Sofort verdrehte ich meine Augen.
Mattheo stellte sich neben Draco hin.
Ich tat so, als ob er überhaupt nicht da wäre. Meine gesamte Aufmerksamkeit schenkte ich Draco.
Aus dem Augenwinkel sah ich allerdings, dass Mattheo mich ziemlich Vorwurfsvoll ansah.
„Das ist das Zeug von den Weasley's. Die beiden haben, bis auf mir das stärkste Zeug in ganz Hogwarts." sagte Mattheo, während er meine Augen genau betrachtete.
Sofort stürmten Mattheo und Draco an uns vorbei.
„Wo wollt ihr hin?" schrie ich den beiden hinterher.
„Zu denn Weasley's!" zischte Draco, ohne uns anzusehen.
„Draco Lucius Malfoy!" rief Lilly.
Sofort blieben beide stehen und drehten sich zu uns um.
„Wenn du mich liebst, dann machst du das jetzt nicht." redete Lilly weiter.
Ich musste mir ein kleines Lachen verkneifen. Ich liebte es, wenn sie das tat.
Tief im inneren wusste Lilly, dass Draco alles machte was sie sagte.
Nicht ganz selten nannte sie Draco sogar „meine Schlampe".
Es war lustig zu sehen, wie Draco immer wieder versuchte nicht auf Lilly zu hören. Doch schlussendlich gab er immer nach.
Wenig später lief Draco zu Lilly rüber, griff nach ihrer Hand und verschwand mit ihr in seinem Zimmer.
Als ich dann realisierte, dass ich alleine mit Mattheo hier stand und er mich wieder anstarrte drehte ich mich um und war dabei zu verschwinden.
„Wo willst du hin, D/N/N?" rief Mattheo mir noch hinterher.
Ich ignorierte es.
Er allerdings kam mir hinterher.
Mein Schritte wurden schneller.
„Warum hast du gekifft?" rief er mir noch hinterher, als ich grade meine Zimmertür verschloss.
Ich wollte jetzt nicht mit ihm reden.
Ohne etwas anderes davor zu machen ließ ich mich auf meinem Bett nieder und schlief sofort ein.
—————
Als ich langsam meine Augen aufschlug schreckte ich sofort hoch.
Mein Blick glitt sofort zu meinen Wecker der auf meinem Nachttisch stand.
20 Uhr.
Fuck.
Ich hatte wirklich den ganzen Tag verschlafen.
Verschlafen stand ich auf und ging ins angrenzende Badezimmer, um mir mein Gesicht zu waschen.
Anschließend zog ich mir etwas frisches an.
Meine Wahl fiel auf eine schwarze, eng sitzende Jeans und ein sumpfgrünes, ebenfalls eng sitzendes T-shirt.
Zum Schluss kämmte ich mir noch einmal meine Haare und verließ mein Zimmer.
Ohne nach zu sehen, wer sich im Gemeinschaftsraum befand lief ich schnell durch.
Einige Sekunden, nachdem ich meinen Gemeinschaftsraum verlassen hatte, hörte ich, wie sich Portrait noch einmal geöffnet hatte.
„D/N." erklang eine, mir zu bekannte Stimme hinter mir.
Ich drehte mich um und sah Mattheo hinter mir stehen.
„Riddle. Was willst du?" ich verschränkte die arme vor der Brust.
Er machte noch einige Schritte auf mich zu.
Ohne eine Miene zu verziehen sah ich Mattheo an.
„Warum hast du gekifft?" wiederholte er seine Frage, die er vorhin schon einmal gestellt hatte.
„Ist das jetzt verboten für mich?"
„Ich hab gefragt warum."
„Kann dir doch egal sein." zischte ich beinahe.
„Ich hab gefragt warum!" wiederholte er sich nochmal. Dieses Mal war er allerdings lauter.
„Ich weiß nicht, Riddle. Vielleicht, weil wir die ganze Nacht miteinander verbracht haben, du dich bei mir entschuldigt hast und dich davor noch mit Blaise geschlagen hast und durch den ganzen Korridor geschrien hast, dass ich ja dir gehören würde. Aber am nächsten Morgen kommst du arm in arm mit Daphne in die große Halle gelaufen."
„Warum nervt dich das so, dass ich arm in arm mit Greengrass in die große Halle kam?" fragte er wie ein Idiot nach.
„Und warum stört dich das so, dass Blaise und ich uns geküsst haben? Oder das Blaise mich anfasst?"
Ich sah, wie er seine Hand zu einer Faust ballte. „Ich mag Zabini nicht."
„Was ist das den bitte für eine Aussage?" lachte ich provokant.
„Und was stört dich jetzt an Greengrass?"
Ich senkte meinen Kopf.
„Kannst du mir vielleicht auch mal antworten?!" schrie Mattheo durch den Korridor.
„Ich liebe dich! Das ist meine Antwort!" schrie ich ebenfalls.
Nachdem ich realisiert hatte, was ich da grade gesagt hatte hielt ich mir die Hände vor den Mund.
