"I'm not crazy - I'm just insane."
Harleen Quinzel. Eine Psychologin im Arkham Asylum, gefangen in ihrer eigenen Einsamkeit. Sie trägt ein gebrochenes Herz mit sich rum - Sie hat niemanden. Ihre einzigen Freunde sind ihre Patienten im Asylum. Doch a...
Sie stöhnte genüsslich auf, als das warme, weiche Wasser auf ihre kalte, verschwitzte Haut prasselte. Sie schloss ihre Augen und ließ es über ihr Gesicht laufen, wie die Tränen, die sie heimlich im Van auf dem Weg hierher geweint hatte. Die Art und Weise wie diese brutalen Schweine von Blackgate ihren Puddin' so zugerichtet hatten, hatte sie in eine Gefühlslage gebracht, in der sie schon lange nicht mehr gewesen war. Sie kannte die Foltermethoden, die damals im Asylum angewandt wurden, und sie waren nur halb so grausam, wie die aus dem Gefängnis. Sie hatte ihn auf der kurzen Fahrt genau betrachtet. Die langen, roten Schlieren waren genau dieselben, die für die Narben auf seinem Rücken verantwortlich waren. Jedoch war das leider noch lange nicht alles, was sie auf seinem Oberkörper vorgefunden hatte. Blaue Flecken auf seinem Bauch, kleine, jedoch sichtbare Nadelstichstellen auf seinem rechten Arm und tiefere, noch immer blutige Wunden auf seinem Rücken und an seinen Seiten, sprachen für eine Art Folter, die an den meisten Gefängnissen nicht einmal zugelassen war. Und dann waren da noch diverse runde Brandwunden, die Harley nur allzu bekannt vorkamen. Das Schlimmste war ja, dass sie ihn nicht gefoltert hatten, weil er nicht reden wollte, sondern einfach nur, um ihn zu bestrafen und Spaß daran zu haben, ihn leiden zu sehen. Wenn sie nur daran dachte, könnte sie Löcher in die Wand schlagen. Warum gab es solche Monster in dieser Welt, die ihren Engel zur Hölle schicken wollten? Das wollte und konnte sie nicht verstehen. Sie biss sich auf die Unterlippe, um ein Schluchzen zu unterbrechen. Das Salzwasser aus ihren Augen vermischte sich mit dem puren Wasser, das ihren Körper von dem Staub und den Schmutz des Abends reinigte. Sie strich sich ein paar nasse Strähnen aus dem Gesicht, versuchte die stechenden Kopfschmerzen, für die der „Held" dieser Stadt verantwortlich war, in den Hintergrund zu drängen. Warum musste dieser Idiot das Leben ihres Puddin's so sehr ruinieren? Er durchquerte seine Pläne, er zerstörte die schönen Momente, die schönen Erfolge, er tat ihm weh. Und er schickte ihn immer an einen Ort der Dunkelheit und des Leidens. Es war seine Schuld, dass der Grünhaarige im Blackgate gelandet war, es war seine Schuld, dass ihr Leben fast ein Ende gefunden hatte und am Ende war es doch auch irgendwie seine Schuld, dass ihr Engel so verwundet und gefoltert war. Ihr Engel, ihr armer Engel... Er hatte sie mit kräftigen Flügelschlägen aus dem tiefen, schwarzen Loch ihres vergangenen, langweiligen, normalen Lebens gezogen, sie hoch hinaus getragen, in eine grelle, bunte Welt mit vielen Farben, mit hellen Lichtern, mit verrückten Gefühlen und Lachen. So viel Lachen und Freude, sodass sie sich so fühlte, als ob sie jeden Tag auf einem Regenbogen lebte und jede Nacht lachend runterrutschte, in einen Topf voll Gold. Er hatte wieder Farbe und Freude in ihr Leben gebracht und dieser Batman kippte schwarze Tinte auf dieses und ließ es in Flammen aufgehen, sodass es nur noch schwarzer Ruß und schwarze Asche war. Er drängte sie zurück, weg von ihrem Puddin'. Er stahl ihn von ihr weg und das machte sie wütend und rachesüchtig. Es würde die Zeit kommen, die Chance, da könnte sie ihm alles zurückzahlen, was er ihrem Engel, ihr und all den anderen Schurken dieser Stadt angetan hatte. Und das würde er, er würde den Schmerz spüren, den Schmerz für all seine Schuld. Harley atmete tief durch. Ihre Freude darüber, dass ihr geliebter J jetzt befreit und in Sicherheit war, brachte sie zum Boden der Tatsachen zurück und sie fing an zu lächeln. Für die Fledermaus war später Zeit, jetzt verdiente er erstmal ihre volle Aufmerksamkeit. In dem Moment hörte sie, wie ihre Zimmertür geöffnet und leise wieder geschlossen wurde. Das Lächeln auf ihren Lippen verwandelte sich langsam in ein Grinsen. War er das? Es musste er sein, niemand anderes hatte einen Schlüssel zu ihrem Zimmer, denn sie hatte abgeschlossen, so wie er es ihr vor einigen Wochen gesagt hatte. Wie lange war sie nun schon bei ihm? Noch nicht sehr lange, aber es kam ihr jetzt schon vor wie eine Ewigkeit. Vor nicht mal einem Monat war sie noch diese kleine Psychologin, namens Harleen Quinzel, und nun war sie Harley Quinn, eine Verbrecherin an der Seite des berüchtigtsten und gefährlichsten Superschurken ganz Gothams. Sie hatte das Gefühl, dass sie, seitdem sie bei ihm war, alles was sie in ihrem Leben verpasst hatte, in diesen paar Wochen nachgeholt hatte. Sie hatte noch nie so viel gelacht, sie hatte noch nie so viel Spaß gehabt, sie war noch nie so aktiv gewesen, ihr Leben hatte noch nie so sehr in Gefahr geschwebt, ihre Gedanken waren noch nie so ein Chaos an Gefühlen und Emotionen gewesen und sie war noch nie so sehr verliebt gewesen wie jetzt. Sie war ihm in dieser kurzen Zeit näher gekommen als es irgendjemand jemals geschafft hatte. Was genau war es, das den Joker so sehr attraktiv machte? Was war es, was sie anzog? Es war als ob sie zwei Magnete waren, er ein Minus- und sie ein Pluspol. Und sobald sie sich in die Quere gekommen waren, hatten sie aneinander geklebt, wie das zwei Magnete taten. Sie wusste nicht, ob es Liebe war. Sie liebte ihn und er liebte sie, das war ihr klar. Aber ob es wirklich die Liebe war, die sie zusammenhielt, das wagte sie zu bezweifeln. Sie sah so viele Menschen, die sich liebten, auseinanderbrechen. Ob in Freundschaft oder in Partnerschaft, oft auch in der Ehe. Liebe war nicht stark genug, um einen Bund stark zu erhalten. Auch wenn es dieses Sprichwort gab: „Die Liebe ist stärker als alles andere." Doch die Liebe war nur ein Oberbegriff. Die Paare, die Jahrzehnte zusammen blieben hatten etwas anderes, das sie zusammenhielt. Es war ein Verlangen, ein Verlangen nach dem, den man so sehr liebte. Wenn dieses Verlangen abstarb, dann schwebte die Liebe in Gefahr. Und zwischen ihr und dem Joker herrschte noch etwas viel Stärkeres, das wusste sie. Es dominierte die Liebe und es dominierte das Verlangen um ein Vielfaches. Der Joker war zu mächtig und zu robust, um Liebe und Verlangen an seine Oberfläche kommen zu lassen. Er hätte sie schon längst sitzen lassen, wären es nur diese Dinge, die sie zusammenhielten. Nein, sie wusste da war mehr. Es war eine Sucht. Eine Sucht nach der Liebe, die es zwischen ihnen gab. Ein Verlangen konnte man unterdrücken, bei Seite schieben, sogar ganz eliminieren. Eine Sucht loszuwerden, war eines der schwersten Dinge, die auf dieser Welt von einem verlangt werden konnten. Und auch wenn man es schaffte, war sie noch immer da, im Hinterkopf versteckt und wartete nur darauf, dass man dem, nachdem man so lange Sehnsucht gehabt hatte, wieder begegnete. Sie war süchtig nach ihm. Und er war süchtig nach ihr. Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als jemand plötzlich zwei warme Hände auf ihren nassen Bauch legte und sie an sich zog. Sie atmete scharf und erschrocken ein, als ihr nackter Rücken mit seinem nackten Oberkörper kollidierte. „Hast du einen Schlüssel zu meinem Zimmer?", fragte sie, obwohl sie die Antwort schon kannte, nachdem sie an sich runtergeguckt und die bleichen, tätowierten Hände des Jokers erkannt hatte. „Ich hab einen Schlüssel zu jedem Zimmer in diesem ganzen Haus, Harley", atmete er in ihr Ohr. Gänsehaut. Sie drehte sich zu ihm um und schaute ihm tief in die sturmgrauen Augen. „Ich denke ich muss mich da noch für was bedanken", schnurrte er und drückte sie wieder näher an sich. In seinen wunderschönen Augen brodelte ein Sturm, jedoch konnte sie kein Fünkchen Verrücktheit erkennen. Nur Verlangen. Wieder einmal verhielt er sich in ihrer Gegenwart anders als sonst, jedenfalls schien es so zu sein. Sie strich ihm über die noch trockene Brust. Ganz vorsichtig. Die roten Verletzungen stachen prominent auf seiner reinweißen Haut hervor. Die Tätowierungen gingen unter den vielen Wunden unter. Sie würden ganz sicher wie der Drachen auf seinem Rücken dann von den vielen Narben zerrissen werden. „Brauchst du nicht...", murmelte sie zurück und wickelte ihre Arme um seinen Hals, „Für meinen Engel mache ich doch alles." „Alles?", fragte er und zog die nichtvorhandenen Augenbrauen hoch. „Alles", meinte sie mit einem Grinsen auf den Lippen. Er strich mit dem Daumen über diese. „Ich hab dich vermisst", flüsterte sie, während sie ihn langsam zu ihm runterzog. „Ich dich auch", murmelte er, bevor sich ihre Lippen ganz leicht berührten. Doch er trennte sie schnell wieder von einander und schaute auf sie herab, während ihre Körper sich gegenseitig wärmten. „Sie sagten mir, dass du tot wärest, Harls." Sie nickte nur. „War ich auch fast..." Er blickte sie neugierig an, jedoch konnte sie auch etwas Sorge in seinem Gesicht erkennen. „Ich habe versucht dich zu retten, als Bats dich ins Wasser gezogen hat...", sie räusperte sich, etwas peinlich berührt, „Und in dem Moment habe ich irgendwie vergessen, dass ich nicht schwimmen kann..." Sie schaute ihm wieder in die Augen und konnte ganz klar sehen, dass er sich ein Lachen verkneifen musste. „Jedenfalls wurde ich gerettet." „Von wem?" Sie wusste nicht was sie ihm antworten sollte. Sie wollte ihm irgendwie nicht von Ivy erzählen, denn sie war die einzige, bei der sie Unterschlupf finden konnte, falls sie es brauchte. Jedoch wollte sie ihn auch nicht anlügen. „Ist das jetzt nicht egal?", fragte sie und versuchte ihn wieder zu sich runterzuziehen. „Harley", er schaute mit einem durchdringenden Blick auf sie hinab. Sie seufzte. „Von Ivy..." „Poison Ivy?" Sie nickte langsam. „Ich dachte sie wurde aus dem Asylum entlassen, und zwar von niemand geringerem als dir." Sie nickte wieder langsam. Die Blondine hörte und fühlte ihn laut ausatmen. „Ach Harley... wir knüpfen keine Freundschaften mit Leuten, die nichts mit unseren Geschäften zu tun haben." Doch er klang nicht wütend, wie sie es eigentlich erwartet hatte. Seine Finger strichen ihr über die Wange. „Aber", plötzlich beugte er sich wieder zu ihr runter, „Lass uns diesen Moment nicht zerstören." Und dann kollidierten ihre Lippen wieder miteinander, dieses Mal härter und verlangender. Harley grinste erleichtert in den Kuss rein und zog ihren Puddin' unter das strömende Wasser der Dusche. Ihr Kuss wurde immer intensiver, während das warme Wasser in langen Strömen über ihre nackten Körper floss und von ihren Lippen tropfte, während diese in gleichmäßigen Bewegungen die Sucht des anderen befriedigte.
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