Weit riss ich meine Augen auf. „Ich- was?"
„Einen Moment." Pomfrey ging zu ihrem Schreibtisch rüber.
Als ich zu Lilly sah, hatte sie sich ihre Hände vor den Mund geschlagen.
„Das ist für Sie."
Pomfrey reichte mir ein Pergament, auf welchem die Bestätigung der Schwangerschaft stand.
Schwangerschaftsbestätigung
Datum : 05.11.1996
Eltern : D/N D/N/N & Mattheo Riddle
Als ich Mattheo's Namen auf dem Pergament sah, hob ich fragend meinen Kopf.
„Durch Zauberei findet man so einiges heraus." nickte Mrs. Pomfrey.
Noch immer überfordert mit der Situation sah ich wieder hinunter auf das Pergament.
„Bitte kommen Sie in zwei Wochen, zu Ihrer ersten Untersuchung wieder."
Ich nickte.
„Sie dürfen nun gehen."
Gedankenverloren stand ich auf und verließ den Krankenflügel.
„Lilly..."
„Es wird alles gut, D/N."
„Was mach ich jetzt?"
„Lass uns erstmal zurück ins Zimmer gehen."
—————
„Geh schon mal in dein Zimmer. Ich komme gleich nach." flüsterte Lilly mir zu, als wir sahen, dass der Gemeinschaftsraum etwas überfüllt war.
Mit einem leeren Blick ging ich mit schnellen Schritten in mein Zimmer.
Dort angekommen schloss ich die Tür sanft und setzte mich auf mein Bett.
Ich sah hinunter auf das Pergament, welches Pomfrey mir gegeben hatte.
„Eltern, D/N D/N/N und Mattheo Riddle." las ich leise vor.
Es war, als würde ich Träumen.
Unbewusst legte ich meine Hand auf meinen Bauch.
Es fühlte sich komisch an zu wissen, dass ein Leben in mir heran wuchs.
„Ich habe den anderen gesagt, dass alles in Ordnung sei." sagte Lilly, als sie mein Zimmer betrat.
„Den anderen?"
„Alle die unten saßen haben gefragt wo wir waren. Ich habe gesagt, dass wir im Krankenflügel waren, da es dir nicht so gut geht."
„Okay."
„D/N..." Lilly kam auf mich zu und setzte sich neben mich auf mein Bett. „Ich weiß nicht wie, aber du schaffst das. Ich bin bei dir. Ich werde dir helfen."
„Du sagt's das so einfach." sagte ich kopfschüttelnd. „Ich bin schwanger, Lilly." ich erhob mich von meinem Bett. „Ein Kind wächst in mir heran. In wenigen Wochen wird man es sehen. Und was mach ich dann? Mattheo wird wissen, dass es von ihm ist."
„Beruhig dich erstmal." sanft legte Lilly ihre Hände auf meine Schultern.
Allerdings schlug ich diese schnell wieder weg. „Nein! Wie soll ich mich verdammt nochmal beruhigen?!" schrie ich.
„D/N-"
„Wie konnte das nur passieren?" unterbrach ich Lilly, als ich meine Gedanken laut aussprach. „Das- das-"
„Es ist jetzt so, D/N. Du kannst es nicht rückgängig machen." unterbrach sie nun mich.
Tief atmete ich ein und anschließend wieder aus.
„Vielleicht solltet ihr euch einfach wieder vertagen?" sagte Lilly schüchtern.
Ich schüttelte mit dem Kopf. Wissend, dass ich Mattheo vor einer Woche gesagt habe, dass ich auf das alles keine Lust mehr habe.
„Ihr liebt euch doch."
„Liebe reicht nunmal nicht immer aus, Lilly."
„Du bist schwanger von ihm, D/N. Das Kind braucht einen Vater."
„Ich kann schlecht zu ihm hingehen und ihm sagen, dass ich wieder mit ihm zusammen sein will, weil ich ein Kind von ihm erwarte. Und einfach alles was er gesagt oder getan hat vergessen."
Es herrschte stille.
Keiner von uns wusste, was er zu dem Thema noch sagen sollte.
Es war so gut wie alles gesagt.
„Ich sollte schlafen gehen." beendete ich schließlich unser Gespräch.
„Ja. Wir sehen uns dann morgen. Gute Nacht." mit diesen Worten verließ Lilly mein Zimmer.
Nachdem sie das Zimmer verlassen hatte ging ich ins Badezimmer, um mich bettfertig zu machen.
Ich putze meine Zähne, wusch mir das Gesicht, kämmte meine Haare und zog mir etwas bequemes zum schlafen an.
Als ich schlussendlich mit allem fertig war legte ich mich ins Bett und versuchte zu schlafen.
Allerdings hielten mich meine Gedanken noch eine ganze Weile wach.
