Kapitel 87

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Behutsam hob Michael seine Freundin von seinem Schoß und bettete sie auf die freie Bettseite. Einmal über sie hinweg gestreckt, griff er nach der, weiß verpackten, Creme, die auf ihren Nachttisch stand und nur darauf wartete benutzt zu werden. Neugierig verflogten ihre grünen Augen sein Handeln. "Ich bin genauso vorsichtig wie gestern.", lächelte er sie verliebt an. Ihre Creme nochmals abgelegt, rieb er seine Hände ein paar Mal fest aneinander, "Geht das Mäuschen?", berührten seine angewärmten Finger leicht ihr Haut und schoben ihr, von ihm ausgeliehenes, T-Shirt hoch, bis ihr Verband zum Vorschein kam. "Alles gut.", lehnte sie sich entspannt zurück und schenkte ihm damit ihr vollständiges Vertrauen. "Falls ich dir weh tu, sag mir bitte bescheid.", gab er ihr einen sanften Kuss auf ihre Strin und schob danach auch den Bund ihrer Shorts soweit zurück, bis er ihre Verbrennungen von dem schützenden weißen Material befreien konnte. Den Verband grob zusammengerollt, tauschte dieser seinen Platz mit ihrer Creme. Aus der Tupe einen winzigen Klecks auf seine Hände gegeben, begann er die weiße Substanz äußerst vorsichtig auf ihren Unterbauch zu verteilen. Im Vergleich zu gestern sahen ihre Wunden, um einiges gleichmäßiger aus, so als hätte die Creme ein minimales Wunder vollbracht. Neu waren dagegen mehrere Blaueflecke in der Nähe ihrer Verbrennungen, "Maus, du sollst dir doch nicht ständig wehtun.", umkreiste er mit großen Abstand die bunten Punkte, "Sonst muss ich dich bald in Watte packen." "Ne, das lass mal schön sein my love.", lachte sie leicht auf. "Na gut. Verrätst du mir im Gegenzug dafür woher deine Pünktchen kommen?" "Ich hab mich beim Abbau blöd an einer Metallstange gestoßen. Garnicht schlimm, sie tun auch nicht weh.", beruhigte die Tonfrau ihn, bevor er sich überhaupt Sorgen machen konnte. "Ach Sweety, du musst doch besser aufpassen." "Mach ich, versprochen.", berührte sie seinen Unterarm und strich mit ihrem Daumen zaghaft über seine Haut.

Absichtlich würde sie sich niemals weh tun... selbst bei Karl kam sie nie auf eine solche Idee, obwohl sie damals jeden Grund dazu gehabt hätte, ihrem Leben einem Ende zu setzten, um der Hölle zu entfliehen in der sie gefangen wurde. Das sie ihm entkommen konnte, kam ihr bis heute wie ein Traum vor... der sie am Ende des Tages zu der Liebe ihres Lebens geführt hat. Der Mann der selbst vor der Verpflegung ihrer Wunden nicht zurückschreckte, sodass ihr Bauch nach wenigen Minuten von einer dünnen weißen Schicht bedeckt wurde, wodurch ihr Schmerzempfinden sich sofort reduzierte. Mehr wie ein feines ziehen, verspürte sie kaum. "Noch ein paar Mal und ich bin ein richtiger Profi.", wickelte er ihr behutsam ihren Verband wieder um ihre verwundete Haut und stellte ihre Creme zur Seite. "Das bist du schon jetzt. Du machst das tausend mal besser wie ich.", widersprach sie ihm sanft. "Soll ich weiter machen?", ihren Verband sicher befestigt, rutschten seine Hände ihren Bauch aufwärts und begannen sie dort mit seichten Bewegungen zu streicheln, wobei er brav unterhalb ihrer Brust blieb. Ein angenehmes Kribbeln durchzog ihren Körper, während sie ihre Augen schloss. Von einem auf den anderen Moment überfiel ihre Müdigkeit sie wieder, die paar Stunden Schlaf im Auto haben ihr längst nicht gereicht, um alle Energie-Reserven aufzuladen... zudem haben sie es zehn vor vier. Eine Uhrzeit bei der jeder normale Mensch, der nicht in der Nachtschicht oder ihm Showbusiness arbeitet, längst schläft. "Cuddle.", brummelte sie und rollte sich dabei gegen seine Seite. "Alles was du magst.", hob er seine Bettdecken an, um seine Freundin in seine Arme zu schließen, "Gut so my love?", suchte seine linke Hand den Weg unter ihr T-Shirt und setzte dort sein behutsames Streicheln fort, diesmal allerdings an ihrem Rücken. Zufrieden gab sie einen leisen Ton von sich und schmiegte ihr Gesicht an seine Halsbeuge. Zum einschlafen exestierte kein besserer Ort wie seine Arme. "Good Night my little bosslady.", hauchte Michael ihr einen Gute Nacht Kuss auf die Wange. "Hm... Nacht Schatz.", bekam er ein leises Murmeln als Antwort und einen sanften Kuss auf seinen Hals. Nicht mehr lange und seine Freundin betritt ihr Traumland, wie ihm ihr gleichmäßiger Atem verriet. Nachdem Schock, den er ihr heute bereitet hat, verdiente sie eine ruhige und erholsame Nacht ohne weitere Zwischenfälle.

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⏰ Letzte Aktualisierung: 3 hours ago ⏰

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