Lange ist es her... aber da bin ich wieder mit einem extra langen Kapitel! Viel Spaß :)
Asteria
Es teilen sich zwei rosa Blütenblätter, als ich meinen Mittelfinger oberhalb der Pfingstrose platziere, um sie in ihr zu versenken.
Was tue ich hier eigentlich?
Er ahmt meine kleine Handlung nach und ich keuche laut aus. Er hat seine Aussage ernst gemeint. Nicht, dass ich es je in Frage gestellt habe. Ich beginne mit kreisenden Bewegungen, die Blüten zu massieren und sehe zu ihm runter. Sein Blick ruht auf mir, wie eine Katze auf einem warmen Schoß. Dann schiebt er den Tanga weiter zur Seite und legt einen seiner langen Finger auf meine Klit. Das fühlt sich so schön weich und warm an, dass ich seufzen möchte.
„Das hast du gemacht, als du an mich dachtest?", will er wissen. Meine Antwort liegt mir auf der Zunge. Nein, viel mehr als das, denke ich fast verstohlen. Diese Gedanken haben erst kürzlich begonnen. Kurz bevor ich mit es mit Elli beendet hatte. Da erst habe ich wieder angefangen an ihn zu denken. Was wir hätten werden können und was wir mal waren. Wie seine Lippen auf meinen sich anfühlten und wie seine Stimme klang, als er meinte wie schön ich bin.
Mich holt ein anderer Gedanke ein, der damit zu tun hat, was Damino vorhin über das Thema Frauen erzählt hatte.
„Warte", meine ich knapp. Ich lasse die Blume aus meiner Hand runter zum Strauß sinken. Mein Körper verlangt wesentlich nach mehr, aber mein Kopf mischt sich, wie ein riesiger querliegender Baum, dazwischen.
Seine Bewegungen halten abrupt inne. „Mache ich etwas falsch?", fragt er. Seine Stimme klingt beinahe verunsichert. Das ist untypisch für ihn. Er ist sich nie unsicher.
Ich schüttle den Kopf.
Seine Hände legen sich auf meine Oberschenkel und seine Augen suchen meine. Meine Beine drücke ich wieder enger zusammen, wodurch er nach hinten geschoben wird. Sein Auto ist groß genug, sodass er sich nicht am Rücken stößt.
Wieso suche ich mir immer solche Momente aus, wenn meine heimsuchenden Gedanken mich an den Abgrund ziehen wollen? Ich hätte mir dieses leckere Häppchen an Genuss auf der Zunge zergehen lassen können und dennoch versperre ich mich vor ihm, obwohl er buchstäblich vor mir kniet und tut, was ich sage.
Ich muss wohl auch in Therapie.
„Fühlst du dich unwohl? Habe ich es überstürzt?", fragt er nun. Oh, er ist verunsichert. Er verharrt an seiner Stelle und sucht in meinem Gesicht nach einem Zeichen, das ihm die Antwort auf seine Fragen liefern könnte. Ich will gerade einen Satz formulieren, als meine Hände zu zittern beginnen und mir das Atmen schwerer fällt. So schwer, dass ich mir an den Hals fasse, um nach dem Grund zu suchen. Aber da ist nichts. Und dann passiert etwas, womit ich nicht rechne.
Ich öffne die Autotür und steige so eilig aus, dass ich auf die Knie falle und sich Kies in meine Haut zu bohren beginnt. Aber ich spüre keinen Schmerz, da ich so sehr nach Luft zu ringen versuche. Ich sehe zu meinen Händen runter, die mich stützen, und keuche. Dann wird mir plötzlich etwas klar, was ich schon viel eher hätte beachten sollen, aber durch den Stress verdrängt hatte. Der stechende Geruch von vorhin, die seltsame Luft im Auto. Meine Hände beginnen zu jucken und ich versuche, meinen Atem zu finden.
„Fuck, ist das eine Panikattacke?", höre ich ihn überfordert fragen. Ich bemerke erst jetzt, dass er sich zu mir gebeugt hat und seine Hand auf meiner Schulter abgelegt hat, während er seinen Kopf in meine Richtung gesenkt hat, um meinen Blick zu finden. Ich starre die grauen Kieselsteine an und schüttle den Kopf.
„Chrysanthemen", bringe ich hervor.
„Was?"
„Waren Chrysanthemen... also Blumen... im Strauß?", presse ich zwischen flachen Atemzügen hervor.
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𝑩𝒆𝒕𝒘𝒆𝒆𝒏 𝒚𝒐𝒖 𝒂𝒏𝒅 𝒎𝒆
Romance„𝑺𝒂𝒈 𝒎𝒊𝒓, 𝒘𝒊𝒆 𝒅𝒖 𝒅𝒊𝒄𝒉 𝒇ü𝒉𝒍𝒔𝒕", höre ich seine Stimme, leise und eindringlich. Ich suche nach einer Antwort, doch mir fehlen die Worte. Sein weiterer Stoß wird tiefer und ich stöhne ein weiteres Mal widerwillig. „Wenn du mir nicht...
