Kapitel 49

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(👆 Ein Bild von Curtis)

100 Tausend Reads, vielen dank!!!
Ich kann's gar nicht glauben 😭😭

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Ich bin noch für eine ganze Stunde in die Stadt gegangen um in mich zu kehren, und mich an die Zeit hier zu erinnern. Erst dann, und als auch alle meine Tränen vertrockneten, ging ich zurück ins Hotel.
"Da bist du ja wieder.", sagte Paul als ich reinkam.
"War ich zu lange weg?"
"Nein, ich dachte eigentlich, dass du länger wegbleibst. Also? Gehen wir jetzt zu Curtis?"
Ich nickte. "Jap."

*

Das Haus war wirklich schön. Ich hatte es schon auf Bildern gesehen, aber wenn man hier vor stand, dann wirkte es einfach noch schöner.
Ich betätigte dann die Klingel und wartete. Nur kurze Zeit später öffnete er die Türe und ich war so unbeschreiblich glücklich als ich sein vertrautes Gesicht sah. Diesen Blick wieder zu Gesicht bekam und seine Anwesenheit wieder erbeben durfte.

"Curtis!", rief ich und fiel ihm sofort in die Arme. Sein Geruch war irgendwie total heimisch, als sei es ein Teil von mir gewesen, das mir erst abgenommen, dann wieder gegeben wurde.

"Abby...?", fragte er. Er packte mich an meinen Schultern und löste mich von der Umarmung um mich genau anzuschauen. "Du bist es ja wirklich." Dann umarmte er mich wieder. "Dir geht es gut.", sagte er erleichtert. "Ich habe mir das schlimmste ausgemalt."
"Nein alles in Ordnung." Curtis ließ mich dann abrupt um und musterte mich.
"Seit wann redest du denn so lächerlich? Du hast britisch gelernt?"
"Ja, das habe ich. Curtis, ich habe Paul mitgebracht. Der Prinz von England. Und Paul das ist Curtis."

Sie nickten sich zu, dabei war Curtis derjenige, der als erster seine Hand für eine Begrüßung ausstreckte.

"Kommt rein.", sagte dann Curtis und schloss hinter uns die Haustüre. Im Wohnzimmer bot er uns Platz an und wir setzten uns. Dabei setzte Curtis sich neben mir.

"Red' mal wieder unser englisch.", forderte er auf und lächelte dabei.

"Na klar.", sagte ich dann ohne britischen Akzent. "Jetzt da wir hier sind."

Curtis lehnte sich etwas zurück und dann, in Binnen von Sekunden, zückte er plötzlich eine Waffe und richtete sie auf Paul. Sein Lächeln war verschwunden und mir entging ein Schauder, da ich diesen furchteinflößenden Blick von Curtis kenne- er scheute nicht abzudrücken.

"Was zum Teufel habt ihr mit ihr gemacht?!", schrie er. Paul blieb ruhig, auch wenn gerade eine Waffe auf ihn gerichtet wurde.
"Wenn du abdrückst, bist du sowas von tot.", drohte er.
"Nehme ich in Kauf, Schwuchtel. Wenn du meiner Abby etwas angetan hast."

"Curtis Waffe runter.", sagte ich ruhig. Ich wusste nämlich ganz genau, dass man nur versuchen könnte ihn zu beruhigen, andere Mittel bezwecken nur das Gegenteil.

"Abby geh mir aus dem Weg. Ich töte ihn, und wir hauen ab. Nach Mexiko, Kanada, irgendwo, wo man uns nicht finden kann." Er stand auf und ging näher auf Paul zu wobei ich mich ihm in den Weg stellte.
"Curtis hör auf!"

"Abby, bitte. Ich lasse nicht nochmal zu dass die dich entführen. Wir hauen ab. Wir bauen uns ein Leben auf. Ich habe kein Haftbefehl mehr."

"Weil ich dich mit meinem Geld freigesprochen habe.", sagte Paul. Wir beide schauten ihn an.

"Du warst das?", fragte ich.

"Ja. Vater war das egal, ich habe dir das alles besorgt. Dieses Haus, deine Freiheit. Und jetzt richtetest du die Waffe auf mich."

Curtis schaute ihn an und ich konnte seinen Gesichtsausdruck nicht deuten. Aber er ließ die Waffe sinken und schaute mich wieder an.

"Abby wir können gehen. Wenn du jetzt die Chance nicht ergreifst, werden wir uns nie wieder sehen."

Paul kam auf mich zu, nahm meine Hand und sagte, dass ich nicht mit Curtis abhauen würde.

Und da ertönte der Schuss.

"CURTIS!", schrie ich und nahm ihm die Waffe aus der Hand.

"Chill, ich habe ihn extra nicht getroffen." Das war wahr. Paul schien unversehrt.

"Du hättest ihn treffen können!"

"Nein, du weißt, dass ich nur treffe, wenn ich will."

"Wenn Abigail nicht hier wäre, hätte ich doch schon längst vermöbelt.", sagte Paul dann.

Curtis schaute dann von ihm zu mir.

"Abby?", fragte er dann etwas beunruhigt. "Sag mir bitte nicht, dass du diesen Kerl liebst."

"Doch, das tue ich." Curtis wand den Blick von mir ab, drehte sich um und fuhr sich mit den Fingern über die Lippen, so wie immer, wenn er nachdachte oder etwas schlimmes passiert ist.

Er drehte sich dann wieder zu uns und rastete komplett aus. "Du liebst einen Arschloch, der dich entführen ließ?! Einen britischen Mann?! Wo ist die Abigail, die ich kenne?! Die beatboxt, rappt, 50 Cent und Ice Cube feiert?! Stattdessen vögelst du einen Engländer, und redest wie diese Leute." Paul nahm neben mir beschützerisch meine Hand und stellte sich etwas vor mir, bereit auf Curtis loszugehen.
Aber in dem Moment war ich einfach nur gelähmt.
Curtis hatte mich noch nie angeschrien. Ich dachte er wird froh sein mich zu sehen, genau wie ich mich gefreut habe.
Stattdessen, macht er mir die Augen auf.
All das was ich mit ihm erlebt habe und wie er sich schon immer um mich gekümmert hat, schien unbedeutsam. Ich habe mich in einer so kurzen Zeit verändert und bin nicht der Mensch geblieben, der ich einmal war.

"Tanzt du jetzt zu klassischer Musik? Findest du mich jetzt abstoßend, weil sich der Werte Prinz auf seinem weißen Ross verführt hat? Du ziehst diesen Typen, der mit Geld duscht, mir vor? Abby wir sind zusammen groß geworden. Wir haben uns beschützt. So eine lange Zeit."

Er kam näher auf mich zu und flehte mich nahezu an. "Abby, werd' bitte wieder bodenständig."

Paul stellte sich nun fast komplett vor mich. Und als Curtis die Hand nach mir strecken wollte, holte Paul auf und schlug ihm so hart ins Gesicht, das er zu Boden fiel.

"Wag es nicht meine Frau anzufassen." Paul erinnerte mich wie an diese Nacht mit Philippe, nur dass er jetzt noch viel brutaler erschien. Als wäre er bereit zu töten.
Kein gutes Zeichen, da auch Curtis außer sich war, und jeder es bereute, wenn man sich mit ihm anlegte.
Curtis stand auf, fuhr sich über das Blut an seiner Oberlippe und schaute dann Paul an.

"Das wirst du bitter bereuen."

Und ehe ich mich versah, gingen die beiden brutal aufeinander los.

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Hallo zusammen,
Habt ihr das kommen sehen, dass sie sich gar nicht verstehen? 😏

Und was denkt ihr passiert jetzt?

Liebe Grüße und vielen dank nochmal ❤️

Lady Ghetto Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt