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Kapitel 83

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Fünf Minuten später saßen Mint und Michael noch immer eng zusammengekuschelt auf dem Boden der Toilettenkabine und genossen ihre vertraute Nähe zueinander. Solange der Musiker nicht hundertprozentig Sicher sein konnte, dass die Schmerzen seiner Freundin nachgelassen haben, wollte er diese nicht gehen lassen. Für sie würde er auch noch mehrere Stunden auf dem kalten und unbequemen Fliesenboden sitzen bleiben. "Paddy?", sanft streichelten ihre Fingerspitze über seine Brust und spielten mit dem silbernen Reißverschluss seines Pullovers, "Können wir das öfters machen?", schauten ihre grünen Augen ihn bittend an. "Auf dem Boden vor einer Toilette sitzen?", grinste er mit einem breiten Lächeln im Gesicht. "Nein. Ach man, du bist doof.", brachte sein liebevolles Necken sie zum lachen, "Ich meinte eigentlich, ob wir öfters zusammensitzen und kuscheln können?" "Natürlich Maus, nichts leichter als das. Von mir aus können wir nach der Tour, das ganze restliche Jahr nur noch kuscheln. Ich habe sonst keine anderen Pläne, außer das ich mit dir gemeinsam nach London reisen und danach Weihnachten feiern möchte. Ansonsten bin ich offen für alles.", berührten seine weichen Lippen ihre Wange. Insgeheim hätte er nichts dagegen, öfter mit ihr vor einer Toilette zu kuscheln... vorausgesetzt, der Grund für ihren Aufenthalt dort würde mit dem Wunsch nach einem gemeinsamen Nachwuchs zusammenhängen. Doch leider waren sie von diesem Lebensabschnitt noch einige Jahre entfernt, falls er überhaupt jemals eintreten sollte. Er wollte Mint mit seinem sehnlichen Wunsch nach einem eigenen Kind nicht unter Druck setzen. Warum konnte er nicht einfach ein paar Jahre jünger sein, dann würde ihm die Zeit nicht so drängend im Nacken sitzen. Glücklich schauten ihre grünen Augen ihn an, "Dein Plan klingt perfekt... jedoch müssen wir auch London ein bisschen erkunden." "Machen wir my bosslady. Du wirst eine persönliche  Paddy Rundführung bekommen, mit all meinen Geheimtipps." "Ich bin schon sehr gespannt mein Schatz.", zog sie ihren Freund am Kragen seines Pullovers zu sich, um ihn zu küssen. Ihren Kuss sofort erwiedert, stupste Michael zaghaft mit seiner Zunge an ihre Lippen. Ein vielsagender Blick aus seinen blauen Augen ließ sie sofort verstehen, worauf er hinauswollte. Vorsichtig gewährte sie ihm den Eintritt seiner Zunge und entlockte seiner Kehle damit ein zufriedenes Seufzen. Seine linke Hand achtsam in ihr Kreuz gelegt, zog der Musiker seine Freundin an sich heran und intensiverte, durch die gewonnene Nähe, ihren Kuss. Ein angenehmes Kribbeln breitete sich in ihrem Bauch aus und vertrieb die letzten verbliebenen Schmerzen. „Michael", seufzte sie genussvoll seinen Namen in den Kuss hinein, während er sanft ihre Zunge mit seiner umschloss. Wie ein plötzlicher Schlag durchströmte das Blut ihre Adern, und ihr Herz begann zu hüpfen. Er wusste genau, wie er sie um den Verstand bringen konnte. Bedacht drückte Mint ihn mit seinem Rücken fester gegen die Wand und schlang ihre Arme um seinen Hals... sie wollte ihn nie wieder gehen lassen. Einen Mann wie ihn findet man nur einmal im Leben.

Ein verliebtes Lächeln zierte die Gesichter des Pärchens, nachdem sie ihre Lippen, schweren Herzens, von einander trennten. "Von mir aus...", holte Michael tief Luft, "...können wir das hier, auch gerne öfters machen." Mint nickte, "Nur vielleicht mit ein paar mehr Atempausen. Nicht das dir irgendwann die Luft ausbleibt my love.", zwinkerte sie ihm lachend zu. "Du bist frech kleine Maus.", piekste er ihr mit seinem Zeigefinger in die Seite, "Sobald ich meine Lungenentzündung losgeworden bin, zeig ich dir liebend Gerne wie viel Ausdauer ich besitze." "Soll das eine Drohung sein Brummel?", biss sie verführerisch auf ihre Unterlippe. "Niemals, dass würde ich nie tun.", grinste er und küsste die Tonfrau erneut. "Na, dann bin ich mal gespannt auf deinen Beweis.", hauchte ihre Stimme seicht an seine Lippen. Sie konnte es kaum mehr erwarten, bis sie ihn endlich wieder in seiner Gesamtheit spüren darf. Ihren süßen Casanova. Zum Glück hat sie vor zwei Monaten ihren Innerenschweinehund überwunden und ihn vollständig in ihr Herz gelassen, "Dieser Ort ist etwas ganz besonderes." "I know. Hier bist du meine Freundin geworden.", stupste seine Nase zart gegen ihre, "Hamburg wird uns für immer verbinden." "Eigentlich müssen wir uns hier verewigen.", überlegte Mint laut und brachte ihren Freund damit auf eine verrückte Idee. Seine rechte Hand in seine Manteltasche gesteckt holte er einen schwarzen Eyeliner hervor, der bei der Tonfrau für große Irritation sorgte. "Wait, der gehört mir. Woher hast du den?" "Den hast du bei mir vergessen.", lachte er. "Und warum wohnt er in deiner Jackentasche?", sah sie in fragend an. "Na, weil ich ihn dir wiedergeben wollte bosslady. Keine Angst, ich nehm heimlich keine Make Up Tutorials auf." Mit der Vorstellung brachte er sie zum lachen, "Schade, die würde ich mir gerne anschauen." "Nä glaub mir, von mir möchtest du keine Make Up Tipps.", schmunzelte der Musiker, "Ich schaff es ja nicht einmal meine Blässe zu verstecken." "Ach glaub mir...", wank sie ab, "...ich bin auch kein Profi." "Das ist nicht wahr, du siehst immer wunderschön aus." "Du süßer Schleimer, danke.", küsste sie ihn liebevoll. "Gerne. Bevor ich dir deinen Stift allerdings zurückgeben, möchte ihn noch einmal entwenden... wenn ich darf?", grinsten seine Lippen breit über sein gesamtes Gesicht. Bei der Idee, die er gerne umsetzen wollte, überkam ihn ein Gefühl, das ihn an einen jungen, verliebten Teenager erinnerte... die ersten Schmetterlingen im Bauch, die man nur einmal im Leben erlebt. In gewisser Weise war dieses Empfinden sogar wahr, obwohl er längst nicht mehr in seinen Teenagerjahren war, hatte er sich mit Mint zum ersten Mal so richtig in eine Frau verliebt. Nie zuvor hatte er solch intensive Emotionen für andere Frauen empfunden. Sie ist die Eine. Seine große Liebe. Sein Schicksal. "Komm drauf an. Was hast du vor?", wollte sie neugierig wissen. "Lass dich überraschen. Vertraust du mir?" "Klar.", nickte sie ohne zu zögern. "...dann schließ bitte deine Augen." Sofort kam sie seiner Anweisung nach und schloss ihre grünen Augen. "Nicht schauen Mäuschen.", drehte er seinen Oberkörper ein Stück zu Seite. "Mach ich nicht my love." "Dauert auch nicht lang.", öffnete er den Eyeliner und schrieb mit diesem eine Kleinigkeit auf die Toilettenwand. Kunst, falls jemand fragt... niemals täte er einen halb öffentlichen Platz durch eine Schmiererei beschmutzen. "Augen auf.", steckten seine Finger die Tappe zurück auf den schwarzen Stift. Zufrieden bewunderte er sein kleines Meisterwerk und war äußerst gespannt auf die Reaktion seiner Freundin.. "Ach Gott bist du süß.", fiel sie ihm nach kurzen betrachten seines Werks um den Hals. - M&M = ♡ • 1.10.2022 -, stand auf der weißen Wand geschrieben. "Jetzt sind wir für immer verewigt.", strich er ihr glücklich über ihren Rücken und legte seine Lippen an ihre Stirn, "...und vereint."

seventeen daysGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt