Als Blaise und ich den Slytherin Gemeinschaftsraum betraten saßen Lilly, Daphne und Draco auf den schwarzen Ledersofas und starrten uns an.
Mein Blick fiel allerdings nur auf Lilly. Sie hatte einen blau, lila Fleck an ihrem Kinn und der rechten Oberseite ihrer Stirn und ihre Lippe sah etwas dick aus.
„Ignorier sie." flüsterte Blaise mir ins Ohr.
Aus Richtung der Jungs Schlafsälen hörte ich Schritte. Ich drehte meinen Kopf sofort in die Richtung und sah Mattheo.
Er musterte mich mit seinen glänzenden braunen Augen ganz genau. An meiner Gebrochen Hand machte er einen kurzen stop und machte anschließend weiter, bis er bei meinen Augen ankam.
„Mattheo, mein Schatz." sprang Daphne von dem Sofa auf.
Sie nahm sein Gesicht in ihre Hände und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.
Und da war dieses Herzstechen wieder. Verletzt wandte ich meinen Blick ab und lief den restlichen Weg schnell in mein Zimmer.
Gefolgt von Blaise.
„D/N? Was ist denn los?"
„Nichts, Blaise. Ich bin einfach nur müde und kaputt." log ich ihn an.
Blaise verschränkte die arme und sah mich mit einer Hochgezogenen Augenbraue an. „Das ist nicht der Grund, weshalb du auf einmal so schnell in dein Zimmer geeilt bist." stellte er fest.
„Ja...ich- also..." stotterte ich.
„Es tut dir weh ihn mit ihr zu sehen, nicht wahr?"
Als Antwort nickte ich nur.
„Du liebst ihn...oder?"
„Ich-...ja. Ja, ich liebe Mattheo." antwortete ich ehrlich.
Blaise atmete etwas Luft aus und machte anschließend einige Schritte auf mich zu, sodass ich seinen Atem in meinem Gesicht spüren konnte.
Er schob ein Finger unter mein Kinn und hob meinen Kopf sanft an, sodass ich ihm in die Augen sehen musste.
Sanft presste er seine Lippen auf meine. Allerdings entfernte er sie nach wenigen Sekunden wieder und sah mir in die Augen. „Ich kann dir helfen ihn zu vergessen. Wenn du das willst."
Sofort fing ich an leicht zu nicken. „Ja. Ja, das will ich."
Es lag eine Stille in der Luft. Wir sahen uns einfach nur in die Augen, sagten allerdings nichts.
„Kennst du den Zauberspruch dafür?" fragte ich schließlich.
„Ja. Aber der Zauberspruch ist zu gefährlich. Er könnte alle deine Erinnerungen löschen."
„Ouh...okay."
„Wir lassen ihn dich auf eine andere weise vergessen." flüsterte Blaise in mein Ohr und gab mir anschließend ein Kuss auf meinen Hals.
Ich bewegte mich kein Stück.
Seine Lippen wanderten von meinen Hals, an meine Lippen. Seine Hände legte er auf meine Taille, um mich näher an ihn ran zu ziehen.
Meine Arme legte ich um seinen Nacken.
Blaise vertiefte den Kuss, indem er seine Zunge in meinen Mund schob und anfing einen Kampf mit meiner Zunge zu führen.
Ein Klopfen an meiner Tür unterbrach unseren Kuss allerdings.
Die Tür öffnete sich und Pansy trat hinein.
„Wie geht's dir?" fragte sie sofort.
„Mein Rücken schmerzt etwas. Ansonsten gut." antwortete ich ihr.
„Ich wollte fragen, ob ihr mit zum Mittagessen kommt?"
„D/N ja. Ich hab Nachsitzen bei Snape."
Verwundert sah ich zu Blaise. „Nachsitzen? Bei Snape? Warum hat Blaise Zabini Nachsitzen bei Severus Snape?"
„Ich hab bei Goyle abgeschrieben." erklärte sich Blaise.
„Seit wann lässt Snape überhaupt jemanden aus Slytherin nachsitzen?" fragte nun Pansy.
„Keine Ahnung. Wie auch immer...ihr geht jetzt zum Mittagessen und ich geh zum Nachsitzen." mit diesen Worten verschwand Blaise aus meinem Zimmer.
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Als Pansy und ich in der großen Halle ankamen sah ich nicht auf.
Ich wollte nicht wie jeden Tag sehen, wie einige Leute lachen oder lästern, wenn ich den Raum betrete.
Wir setzten uns hin und fingen an zu essen.
Keine fünf Minuten später sah ich aus dem Augenwinkel, wie ein Junge mit Eisblonden Haaren sich erhob und auf Pansy und mich zu kam.
Ich hob meinen Kopf und sah ihn an. Er ließ sich neben Pansy nieder.
„Draco? Was machst du hier?" fragte ich ihn direkt.
„Ich esse zu Mittag."
Verwirrt sah ich zu Pansy.
„Nein. Was machst du hier?" das Wort ‚hier' betonte ich besonders.
Draco erhob seinen Kopf und sah mich an. „Ich habe keine Lust mehr auf die Zickerrei von Lilly. Sie hat nichts mit dem Streit zwischen Diggory und dir zutun und trotzdem macht sie so ein Drama draus. Das habe ich ihr auch schon gesagt aber anscheinend versteht sie das alles nicht."
„Was ist denn bei dir los, Draco?" fragte ich ihn Verwundert.
„Es geht hier um meine Freunde. Wir waren eine Gruppe. Mattheo, Lilly, du und ich. Wir vier."
„Ja, da hast du recht aber Zeiten ändern sich nunmal."
„Ich verstehe auch überhaupt nicht warum Mattheo meinte, dass du nur zum Ficken gut warst. Das ergibt gar keinen Sinn. So wie er immer von dir geredet hat-" Draco brach mitten im Satz ab.
„Was? Er hat über mich geredet?"
„Das weißt du nicht von mir. Lass uns jetzt essen. Ich habe Hunger."
