Damino
Es war beinahe zu einfach. Ich musste nicht einmal fragen, sie kam auf mich zu. Etwas betrunken, aber bei Verstand. Ich kenne nicht einmal ihren Namen, aber das ist mir auch egal. Sie bot mir die perfekte Gelegenheit, die gerade erst stattgefundene Auseinandersetzung bei der Party mit Kyrian, die fast wieder aus dem Ruder gelaufen wäre, vergessen zu lassen.
So ein verschissener Mistkerl. Er meint, sagen zu müssen, dass ich ein Flachwichser sei und mich gefälligst verpissen solle. Mitten in dem Moment, als ich mir einen Drink holen wollte, kam er mit so einem Maulwerk auf mich zu. Ich wünschte, ich hätte ihm ins Gesicht gespuckt, aber die Lehrer sind dazwischengekommen.
Ich küsse ihren Hals entlang und greife dabei nach hinten. Mit einer geübten Bewegung fällt der BH auf das Bett, während ich sie ins Kissen drücke. Die andere Hand übt Druck auf ihren Tanga aus, genau an der Stelle, an der sie sich zu winden beginnt.
„Hör bitte nicht auf."
Ich lecke über ihre aufgerichteten Nippel und beobachte ihre Reaktion, wie sie die Augen schließt, den Mund leicht öffnet und versucht, sich ihre pinken Haare aus dem Gesicht zu streichen.
„Sag mir nicht, was ich tun soll", grummle ich und schiebe ihre Unterwäsche zur Seite. Sie stöhnt laut auf.
„Sei einfach still", füge ich hinzu und vergrabe meine Hände in ihren Hüften. Dann spalte ich ihre Beine und lege meine Hand auf ihren Lustpunkt. Ich beginne, meine Hand kreisen zu lassen. Sie wirft den Kopf tiefer ins Kissen. Meine Bewegungen werden härter und fester.
Ich knie mich hin und senke meinen Kopf zu ihrem Spalt, um sie zu lecken. Sie greift nach meinem Kopf, um mich zu lenken, doch ich pinne ihre Hände seitlich neben sich fest.
„Lass das", knurre ich warnend.
Sie nickt und verharrt in ihrer Position. Ich mache weiter, während sie immer heftiger zu atmen beginnt.
Meine Finger umgreifen ihre Brüste, drücken zu und zwirbeln ihre Nippel.
Dann streife ich mir die Hose herunter und umfasse mein Glied. Gerade als ich in sie eindringen will, vernehme ich näherkommende Stimmen. Das war dann auch alles. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass unsere Ruhe so schnell gestört wird. Die Stimmen kommen näher.
Ich seufze frustriert. Der Moment ist nun versaut. Ich rücke von ihr ab.
„Zieh dich an", sage ich scharf und streife mir wieder die Hose über. Sie schaut bedrückt, als sie die Decke an sich zieht und ihre kleinen Brüste bedeckt.
„Aber..."
Ich verdrehe die Augen. Wozu immer diese Diskussionen? Ich war doch direkt.
„Sofort. Und dann verschwinde", betone ich laut. Sie schmollt, tut aber, was ich ihr aufgetragen habe. Sie erhebt sich vom Bett und stellt sich vor mich. Sie geht mir gerade mal zu meinem Brustbein. Dann sieht sie hoch zu mir.
„Werden wir uns nochmal sehen?", möchte sie außer Puste wissen, während sie sich ihr gelbes, mit Blümchen verziertes Kleid überzieht.
„Nein. Verlass das Zimmer", sage ich und öffne ihr die Tür. Sie blickt mich verwirrt an. Ich verziehe keine Miene, dann dreht sie sich endlich um und sagt: „Verstehe."
Ich schließe wieder die Tür und setze mich aufs Bett. Paar Sekunden ist es still, als ich die Kondompackung wieder weglege. Plötzlich öffnet sich die Türe wieder.
„Ich weiß es wirklich nicht, aber..." – Daxton unterbricht sich, als er mich sieht. Mein Blick fällt auf das schwarzhaarige Mädchen neben ihm.
„Ich hatte gehofft, dass du noch unten bist", beendet er seinen Satz enttäuscht. Er klingt etwas müde. Ich schweige und sehe zu Asteria. Sie sieht nicht aus, als wäre se auf die Party gegangen. Natürlich. Langweilerin. Was auch sonst.
„Okay, das war's dann für mich. Wir reden ein andermal", sagt Asteria, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Der Umstand, dass ich oberkörperfrei vor ihr sitze, scheint sie nicht zu interessieren. Ich erhebe mich.
„Tut euch keinen Zwang an, ich werde euch schon nicht belauschen", meine ich trocken. Ich greife nach einem Buch und setze mich wieder näher zur Wand.
Ich höre sie ein seltsames Geräusch machen, es klingt wie ein Schnauben.
„Wie auch immer, ich gehe jetzt ins Bett. Schlaf gut, Dax." Sie lächelt ihm kurz zu und dreht sich dann um. Ich sehe auf.
„Weiß er eigentlich, was du abends so für Sachen treibst?", stoppe ich sie mit meiner Bemerkung.
Ihr Gesicht wirkt angespannt. Daxton greift nach seinem Kissen, als er eintritt und richtet es. Sie bleibt beim Türrahmen stehen. Dann sieht er wieder zu ihr.
„Was labert der Typ?", fragt er mit hochgezogener Braue. Asteria stemmt eine Hand in die Hüfte.
„Hör nicht auf ihn, er redet Unsinn." Ihre Stimme klingt glaubhaft. Sie lügt wie gedruckt, ich bin fast beeindruckt. Ich klappe mein Buch zu.
„Unsinn? So ist das also? Sich zu–" will ich anfangen, doch sie unterbricht mich frech.
„Halt den Mund. Du kennst mich doch gar nicht!" Ihre Mundwinkel verziehen sich. Daxton blickt von mir zu ihr hin und her.
„Klärt mich bitte endlich jemand auf", sagt er stirnrunzelnd.
„Ja, Asteria, erklär es ihm doch bitte", stichle ich. Ich deute mit der Hand auf ihn. Meine Laune bessert sich angesichts ihrer wechselnden Gesichtszüge. Ich muss zugeben, ich finde es amüsant, wie sehr sie sich bemüht, gelassen zu bleiben.
Sie zeigt mit dem Finger auf mich und kommt näher, betritt endlich das Zimmer.
„Zieh Leine." Ihre Stimme ist ruhig und beherrscht. Ich halte ihrem Blick stand. Ich senke den Blick.
"Das ist mein Zimmer."
Wenn jemand gehen soll, dann ja sie. Sie schnaubt verachtend.
„Daxton, es gibt nichts zu erklären. Er hat einfach Spaß daran, mich aufziehen zu wollen", sagt sie und bleibt vor mir stehen. Sie kneift die Augen zusammen, beugt sich hinunter und greift nach meinem T-Shirt, das auf dem Boden liegt. Ihr angenehmer Duft steigt mir in die Nase, und ich kann nicht verhindern, ihr auf die Lippen zu sehen. Dann richtet sie sich auf, sie geht mir bis oberhalb zum Kinn und wirft mir das Shirt gegen die Brust.
„Und zieh dir verdammt nochmal was an." Ich hebe beide Augenbrauen leicht. Diesmal hat sie tatsächlich etwas nach mir geworfen. Dann verlässt sie wortlos das Zimmer und schließt die Tür hinter sich.
Am nächsten Morgen ist Daxton bereits aus dem Zimmer, und ich bin erleichtert. Heute kann ich endlich meinen Bruder besuchen. Ich gehe duschen, ärgere mich über das lauwarme Wasser und hole mir dann mein Frühstück in der Cafeteria. Ich will so schnell wie möglich hier weg. Es ist meine letzte Chance, danach kann ich ihn erst in drei Wochen wiedersehen. Um zehn würde ich vom Fahrer am Eingangstor abgeholt werden, was bedeutet, dass ich noch genug Zeit habe, um in die Bibliothek zu gehen.
Heute ist es windig, und die Wolken lassen die Gegend trüb erscheinen. Deshalb habe ich mich für einen dickeren Pulli und eine graue Jogginghose entschieden.
„Schön, dich wiederzusehen", begrüßt mich der Bibliothekar, und ich nicke. Mein Blick fällt auf sein Namensschild. Martin Philler. So heißt er also.
„Du kannst mich auch gerne Martin nennen", sagt er, als er meinen Blick bemerkt.
„Meinen Namen kennst du ja", sage ich und versuche, freundlich zu klingen. Ich reiche ihm das Buch, das ich mir ausgesucht habe. Er greift danach und scannt es.
„Stephen King – ein großartiger Schriftsteller. Gute Wahl", kommentiert er und reicht es mir zurück, nachdem ich meinen Ausweis gezeigt habe.
„Ja, er hat es echt drauf." Ich muss leicht grinsen.
Ich verabschiede mich von ihm und eile zum Ausgang. Mit meiner gepackten Sporttasche, in der schmutzige Wäsche verstaut ist, steuere ich auf eine Bank zu, die einen perfekten Ausblick auf die Straße bietet.
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𝑩𝒆𝒕𝒘𝒆𝒆𝒏 𝒚𝒐𝒖 𝒂𝒏𝒅 𝒎𝒆
Romance„𝑺𝒂𝒈 𝒎𝒊𝒓, 𝒘𝒊𝒆 𝒅𝒖 𝒅𝒊𝒄𝒉 𝒇ü𝒉𝒍𝒔𝒕", höre ich seine Stimme, leise und eindringlich. Ich suche nach einer Antwort, doch mir fehlen die Worte. Sein weiterer Stoß wird tiefer und ich stöhne ein weiteres Mal widerwillig. „Wenn du mir nicht...
