Nach einer Nacht, in der ich ziemlich wenig Schlaf abbekam musste ich schließlich aufstehen.
Ich begab mich ins Badezimmer um zu duschen.
Anschließend putzte ich mir meine Zähne und band meine Haare zu einem Dutt zusammen.
Zum Schluss zog ich noch meine Slytherin Uniform an und trug etwas Puder auf, da ich ziemlich blass war und verließ mein Zimmer.
Im Flur wartete Lilly bereits. „Wie geht es dir?" fragte sie mich, als sie mich sah.
„Ich fühle mich etwas schlapp. Ansonsten gut."
Ohne ein weiteres Wort machten wir uns auf den Weg zum Frühstück.
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Ich aß ungewöhnlich viel. Was wahrscheinlich daran liegt, dass ich für zwei esse.
„Seit wann isst du so viel?" lachte Draco, als er sich zu uns setzte.
„Ich- ähm-"
„Sie hat die letzten Tage nicht viel gegessen." unterbrach Lilly mich.
„Warum sitzt du nicht mit Mattheo zusammen?" fragte ich nun.
„Mattheo schläft noch."
Fragend sahen Lilly und ich zu Draco. Mattheo hat eigentlich gleich mit uns zusammen Unterricht.
„Er träumt in letzter Zeit ziemlich schlecht." erklärte Draco.
„Und deswegen kommt er nicht zum Unterricht?" fragte ich unglaubwürdig.
„Das war ja mal sowas von gelogen, Draco." sagte Lilly streng.
„Mattheo geht es nicht gut. Ich weiß aber nicht warum."
Lilly und ich sahen uns an.
„Warum guckt ihr euch so an?" Draco sah ziemlich verwirrt aus.
Ich erhob mich. „Ich muss los. Wir sehen uns später."
Ohne eine Antwort abzuwarten verlies ich die große Halle.
Ich hatte ein komisches Gefühl im Bauch. Ein Gefühl, dass ich Mattheo sehen musste. Ich musste ihm sagen, dass ich ein Kind von ihm erwarte.
In einigen Wochen wird er es sowieso sehen. Und Mattheo ist nicht dumm.
Er wird wissen, dass es von ihm sein wird.
Gedanken verloren merkte ich nicht einmal, dass Marcel auf mich zu kam.
„D/N!" brüllte er, als er einige Schritte von mir entfernt stand.
Erschrocken hob ich meinen Kopf.
Marcel hatte ein blaues Auge.
„Was ist passiert?"
„Was passiert ist?!" brüllte er weiter. „Du hast deinen Slytherin Freunden erzählt was zwischen uns passiert ist!"
Er machte einige Schritte auf mich zu, bis er vor mir stand.
Marcel fing an weiter zu reden, doch ich verstand ihn nicht.
Es war, als würde jemand meine Ohren zu halten.
Es war alles so dumpf.
„Hörst du mich?!" schrie er.
„I-ich-" Ich merkte, wie nun auch meine Sicht unklar wurde.
Grob griff Marcel an meine Oberarme und fing an mich zu schütteln.
Wenig später wurde Marcel auch schon von mir weggerissen.
Anthony.
„Alles okay?"
Kein Wort verlies meine Lippen. Es fühlte sich so an, als würde ich jeden Moment umkippen.
„Was ist mit dir?"
Reflexartig griff ich nach Anthony's Slytherin Umhang, um mich fest zu halten.
„D/N?"
Es war alles so dumpf. Ich war mir nicht einmal sicher, ob Anthony meinen Namen sagte oder ob ich mir das eingebildet hatte.
Als meine Beine für einen kurzen Moment nachgelassen haben, schlang Anthony Reflexartig seine Arme um mich.
Ich sah, dass Anthony sich panisch umsah. So gut es ging versuchte ich mich von ihm zu lösen.
Doch mir fehlte die Kraft.
„Mattheo!" rief er plötzlich.
Tausende Personen laufen durch diesen Korridor und er muss ausgerechnet Mattheo herrufen?
„Lass sie los." zischte Mattheo, als er bei uns ankam.
„Irgendetwas stimmt nicht mit ihr."
„Ich hab gesagt, dass du sie los lassen sollst." Mattheo's Stimme klang bedrohlich.
Ohne ein Wiederwort lies Anthony mich los.
Sofort legte Mattheo seine Hände an meine Oberarme und sah mich an.
„Was ist mir ihr?" fragte Mattheo nun Anthony.
„Ich weiß es nicht."
Meine Beine hielten mich nicht mehr und ich stieß gegen Mattheo.
„Ich bring sie in ihr Zimmer." sagte er sofort.
Mattheo schlang einen seiner Arme unter meine Beine und hob mich hoch.
Noch während wir auf dem Weg zu meinem Zimmer waren wurde vor meinen Augen alles schwarz.
