Ohne etwas zu sagen sah Mattheo mich an.
Schnell drehte ich mich wieder zum Portrait des Slytherin Gemeinschaftsraumes und wollte in die Richtung verschwinden.
Doch Mattheo legte seine Hand um meinen Oberarm.
„Denkst du ich nicht?" zischte er leise.
„Was?"
„Denkst du ich liebe dich nicht?" sprach er nun lauter.
Mit großen Augen sah ich ihn an. „So wie du dich benimmst, nein."
Nun legte Mattheo auch seine zweiten Hand an meinen anderen Oberarm und drückte mich sanft gegen die Wand des Korridors.
„Verdammt, D/N/N! Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr ich dich, deine Stimme, deine Berührungen und dein wunderschönes Lächeln vermisst habe, als dieser Streit zwischen dir und Roberts angefangen hat." schrie er fast.
Noch immer sagte ich nichts.
„Und als ich dann auch noch mitbekommen habe, dass du dich Umbringen wolltest...ab da..ich-"
„Es ist aber nicht passiert." unterbrach ich ihn.
„Und was wenn? Ich wüsste nicht was ich gemacht hätte." langsam ließ er seinen Kopf in meine Halsbeuge sinken.
Reflexartig legte ich meine Arme um ihn. Mit einer Hand strich ich sanft durch sein Haar.
Sofort hob er seinen Kopf wieder und sah mir in die Augen.
Ich ließ ihn los und sah ihm ebenfalls in die Augen.
Blitzschnell legte Mattheo seine Hände an meine Wangen und drückte seine Lippen sanft auf meine.
Mit meinen Händen griff ich um seine Handgelenke.
Dieser Kuss war nicht so wie die anderen, die wir bis jetzt gehabt hatten.
Er war liebevoller. Nicht so stürmisch.
Langsam, man könnte denken in Zeitlupe entfernte Mattheo seine Lippen wieder von meinen.
Erneut sah er mir in die Augen.
Ich spürte, wie Mattheo seine Hand mit meiner verschränkte.
„Komm." sprach er sanft.
Hand in Hand gingen wir durch den Gemeinschaftsraum hoch in mein Zimmer.
Wir setzten uns nebeneinander auf mein Bett.
„Was ist mit Daphne und dir?" fragte ich schüchtern, als ich an den Konturen seiner Hand lang fuhr.
„Nichts."
Nun hob ich meinen Kopf. „Wie ‚nichts' ?"
„Ich habe sie eigentlich nur benutzt, um dich zu vergessen."
Ich senkte meinen Kopf wieder und fuhr weiter an den Konturen seiner Hand entlang.
„Und Zabini? Was ist mit ihm und dir?"
„Denkst du ich hatte andere Gründe als du?" lachte ich, als ich meinen Kopf wieder hob.
Mattheo fing an zu grinsen. „Soll ich heute hier schlafen?"
Grinsend nickte ich. Anschließend stand ich auf, um mir etwas zum schlafen anzuziehen.
Ich zog mir mein eng sitzendes, grünes T-shirt über den Kopf und schmiss es achtlos zurück in den Schrank.
Mattheo hatte sich sein Hemd bereits ausgezogen und es über meinen Stuhl gehangen.
Ich spürte, wie er mich ansah.
„Ist was?" fragte ich, als ich mich zu ihm drehte.
„Dein Rücken."
Fragend sah ich ihn an.
Mattheo kam auf mich zu, stellte sich hinter mich, legte meine Haare über meine Schulter und fuhr sanft über meinen Rücken.
Einige Stellen die er berührte taten noch qualvoll weh.
Als er erneut einer dieser Stellen berührte, stieß ich ein schmerzvolles Geräusch von mir.
Sofort entfernte er seine Hände von meinen Rücken.
„Sind dort blaue flecke?" fragte ich ihn.
Er fing an zu lachen. „Blaue flecke wären schön. Es sind lila flecke. Das ist echt krass, mit was für einer Kraft Roberts dich gegen das Regal geschubst hat."
Plötzlich klopfte es an meiner Zimmer Tür.
Ich drehte mich zu Mattheo um, der mich fragend ansah.
„Das ist bestimmt Lilly. Sie meinte vorhin, dass sie vielleicht später nochmal kurz vorbei kommt."
Nickend setzte Mattheo sich zurück auf mein Bett.
„Ist offen." rief ich durch den Raum.
Als sich die Tür öffnete, war es nicht Lilly.
Es war Blaise.
Blaise betrachtete mich genau. Ich hatte komplett vergessen, dass ich nur in BH und Jeans vor ihm stand.
Blitzschnell stellte Mattheo sich vor mich. Er trug auch nicht viel mehr. Er trug nur noch seine Jeans.
Während Mattheo aufgestanden war, hatte er nach seinem Hemd gegriffen.
Schnell zog ich es mir über und verschränkte meine Arme vor der Brust.
Nun machte Mattheo einen Schritt zur Seite.
„Was gibst?" fragte ich Blaise schließlich.
„Ist das dein ernst, D/N?"
