Es kam immer mehr Blut raus.
Nun fing ich an zu husten. Ich hielt mir meine Hand vor den Mund und musste feststellen, dass ich Blut hustete.
Der verfluchte Korridor war wie leer gefegt.
Fuck.
Ich würde es nicht alleine bis zum Krankenflügel schaffen.
Ich blieb stehen. Der Stoff meines Pullovers hatte sich bereits mit Blut vollgesogen.
Es schmerzte so sehr.
„D/N?" hörte ich eine Stimme hinter mir.
Langsam drehte ich mich um.
Mattheo stand ein Stück hinter mir.
Als er den Dolch in meinem Bauch und mein, mit Blut vollgesogenes Oberteil sah, rannte er auf mich zu.
Sofort setzte er mich auf den Boden und hockte sich vor mich hin.
„Ich zieh den Dolch jetzt raus." tief sah er mir in die Augen.
Schwer atmend nickte ich.
Mit beiden Händen umgriff er den Dolch und zog ihn mit Wucht raus.
Kaum hatte er ihn rausgezogen kam noch mehr Blut heraus.
Erneut fing ich an zu husten.
Etwas Blut lief an meinem Mundwinkel hinunter.
„Was ist passiert?" fragte Mattheo, während er mit seinen Händen gegen meine Wunde drückte.
„Daphne." gab ich Erstickend von mir.
„Ich bring dich in den Krankenflügel." sofort hob Mattheo mich im Braut-Style hoch und rannte beinahe zum Krankenflügel.
Wie von selbst schlossen sich meine Augen.
Mein Kopf, der an Mattheo's Schulter lag fiel nach hinten.
Mit seiner Hand legte Mattheo meinen Kopf wieder gegen seine Schulter.
„D/N! Bleib wach!" schrie er. „Wir sind gleich da."
————
Langsam öffnete ich meine Augen. Meine Sicht war noch etwas verschwommen.
„D/N? Hörst du mich?" erklang eine dumpfe Stimme.
Ich drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam.
Es war Mattheo.
Nach wenigen Sekunden wurde meine Sicht und mein Gehör wieder scharf.
Ich sah, dass Mattheo's Hemd voll mit Blut war. Er hatte sich anscheinend nicht umgezogen.
„Wie geht es dir? Hast du irgendwo schmerzen?" fragte er sofort.
Langsam setzte ich mich hin. „Mir geht es gut."
„Pomfrey ist schon weg. Sie meinte, du kannst gehen sobald du wach bist."
„Was hast du ihr gesagt, als du mich her gebracht hast?" fragte ich sofort.
„Ich hab ihr gesagt, dass wir in Verwandlungen gelernt haben eine Feder in einen Dolch zu verwandeln. Einer diese Dolche hat allerdings nicht das gemacht, was wir wollten." grinste Mattheo.
„Und das hat sie geglaubt?" fragte ich mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Anscheinend schon. Lass uns hier weg. Ich mag den Krankenflügel nicht."
Ich nickte und schob meine Decke beiseite.
Mein Oberteil war entfernt worden. Ich trug nur meinen BH.
Um meinen Bauch war ein großes Verband geschlungen.
Sofort griff Mattheo auf das Bett was hinter ihm stand.
„Zieh das über." er hielt mir seinen Slytherin Umhang hin.
Vorsichtig stand ich aus meinem Bett auf und zog seinen Umhang über.
Er war ziemlich lang.
„Kannst du laufen?" fragte Mattheo sofort.
Ich nickte.
Zusammen verließen wir den Krankenflügel und gingen zurück in unseren Gemeinschaftsraum.
Als wir grade hinein gingen kam Pansy direkt auf mich zu.
„Es tut mir so leid, D/N. Ich wusste nicht was Daphne vorhatte."
„Lass es, Pansy." ohne noch etwas zu sagen ging ich die Stufen zu den Mädchen Schlafsälen hinauf.
