zur Bar und fing natürlich wieder an sich Alkohol in ein Glas zu schütten. Ich starrte auf seinen Rücken und hörte nur die Flüssigkeit in das Glas fallen. Die Spannung zwischen uns war greifbar und reizte, wie schon immer, meine Nerven.
„Geo-"
„Arian, habe ich dein Leben ruiniert?", fragte er mit seiner niedergeschlagenen Stimme.
„Was, nein!"
„Habe ich dich all die Jahre gequält?"
Er drehte sich langsam um und sah mich mit erschöpften Augen an.
„Nein, nein, nein...Georgio-"
„Hasst du mich?"
„Georgios, nein!"
Ich wollte auf ihn zugehen und ertrug seine Worte nicht.
„Wieso sagt das dann dieses dahergelaufene Mädel?! Wieso kommt sie zu mir und will mir weis machen, wie sehr du mich und das Leben, das ich dir aufgebaut habe, hasst?!"
„Scheiße, Georgios, nein, sie meinte das nicht so, ich hasse dich nicht, glaub mir, sie meinte es nur gut."
Ich schluckte über meine trockene Kehle und wollte, dass das alles nicht in diese Richtung gelang. Sein enttäuschter Blick war wie immer die größte Qual.
„Nein, ich habe es immer nur gut gemeint, Arian."
Er hob die Hand und deutete mir damit auf Abstand zu bleiben. Kopfschüttelnd blickte er von mir weg und verzog unglaublich leidend und traurig sein Gesicht, sodass die Schuldgefühle mir die Luft entzogen.
„Ich hätte dich damals auch einfach alleine lassen können. Du wärst von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gehüpft, das weißt du doch. Aber ich habe dich aufgenommen, ich habe dir ein Leben gegeben. Ich wollte nur dein Bestes."
Er sprach mit solch leiser Stimme, dass ich heraushörte, wie verletzt er bloß war.
„Ich weiß doch, Georgios, ich weiß das alles zu schätzen und bin dir für alles so dankbar", versuchte ich es fast flehentlich. Er war meine Familie. Derjenige, der mir so viel gegeben hatte, dass ich es nie würde zurückgeben können.
„Eine Villa, teure Autos, so viel Reichtum und alle Freiheiten, das zu tun, was du willst. Dir konnte niemand etwas antun, weil ich dich beschützt habe, immer. Und das ist dein Dank? Du gehst zu so einer Dahergelaufenen, die du vielleicht drei Tage kennst und erzählst ihr, wie sehr du das alles hasst? Das ist dein Respekt mir gegenüber?!"
„Georgios", trat es verzweifelt über meine Lippen und ich ertrug es nicht. Ich ertrug es einfach nicht.
Ich hatte mir so viel Mühe all die Jahre gegeben, um ihm zu gefallen und versucht all seine Erwartungen zu erfüllen. Und jetzt schien es mir, als ginge alles mit einem Mal kaputt.
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Smile With Me
RomansaIch konnte die Hitze seiner Lippen an meinen spüren und hätte am liebsten die wenigen Millimeter zwischen uns sofort geschlossen. „Ich bin nicht gut für dich, Annabella", flüsterte er und strich brennend mit seinem Daumen über meine Lippe wobei sein...
