Das Jahr ging, mehr oder weniger, schnell vorüber.
Jetzt standen die Sommerferien vor der Türe!
Susan und mein Wecker klingelte. Ich gähnte lautstark und wir standen auf. Su war bereits richtig motiviert, was man von mir nicht behaupten konnte. „Heute sind die Elementspiele! Freu dich doch, Em!", sang sie. Ich murrte: „Pff... so gut wird das nicht." Ich fügte leise hinzu: „Dürfte ich teilnehmen, wäre es bestimmt besser." Das hatte Su gehört und fragte mich: „Wieso?" „Ist kompliziert", versuchte ich der Frage auszuweichen. „Na dann. Schieß los!", forderte sie mich auf. „Su, lass es! Ich hab einfach keine Lust! Du würdest es eh nicht verstehen, also halt den Mund!", schrie ich sie an. Su machte sich klein und verschwand im Bad.
Ich beschloss mich bei Clint und Dean fertig zu machen. Clint war ein Frühaufsteher, also war er bestimmt schon weg.
Meine Kleidung, Duschgel und ein Handtuch nahm ich mit.
Bei der Hütte angekommen, klopfte ich und fragte: „Babe, bist du schon wach?" Er murmelte etwas und öffnete. „Was machst du hier?", fragte er schlaftrunken. „Erklär ich dir nachher." Wir setzten uns auf sein Bett. „Clint! Em ist da!", rief er in Richtung Bad, „Pass auf, wenn du rauskommst." Er grinste und lachte.
Ein paar Minuten später kam Clint in ein Handtuch gewickelt raus und Dean und ich gingen rein. Er putzte erst Zähne, während ich in die Dusche ging. Dann tauschten wir. Er ging in die Dusche und ich putzte Zähne. Clint hatte sich nochmal hingelegt.
Als ich rauskam, drehte er sich um, sodass ich mich umziehen konnte. Dean zog sich dann auch um. Ich machte mir im Bad, vor dem Spiegel, einen hohen Pferdeschwanz und ging zu den Jungs. Gemeinsam gingen wir zum Frühstück. Su saß an einem Tisch der Elfen. Ich blieb einfach bei meinen Freunden.
Nach dem Frühstück versammelte sich die ganze Schule in der Halle. Mister Morgen-Dehmer begann seine Rede: „Schon ist das Jahr um... Es gab sowohl schöne, als auch weniger schöne Momente. Aber als einen der schönsten werden die Viertklässlerinnen und Klässler diesen Tag in Erinnerung haben. Denn ab heute sind sie Ausgebildete!
Ich lese jetzt die Namen vor, dann kommt ihr vor, holt euch euer Zeugnis und stellt euch dann da hin." - Er zeigte nach rechts, wo viel Platz war.
„Lincoln Smith!" - Er stand auf und fing nach vorne. „Herzlichen Glückwunsch!", meinte der Direktor und gab ihm sein Zeugnis. Die anderen Lehrer gaben ihm die Hand und beglückwünschten ihn. Dann stellte er sich nach rechts.
So ging circa ein Viertel der Schüler nach vorne. Immer nach den Elementen sortiert.
Als alle Schüler vorne standen wurde ein Foto gemacht. Dann rief der Direktor: „Lasst die Elementspiele beginnen!" Die Schüler applaudierten, schrien lautstark durcheinander und drängten nach draußen. Jeremy, Clint, Natasha, Mayson, Dean und ich gingen als welche der Letzten.
Ich hatte keine Lust. Verstand sich irgendwie, wenn alle Spaß hatten, aber man selbst nicht mitmachen darf. Ich setzte mich unter die Tribüne zu den anderen Auserwählten.
Die Regel war einfach: Wir werden speziell ausgebildet, haben so bessere Kampferfahrung und dürfen der Fairness halber, nicht gegen die anderen antreten.
Plötzlich erschienen vier Portale, Feuer, Wasser, Erde und Luft, etwas abseits von uns. Sam trat mit zwei anderen durch eins. „Kommt mit! Ihr dürft auch kämpfen!" Wir standen auf und gingen durch die jeweiligen Portale. Ich und ein Drittklässler gingen durch das Feuerloch.
Dahinter war die riesige Halle, die wir alle kannten. Dort waren bereits Matten und andere benötigte Geräte aufgebaut. Der Chef höchstpersönlich war da und gab uns eine kleine Einführung. Für mich war es das erste Mal, dass ich den Chef sah und dass ich hier gegen andere Auserwählte kämpfte.
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Die 4 Elemente
FantasyEmily hält sich für ein ganz normales Mädchen, ohne unglaubliche Talente. Sie hat eine tolle Familie, gute Freunde und ist gut in der Schule. Sie ist vielleicht etwas chaotisch, aber nicht außergewöhnlich. Doch genau so ein besonderes Talent soll si...