„Guten Tag, Mr. J." Harleen ignorierte die Festlegung, dass sie ihn nicht mehr so nennen durfte. Sie musste es ja auch nicht aufschreiben. Sie hatte einfach nur genug davon die ganze Zeit rumkommandiert zu werden und das zu tun was die Vorgesetzten von ihr verlangten. Schlechte Laune und Müdigkeit gestalteten ihren Tag. Manchmal saß sie einfach nur rum und starrte die Wand an. Sie fühlte sich grässlich. Dr. White hasste sie, Dr. Arkham beobachtete sie seit zwei Tagen immer so komisch, als ob er von irgendetwas wüsste, ihre beste Freundin würde sie nie wieder sehen und ihr Lieblingswächter redete nicht mehr mit ihr. Nachdem sie ihm gesagt hatte, dass sie kein Interesse hatte, hatte er einfach nur stumm ihr Büro verlassen und ihr waren den ganzen Tag lang Tränen über die Wangen geströmt. Auch der Joker hatte bemerkt, dass irgendwas nicht stimmte. Er war der einzige Trost in ihrem Leben. Obwohl er immer in einer Zwangsjacke steckte, fühlte es sich in seiner Gegenwart immer so an, als ob er sie umarmen würde und ihre Laune stieg wieder etwas an. Es war so, als ob ihr ganz kalt war und er sie durch seine Präsenz wärmte. Und das führte nur noch dazu, dass sich ihre Gefühle für ihn verstärkten. Eigentlich war der kleine Engel nicht mehr vorhanden. Sie hörte nur noch auf den Teufel. Und sie würde es auch nicht anders wollen. „Hallo Doktor!" Er grinste. Herzklopfen. Sie lächelte zurück. „Ich lebe für diese Momente mit dir!", meinte er und grinste nur noch breiter. Am liebsten hätte sie das selbe erwidert, aber sie lachte nur kurz auf und lächelte weiter. Dann fiel ihr das kleine Geschenk ein, dass sie in ihrer Jackentasche versteckt hatte. Sie beugte sich runter und griff nach dem Stofftier. „Was hast du da?", hörte sie die Stimme des Jokers fragen. Sie kam wieder hoch und hielt ihm das Plüschtier entgegen. „Ich hab dir ein Kätzchen besorgt", grinste sie. Sie war in der Stadt unterwegs gewesen, hatte mal die Sonne genossen, da es jetzt so langsam Frühling wurde und war an einem Schaufenster vorbeigelaufen und hatte diese kleine Katze gesehen. Das hatte sie an eines ihrer Gespräche mit dem Joker erinnert. Sie erinnerte sich noch ganz genau an seine Worte. „Weißt du, Doktor, wenn man die beliebtesten Haustiere miteinander vergleicht, würde ich eher zur Katze tendieren. Die sind so unabhängig, sie machen was sie wollen, dürfen alles und überall hin. Und trotzdem müssen sie sich über nichts Sorgen machen, weil sie wissen, dass sie immer nach Hause kommen können und dort alles bekommen können, was sie brauchen. Sie nutzen ihre Besitzer förmlich aus. Diese sind wie Hunde. Die machen immer das was ihre Herrchen ihnen sagen. Wenn man es so sagen kann, bin ich die Katze und die anderen sind meine Hunde, denn wenn sie nicht das machen, was ich ihnen sage, dann bekommen sie meine Krallen zu spüren und werden nie wieder Tageslicht erblicken." Dann hatte er gelacht. Und in dem Moment hatte sich Harleen gefragt, ob sie auch mal den Hund spielen würde. „Wie aufmerksam", sagte der Joker und betrachtete die Plüschkatze grinsend. Harleen legte diese auf den Tisch. „Also, J, wie geht es dir heute?" „Hervorragend, wenn nicht sogar besser als sonst." Er grinste. „Und warum das?", fragte sie leise, während sie merkte wie sie sich immer näher und näher kamen. „Weil du hier bist, Harley." Sie lächelte noch mehr. „Aber das bin ich doch sonst auch immer." Plötzlich lehnte er sich wieder zurück und schaute sie siegessicher an. Etwas verwundert und enttäuscht ließ sie sich auch wieder zurück in den Stuhl fallen. „Da gibt es etwas, was du für mich tun kannst, Doktor." „Alles... Ich meine ja...", sagte sie wie in Hypnose. „Ich brauche ein Maschinengewehr." Etwas überrascht schaute sie ihn an. „Ein Maschinengewehr?" Er grinste.
Sorry, dass es so lange gedauert hat...
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Emergency Exit Madness - Abgebrochen
Fanfic"I'm not crazy - I'm just insane." Harleen Quinzel. Eine Psychologin im Arkham Asylum, gefangen in ihrer eigenen Einsamkeit. Sie trägt ein gebrochenes Herz mit sich rum - Sie hat niemanden. Ihre einzigen Freunde sind ihre Patienten im Asylum. Doch a...
