Dachte ich belohne eure Aktivität und eure fleißigen Votes mit einem weiteren Kapitel, da ich es schneller, als ich dachte fertig stellen konnte. Kommentieren nicht vergessen !!
Damino
„Denk daran, was wir zuvor in meinem Büro besprochen haben. Du kannst Kompromisse eingehen, aber das Bauprojekt darf auf keinen Fall verschoben werden, verstanden?" Der mahnende Ton meines Vaters dringt durch meinen Airpod.
„Warum muss ich dieses Gespräch alleine führen?", frage ich, sichtlich genervt. Ich höre ihn auf der anderen Leitung seufzen. „Du kennst den Grund. Ich möchte, dass du in Zukunft solche Aufträge eigenständig annehmen kannst, ohne meine Begleitung. Und zusätzlich bin ich gerade im Ausland, falls du das vergessen hast."
Ich richte meine Krawatte, die mich seit Beginn unangenehm am Hals kratzt. Seitdem ich meinen Vater in seinem Unternehmen unterstütze, werde ich jede Woche irgendwo hingeschickt, um mit seinen Angestellten oder Beamten zu reden. Ich will nicht undankbar klingen, aber ich brauche wirklich mal eine Pause vom ständigen Planen, den Besprechungen und den Verhandlungen. Er hatte mir versprochen, dass die Wochenenden mir gehören und ich diese Zeit für mich nutzen kann. Trotzdem fällt es mir schwer, geduldig mit all diesen Gesprächen zu sein. Ich bin froh, dass mein Bruder künftig die rechte Hand meines Vaters sein möchte. Ich glaube nicht, dass es wegen seiner Leidenschaft für den Beruf ist, eher wegen des Geldes.
Ich halte an, als ich den Wegweiser zum Büro der Naturschutzbehörde entdecke.
„Ich erinnere mich", sage ich schließlich. „Mein Junge, ich meine es nur gut mit dir. Irgendwann werde ich die Firma nicht mehr leiten können, und dann wirst du deinen Bruder unterstützen müssen, verstehst du?" Im Hintergrund höre ich laute Stimmen. Anscheinend hatte er sich während eines Meetings kurz Zeit genommen, um mich anzurufen. Ich folge der Wegweisung und biege an einer Ecke ab, die mich direkt zum großen Hauptgebäude führt.
„Ich verstehe, Dad." Meine Schritte verlangsamen sich, als ich vor einer Bürotür stehe. „Ruf mich an, wenn du nach Hause fährst, okay?"
„Werde ich. Bis später, und danke, ich weiß deine Hilfe zu schätzen, wirklich." Ich höre ein leises Rauschen, bis er wieder spricht.
„Immer gerne", sagt er. Nach einer kurzen Verabschiedung lege ich auf. Es ist mir bewusst, dass er es gut mit mir meint, und genau deshalb schätze ich ihn als Vater so sehr. Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass meine sozialen Fähigkeiten nicht ausreichen, um jede Woche mit so vielen verschiedenen Menschen zu reden. An manchen Tagen fühle ich mich einfach ausgelaugt. Deshalb hoffe ich inständig, dass dieses Gespräch so schnell wie möglich vorüber ist. Ich halte die versiegelte Mappe mit den Akten in der Hand und stecke meine Airpods in die Anzugshose.
Dann klopfe ich zweimal und warte.
Ich werde hineingerufen und betrete das geräumige Büro. Die Fenster reichen bis zur Decke, und zahlreiche grüne Pflanzen schmücken den Außenbereich der Terrasse. Ich muss nur die Baugenehmigung besprechen und unterschreiben lassen, und dann kann ich auch wieder gehen.
Ich blicke zum langen Schreibtisch auf der linken Seite und entdecke ein prüfendes Gesicht, das mich mustert. Eine recht junge Dame sitzt hinter einem Schreibtisch voller Akten und deutet auf den Stuhl vor mir. Wenn ich sie jetzt genauer betrachte, ist sie beinahe zu jung für diese Position. Auf ihrem Namensschild auf der rechten Seite ihrer weißen Bluse, die nicht bis zum letzten Knopf zugemacht ist, lese ich „Leiterin".
Ich reiche ihr meine Hand. Sie ergreift sie und schüttelt sie kräftig.
„Guten Tag, Miss Rainford, mein Name ist Damino Remington. Ich bin hier wegen der Genehmigung für das Bauprojekt in der Nähe des östlichen Gebiets Ihres Waldes. Wir haben die Unterlagen eingereicht, und ich wollte mich erkundigen, wie der Stand der Dinge ist."
DU LIEST GERADE
𝑩𝒆𝒕𝒘𝒆𝒆𝒏 𝒚𝒐𝒖 𝒂𝒏𝒅 𝒎𝒆
Romance„𝑺𝒂𝒈 𝒎𝒊𝒓, 𝒘𝒊𝒆 𝒅𝒖 𝒅𝒊𝒄𝒉 𝒇ü𝒉𝒍𝒔𝒕", höre ich seine Stimme, leise und eindringlich. Ich suche nach einer Antwort, doch mir fehlen die Worte. Sein weiterer Stoß wird tiefer und ich stöhne ein weiteres Mal widerwillig. „Wenn du mir nicht...
