„Es ist soweit." Mrs. Zabini stand im Türrahmen.
Ein letztes Mal sah ich zu der jungen Frau, welche neben mir stand.
Aufmunternd lächelte sie mich an.
Als ich zu Mrs. Zabini sah, verfinsterte sich mein Blick schlagartig.
Ich hob mein Kleid an der vorderen Partei ein Stück an und ging an Mrs. Zabini vorbei.
„Nun schauen Sie doch nicht so." lachte sie, als sie mir den Flur hinunter folgte.
Kurz bevor wir den großen Raum, in welchem die Hochzeit stattfindet betraten drückte Blaise's Mutter mir einen Blumenstrauß in die Hände.
„Du wirst wissen, wann du hereinkommen kannst." sagte sie Stumpf und verschwand anschließend in dem großen Raum.
Wenige Minuten später hörte ich, wie leise Musik in dem Raum ertönte.
Ein letztes Mal sah ich hoffnungsvoll in die Richtung des Eingangs des Anwesens.
Nichts.
Tief atmete ich ein und hoffte noch immer, dass Mattheo doch kommen würde.
Doch ehe ich meinen Gedanken zu Ende gedacht hatte, öffneten sich die großen Türen und der Raum entblößte sich.
Ein langer weißer Gang wurde sichtbar. Am anderen Ende des Raumes stand Blaise in einem Anzug. Neben dem Gang standen viele lange Bänke.
Jedoch waren diese nicht wirklich gefüllt. Allein Mein Vater, Blaise's Mutter und weitere Familien Mitglieder von Blaise saßen dort.
Angespannt ging ich den Gang entlang.
Als ich zu Blaise sah, sah dieser nicht viel glücklicher mit der Situation aus als ich.
Nachdem ich bei Blaise angekommen war, stellte ich mich gegenüber von ihm hin und sah ihm in die Augen.
Er tat es mir gleich.
„Wir haben uns heute hier versammelt, weil Blaise Zabini und D/N D/N/N den Bund der Ehe eingehen wollen."
Während der Pfarrer mit seiner Rede anfing, sah ich ununterbrochen zu der großen Tür, welche sich nach meinem eintreten wieder geschlossen hatten.
Traurig realisierte es. Mattheo würde nicht kommen.
Ich werde Blaise Zabini Heiraten. Ob ich will oder nicht.
Ein Mann, welcher Blaise ziemlich ähnlich sah kam mit einem Kissen auf den Händen auf uns zu. Auf dem Kissen befanden sich zwei Ringe.
„Ich bitte Sie nun, sich die Ringe anzustecken."
Ich griff nach Blaise's Hand ich steckte ihm einen der Ringe an seinen Ringfinger.
Während Blaise nach dem Ring griff, welcher für mich gedacht war, starrte er ebenfalls auf die große Tür des Raumes.
Anschließend griff auch er nach meiner Hand. Erneut starrte Blaise auf die Tür.
„Wohin guckst du?" fragte ich so leise, dass es beinahe nicht hörbar war.
„Das wirst du noch früh genug sehen." sagte Blaise ebenfalls so leise, dass es beinahe nicht hörbar war.
Nachdem Blaise mir den Ring an meinem Finger gesteckt hatte, sah er erneut zur Tür.
Dieses mal sah er jedoch etwas ungeduldig aus.
„Wenn jemand der Anwesenden etwas gegen diese Verbindung einzuwenden hat, möge er jetzt sprechen oder auf wenig schweigen." kaum hatte der Pfarrer seine Worte ausgesprochen explodierte plötzlich die große Tür.
Schützend hielt ich mir die Hände vor mein Gesicht.
Lilly und Draco betraten den Raum.
Hinter ihnen kam Mattheo aus dem Rauch der explodierten Tür hervor.
„Ich hätte da etwas einzuwenden!" brüllte Mattheo laut durch den Raum.
Ein grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus.
Mein Kopf drehte sich zu Blaise.
„Jetzt geh schon." mit einer Handbewegung verdeutlichte er mir, dass ich mich besser beeilen sollte.
Erneut hob ich die vordere Partei meines Kleides ein Stück an und lief grinsend auf Mattheo zu.
Dieser breitete bereits seine Arme aus und zog mich in eine feste Umarmung, als ich bei ihm angekommen war.
„D/N!" hörte ich die Schreie meines Vaters.
Ich löste mich von Mattheo und drehte mich zu meinem Vater um.
„Du heiratest jetzt Blaise Zabini!" brüllte er Wutentbrannt.
Mein Blick glitt erneut zu Blaise, welcher mir erneut mit einer Handbewegung verdeutlichte, dass ich jetzt gehen sollte.
„Nein!" schrie ich, während ich meinen Ring abzog und diesen meinen Vater gegen seinen Kopf warf.
„Komm jetzt." Mattheo griff nach meiner Hand und zog mich hinter sich her.
Lilly und Draco folgten uns.
Zu viert rannten wir aus dem Anwesen der Zabini's und Apparierten anschließend.
Wir tauchten vor dem Riddle Anwesen wieder auf.
Wie versteinert betrachtete ich das große Schloss, welches sich vor mir befand.
„Müssen wir nicht zurück nach Hogwarts?" löste ich meine Starre endlich.
„Das wäre keine so gute Idee." kam es nun von Lilly.
Fragend sah ich meine beste Freundin an.
„Mattheo hat Dumbledore getötet. Der Krieg hat offiziell begonnen und jeder weiß nun, dass wir Todesser sind."
Sprachlos sah ich zurück zu meinem Freund.
„Wir reden später darüber." winkte er ab.
