Nachdem wir fertig mit dem Packen waren ging Lilly zu Draco und ich machte mich auf die Suche nach Potter.
Ich musste ihm unbedingt sagen, dass er alles, was ich ihm auf der Party gesagt habe für sich behalten soll.
„Potter!" rief ich durch den Korridor, als ich ihm am anderen Ende des Ganges fand.
Mit schnellen Schritten ging ich auf den Gryffindor zu.
„Was eine Ehre. D/N D/N/N kommt aus freiwilligen Stücken auf mich zu." grinste er.
„Keine Zeit für Witze." ernst sah ich Potter an.
Ohne eine Miene zu verziehen sah dieser mich an.
„Alles was ich dir gestern auf der Party erzählt habe muss unbedingt unter uns bleiben."
„Das gleiche gilt für dich. In Bezug auf Ginny."
„Deal." nickte ich.
„Eine Sache ist da noch."
Abwartend sah ich ihn an.
„Was ist das bei uns? Ich weiß ein Geheimnis von dir und du von mir." fragend sah mich der Gryffindor an. „Sind wir...Freunde?" zum Ende seines Satzes grinste er leicht.
„Kann man so sagen." nickte ich.
„Na dann, wir sehen uns nach den Ferien, D/N."
„Bis dann, Harry." mit diesen Worten drehte ich mich um und ging zurück in den Slytherin Gemeinschaftsraum.
————
Der letzte Abend bevor wir nachhause reisen würden brach an.
Ich stand in meinen Badezimmer, putze meine Zähne und dachte über das Schuljahr nach.
Slytherin Party, Sex Beziehung mit Mattheo, Streit mit Marcel, Lilly und Mattheo, mit Lilly und Mattheo vertragen, Beziehung mit Mattheo, Tod von Daphne, Trennung mit Mattheo, Anthony kennengelernt, schwanger geworden, Kind verloren, wieder mit Mattheo zusammen gekommen, Slytherin Party, mit Harry Potter angefreundet.
Ging ich das ganze Schuljahr in meinem Kopf durch.
Es war ein schönes, doch trotzdem trauriges Schuljahr.
Es war das Schuljahr, in welchem ich meinen besten Freund verloren hatte, um dafür meine wahre Liebe lieben zu lernen.
Das Schuljahr, in welchem ich Zeugin von einem Mord wurde.
Das Schuljahr, in welchem ich schwanger wurde und das Kind sogleich wieder verlor.
Das Schuljahr mit der Meisten Aufregung.
Das Schuljahr, in welchem ich mich mit dem Auserwählten, Harry Potter angefreundet habe.
Und das letzte Schuljahr, in welchem ich in Freiheit leben durfte.
Ab Nächstes Schuljahr werde ich ein Todesser sein. Ich werde unter Voldemorts macht und Führung stehen.
„D/N?" eine Stimme riss mich plötzlich aus meinen Gedanken.
Als ich zur Tür meines Badezimmers sah, sah ich Mattheo im Türrahmen gelehnt stehen.
„Was?" murmelte ich verwirrt.
„Ich hab dich gefragt, ob wir morgen zusammen mit Draco und Lilly zum Hogwarts Express gehen?"
„Ähm...ja." antwortete ich noch immer etwas verwirrt.
„Draco und ich wollten heute Abend noch etwas machen. Wir sehen uns morgen, ja?"
Ich stellte meine Zahnbürste zurück an ihren Platz und spülte meinen Mund aus. „Heißt ‚etwas machen' kiffen?" ich verschränkte die arme vor der Brust.
Mattheo fing an zu grinsen.
„Mattheo..."
„Es ist der letzte Tag." verteidigte er sich.
„Gut. Wenn es der letzte Tag ist machen Lilly und ich heute Abend auch etwas." grinste ich und faltete ein Handtuch zusammen.
Ich stand nun mit dem Rücken zu meinem Freund.
Doch plötzlich spürte ich zwei Hände an meiner Taille und seine Lippen an meinen Nacken.
„Du bleibst schön in deinem Zimmer." flüsterte Mattheo in mein Ohr.
Blitzschnell drehte ich mich zu ihm um und schlang meine Arme über seine Schultern. Hinter Mattheo's Nacken überkreuzte ich meine Handgelenke. „Wenn du darfst, darf ich auch."
„D/N D/N/N, du kannst einen echt aufregen."
„Ich weiß." grinste ich.
Rasch gab ich ihm eine Kuss auf seine Lippen, löste mich dann von ihm und spazierte ich mein Zimmer.
Wenige Sekunden später wurde ich auch schon auf mein Bett gerissen.
Mattheo hat sich über mich gestützt und seine Lippen auf meine gepresst.
Meine Hände ruhten an seinen Wangen, während eine seiner Hände an meinen Kurven entlang fuhr.
Unser Kuss war sanft und leidenschaftlich.
„D/N!" plötzlich wurde meine Zimmer Tür aufgerissen.
Mattheo's und mein Kopf schwangen zur Tür, in welcher Lilly stand.
„Du störst, Roberts." brummte Mattheo.
Lilly schenkte ihm allerdings keinerlei Beachtung. „Draco hat mir erzählt was Mattheo und er heute Abend vor haben." nun kramte Lilly in ihrer Jacken Tasche. „Weshalb ich das hier besorgt habe." grinsend hielt sie zwei Joints in ihrer Hand.
