Ich drehte mich von Marcel weg und ging mit langsamen Schritten meinen Weg weiter zu meinem Gemeinschaftsraum.
Das Holzstück in meiner Seite bekam ich nicht raus. Dazu fehlte mir die Kraft.
Als ich endlich ankam sagte ich das Passwort und schleppte mich durch den Eingang.
Im Gemeinschaftsraum angekommen, sah ich Draco auf einen der Sofas sitzen.
„Wo ist Lilly?" fragte ich sofort.
„Sie- bei Merlin, D/N! Was ist passiert?" erschrocken stand Draco von dem Sofa auf, stütze mich und setzte mich auf das Sofa, auf dem er grade noch gesessen hatte.
„Wo ist sie?" fragte ich erneut.
Als Draco das Holzstück in meiner Seite entdecke, riss er seine Augen weit auf. „Ich muss das jetzt rausziehen, D/N."
Als Draco seine Hände um das Holzstück legte gab ich ein schmerzerfülltes Geräusch von mir.
„Bereit?" fragt er.
„Nein."
Als Draco das Stück rausgezogen hatte, schrie ich vor schmerzen.
Plötzlich hörte ich jemanden aus den Jungs Schlafsälen kommen. Da ich mit dem Rücken dorthin saß, sah ich die Person nicht.
„Was ist los?" nahm ich Mattheo's stimme war.
Auch Lilly kam von den Mädchen Schlafsälen herunter gelaufen. „Wer war das?" schrie sie durch den gesamten Raum, während sie auf Draco und mich zu rannte.
Ich hörte hinter mir Mattheo's Schritte immer näher auf uns zu kommen.
Als Lilly das Stück Holz in Draco's Händen sah, riss sie ihre Augen weit auf. „Warst du das? Was hast du mit ihr gemacht?"
„Er war es nicht." quetschte ich unter schmerzen heraus.
„Mattheo, hol Tücher." befahl Lilly ihm, als sie feststellte, dass immer mehr Blut aus meiner Wunde kam.
Meine Hände presste ich gegen die blutende Wunde.
Wenig später kam Mattheo mit einigen Handtüchern in der Hand wieder zu uns.
Sofort riss Lilly ihm eins aus der Hand und drückte es gegen meine Wunde. „Drück mit deinen Händen dagegen."
Mattheo hatte sich auf dem anderen Sofa niedergelassen und sah mich an.
„Wer war das, D/N?" Lilly tupfte mit einem weiteren Tuch das getrocknete Blut an meiner Lippe und unter meiner Nase weg.
„Ist doch egal."
Sie stoppte in der Bewegung und zog ihren Arm zu sich. „Nein, ist es nicht.
„Habt ihr das gesehen?" schrie Pansy durch den Raum, als sie den Gemeinschaftsraum betrat.
Jeder Anwesende sah zu Pansy.
„In der Nähe von McGonagalls Klassenzimmer ist der Boden Blutverschmiert und eine der alten Bänke ist zertrümmert worden-" Pansy Satz brauch am Ende ab, als sie mich blutend auf dem Sofa sah und Draco, wie er das Holzstück noch immer in seiner Hand hielt.
Sofort schwang Lilly ihren Kopf wieder zu mir. „Du bist den ganzen Weg, mit dem Holzstück in der Seite hier her gelaufen?" mit hochgezogenen Augenbrauen sah sie mich an.
„Lilly, jetzt mal im Ernst, so weit ist das nun auch nicht. Und was hätte ich sonst machen sollen? Da liegen bleiben?"
„Wer war das?" mischte Mattheo sich nun ein.
Verwundert sah ich ihn an. „Es. Ist. Egal." sprach ich jedes Wort einzeln aus. „Was geht es dich überhaupt an?"
„D/N...sei jetzt nicht so."
„Wie soll ich nicht sein, Mattheo? Du hast gesagt du bist zu Gefährlich für mich, also lass ich dich in Ruhe und halte mich aus deinem Leben raus. Dann tu du das auch bei mir."
Ich sah, wie die Wut in Mattheo's Augen brodelte. Und ich wusste, dass es ihn noch aggressiver machte, dass ich ihm keine Antwort gab.
Ohne noch etwas zu sagen verschwand Mattheo in seinem Zimmer.
„Ihr seid nicht mehr zusammen?" kam es nun von Pansy.
„Nein." sagte ich Stumpf.
