Ich meinte: „Ja. Ich weiß. Ich seh übel aus! Aber gewöhnt euch dran. Genau so sieht es aus, wenn ihr in den Spiegel schaut." Sie begannen zu lachen und Seb musste sich sogar am Stuhl festhalten, um nicht vor einem Lachanfall umzufallen. Liam kam zu mir und meinte: „Willst du mit ins Schwimmbad?" „Müsst ihr immer aktiv sein? Ist da nicht mal ein Tag Faulenzen dabei?", wollte ich lächelnd wissen. Liam und Sebastian lachten und schüttelten den Kopf. „Ihr kennt mich doch. Ich bin dabei!", bestätigte ich.
Wir packten unser Zeug und fuhren zum Bad. Ich zog meinen Bikini an und ging zu Liam und Sebastian, die am Eingang warteten. Wir suchten uns Liegen und ich legte mich auf meine Liege. Die Jungs gingen ins Wasser und machten Wetttauchen und spielten mit dem Wasserball.
Ich lag da und hörte Musik. Es war ein ruhiges Lied und ich schlief ein.
Ich wusste nicht, wie lange ich dort so gelegen hatte und geschlafen hatte, aber ich wurde wach, durch einen großen Schwaps Wasser auf mich. Ich fuhr hoch und stieß die zwei wieder ins Wasser. Ich machte einen Hecht hinein und setzte mich auf Liams Schultern. Das Bad war recht leer, für einen Samstag. Normalerweise drängelten sich so viele Kinder hier, dass man erst gar nicht kam. Aber es waren nur ältere Leute und ein paar Erwachsene da. Kein einziges Kind.
Ich wurde nach unten gezogen, weil mein Freund untertauchte. Ich konnte gerade noch die Luft anhalten. Als wir wieder auftauchten, fragte ich die Beiden: „Ich will mal was ausprobieren. Könnt ihr euch mal näher aneinanderstellen? Ich will von dir, Liam, auf Sebs Schultern wechseln." Sie stimmten zu und ich stand auf. Liam hielt mich an den Beinen fest, damit ich nicht umfiel. Dann zielte ich und kam mit den Händen auf Sebastians Schultern auf. Ich konnte das Gleichgewicht nicht halten und fiel seitwärts ins schön warme Wasser. „Okay. Okay! Nochmal. Ich will des schaffen!", nahm mich mir vor. Liam tauchte unter und ich stellte mich auf seine Schultern.
Nach fünf Versuchen stand ich im Handstand auf Sebastians Schultern. Ich rief: „Wohoo!" und glitt ins Wasser, weil ich mich nicht mehr halten konnte. Wir lachten und gingen in Schwimmbadküche, um uns etwas zu Essen zu kaufen. Wir bestellten drei Mal Currywurst mit Pommes und setzten uns hin, um zu essen. Wir redeten über alles Möglich von Arbeit über Spaziergänge bis hin zu irgendwelchen Büchern. Sebastian sah mich währenddessen immer an, nicht mal Liam oder den Raum, immer nur mich. Ich schnippte vor seinem Gesicht mit den Fingern und er fuhr aus seinen Tagträumen.
„Sorry", entschuldigte er sich. „Du starrst mich die ganze Zeit an", grinste ich. „Echt?", fragte er, sichtlich flunkernd. Ich ignorierte es aber einfach und dachte mir nichts dabei.
Wir lachten den ganzen Tag zusammen. Am späten Nachmittag bis Abend, gingen wir zu Sebastian nach Hause, wo Liam und ich auch übernachten würden. Am Abend sahen wir einen Film und gingen gegen halb eins irgendwann ins Bett. Liam und ich schliefen auf der Couch und Sebastian in seinem Schlafzimmer.
Am Morgen wachten wir von Sonnenschein auf. Sebastian kam etwa zehn Minuten, nachdem wir aufgewacht sind, im Schlafanzug zu uns. „Morgen", meinte er noch etwas verschlafen. Ich antwortete: „Gut geschlafen?" „Joa. Hab vergessen den Vorhang zuzumachen." Ich lachte und überlegte mir, wie es wäre, wenn man immer so aufwacht? An der Seite von Liam?
Den ganzen Tag über ging mir das nicht aus dem Kopf.
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Die 4 Elemente
FantasyEmily hält sich für ein ganz normales Mädchen, ohne unglaubliche Talente. Sie hat eine tolle Familie, gute Freunde und ist gut in der Schule. Sie ist vielleicht etwas chaotisch, aber nicht außergewöhnlich. Doch genau so ein besonderes Talent soll si...