Kapitel 69

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Ashton POV

Nachdem ich mich erstmal ausgiebig um Harry kümmerte - wir unternahmen momentan echt wenig - entschloss ich, mal wieder das Haus zu putzen.

Wäsche waschen tat ich ebenso, doch davor schrieb ich Luke.

》Komm her Luke.. Bitte xx《

Gerade als ich dabei war, die erste Wäsche zu bügeln, klingelte es an der Tür und Harry rannte dorthin.

"Wir wollen keine Kekse", kicherte mein kleiner Bruder, was mich den Kopf schütteln ließ.

Er war so naiv und kindlich.

Kurze Zeit später trat ein nachdenklicher Luke, mit einem Lockenkopf an der Hand, ins Wohnzimmer.

"Lass mich noch eben zu Ende bügeln, ich räum dann später weiter auf."

Ich lächelte nicht, nein, denn ich konzentrierte mich gerade auf die Aufgabe vor mir.

In den nächsten 20 Minuten spielte Luke ein wenig mit meinem Bruder und das war auch gut so. Er hatte mich heute schon traurig gesehen und vielleicht würde er ja endlich die Sache vergessen.
Ich schwor mir selber, nie wieder schwach vor meinem kleinen Bruder zu sein.

Schon bald war es 9:30 PM und ich War endlich fertig.

"Harry ? Du musst nun ins Bett..-"

"Aber ich will nicht!"

"Harry.. Bitte mach keinen Aufstand. Du hast es mir versprochen."

"Aber Ashton , Luke ist doch gerade hier! Ich bin schon groß. Ich hab nichtmal gegähnt", schmollte er trotzig und stampfte mit dem rechten Fuß auf den Boden.

Er mochte Luke.

Ich seufzte, nahm Harry unter meine Arme und trug ihn eigenhändig in sein Bett.

"Du musst morgen zur Schule und normalerweise schläfst du schon um 9:00 PM.."

Luke POV

"Heii Harry?", meinte ich und setzte mich neben sein Bett.

"Wir spielen ein kleines Spiel , in Ordnung ? So zum einschlafen", schlug ich vor und die Grünen Augen meines gegenübers funkelten mich aufgeregt an.

"Wie geht das Spiel Luke?"

"Du legst dich hin und machst die Augen zu. Dann denkst du an das was du heute Nacht träumen willst und erzählst es mir. Überlege nicht lange , sondern erzähl einfach immer das nächste was dir in den Sinn kommt. Und wenn du fertig bist , bin ich dran. Einverstanden ?"

Der Lockenkopf nickte erfreut , ich zog seine Decke noch ein wenig höher und dann fuhr mein Blick zu Ashton. Ich lächelte und nickte nur kurz , um ihm zu verstehen zu geben, dass ich das schon machen würde.

Harry erzählte mir , dass er in seinem Traum gerne fliegen würde. Er meinte , das dies die besten Träume sind und da stimmte ich ihm zu.

Ich hatte extra das Spiel vorgeschlagen , weil ich wusste das ich nichts mehr erzählen bräuchte , denn wie erwartet, schlief er bereits nach 20 Minuten ein.

Leise verließ ich das Zimmer von Harry und wollte aufs Zimmer gehen, doch als Ashton nicht da War, suchte ich unten weiter.
Ich fand ihn auf der Terrasse auf der Sitzschaukel sitzen und ging ebenfalls nach draußen. Ohne das er was sagte, begann ich das Gespräch.

"Er schläft .. hör zu Ashton. Du hast recht. Eigentlich sollte ich mich glücklich schätzen von einem Menschen wie dir geliebt zu werden. Und ich bin auch glücklich , wirklich ! Ich bin im Moment glücklicher als ich es je gewesen bin. Und es geht mir auch gar nicht wirklich um den Status .. ich brauche Menschen um mich herum, um mich nicht alleine zu fühlen.
Was denkst du, wieso ich so oft feiern gehe und abends nicht nach Hause komme ? Warum ich nicht nach Hause will ? Weil dort keiner auf mich wartet.

Ich bin immer alleine in diesem großen Haus. Selbst wenn meine Mum da ist , bin ich alleine. Das Haus ist so groß , dass man sich selbst dann aus dem Weg geht. Aber bei dir .. du .. du hast Harry und deine Mum.
Du hast Menschen um dich herum, die dich lieben und die dich brauchen.

Aber irgendwann fragst du dich einfach, wozu das ganze ? Wofür noch ? Für wen noch ..? Für mich Garantiert nicht. Ich meine , ich akzeptiere mich weniger als irgendwer sonst und kann mir nicht einmal selbst eingestehen das da diese .. diese Elefanten in meinem Bauch sind wenn du da bist.. ich weiß einfach nicht wie ich klarkommen soll. Wenn andere dieses Bild von mir haben , dieses perfekte Bild , dann habe ich eine Aufgabe. Nämlich die , so zu werden , wie mich alle haben wollen.
Verrückt , ich weiß. Du brauchst mich aber nicht immer mit zu dir nehmen .. du bist zu gut für mich. Ich hab das alles verdient ..", sagte ich nun quer raus und hatte die ganze Zeit auf Ashtons Gesicht geblickt.

Dieser hatte mich nämlich nicht angesehen , sondern einfach nach draußen in die Ferne geschaut.

Nach gefühlten Stunden drehte er seinen Kopf zu mir und seine Augen trafen meine.

Ashton POV

Der Tag war anstrengend.

Zuerst Zuhause lernen, mit Mum reden, ihr die Tabletten geben, dann Harry abholen, arbeiten, dann in die Kita, in der Kita der Vorfall mit dem Typ, der Luke so verunstaltete - nebenbei; er ist trotzdem heiß- Neid' , dann der 'Streit' mit Luke, Haushalt , Harry quängelte und Luke half mir.

Irgendwie war dies alles ermüdigend und trotzdem war ich den Stress teilweise gewohnt. 

Ich sollte langsam mal wieder landen, nicht dass ich all zu tief falle..

Als Luke dies alles dann sagte, fühlte ich mich automatisch schlecht. Ich sah ihn nicht an, denn es war mir peinlich was ich gerade dachte.
Luke hatte es viel schwerer als ich.

Ich sah zu ihm.

"..Komm her", flüsterte ich einfach nur und breitete meine Arme aus, damit er sich anlehnen konnte.

Er hatte nie jemanden, bis aus Calum. Aber wie sollte er denn alle Last auf Calum abladen, wenn er sie sich selbst nie eingestanden hat?

Nach kurzem Zögern folgte Luke meiner Anweisung und kurze Zeit später lag er nun in meinen Armen, sein Gesicht in meiner Halsbeuge vergraben und seine Hände fest in meinem Hoodie gekrallt.

"Du hast nicht getrunken. Nicht einen tropfen. Du glaubst nicht wie stolz ich bin, dass du das nicht brauchst. Ich hatte schon Angst, dass du abhängig von dem Zeug bist", murmelte ich traurig und strich Luke durchs Haar.

Ich musste lächeln, als ich nochmal über seine Worte nachdachte.

"Ich gebe dir eine Aufgabe; falls irgendwas passieren sollte, möchte ich dass du und Niall sich um Harry kümmern. Zumindest dann wenn meine mum..-", ich unterbrach mich selber. 

Ich wollte es nicht ausprechen.

"Außerdem will ich,  dass du lernst, dich zu akzeptieren. Weißt du, ich bin stolz darauf, Schwul zu sein. Guck mal es hat mehr als viele Vorteile:
- man braucht keine Angst haben, Kinder in die Welt zu setzen
- du musst nicht aufpassen was du sagst, denn Frauen finden in jedem Wort erwas negatives.
- Du musst nicht lernen BH's zu öffnen
- du kannst Dinge tun, die du vor einem Mädchen nie tun würdest.
- du musst nicht shoppen gehen.
- du k"

"Ja ja, ich habs verstanden.."

Ich grinste zufrieden und küsste Lukes Kopf.

"Ich liebe dich Luke.."

♡☆♡☆♡☆♡☆♡☆♡☆♡☆♡☆♡☆♡

Ich hab einfach nur noch 2 Tage Schule .. :o

Gruselig ._. ❤

Falls du das heute noch von niemandem gehört hast , 》Du bist wichtig und wunderschön.《 ❤

Wir lieben euch alle ❤

xx Voodoo Doll xx | Lashton| Buch 1Stories to obsess over. Discover now