Nach unserem aufregenden Gespräch über Anthony Lopez ging Lilly in die Bibliothek, um noch einige Hausaufgaben zu erledigen.
Und ich ging in mein Zimmer.
Ich frischte mein Make-up noch ein wenig auf. Anschließend machte ich mich auf den Weg zur Bibliothek.
Ich war grade dabei die Wendeltreppe der Mädchenschlafräume hinunter zu gehen, als ich ein Gespräch aus dem Gemeinschaftsraum mitbekam.
„Wann kommt Anthony denn?" fragte Mattheo.
„Mein Vater meinte, er müsste Morgen eintreffen." sagte nun Draco.
Mattheo kennt Anthony? Na toll.
Grad wollte ich weiter gehen, doch dann wurde das Gespräch der beiden plötzlich interessant.
„Und was ist jetzt mit D/N und dir?"
„Was soll sein? Wir haben Schluss gemacht." sagte Mattheo ziemlich lässig.
Arschloch. Dachte ich.
Ich entschied mich dazu ihnen noch etwas zuzuhören. Weshalb ich mich auf die Stufen der Treppe setzte. Natürlich so, dass die beiden mich nicht sahen.
Mattheo Riddle POV:
„Mattheo, das kann doch nicht alles sein. Du liebst sie doch."
„Habe ich das je abgestritten?" warf ich genervt zurück.
„Nein. Aber du tust so, als ob dir das alles nichts bedeutet."
Ich sagte nichts.
„Du weißt wie du bist. Und sie weiß das auch. Trotz allem ist sie mit dir zusammen gekommen."
„Draco, ich glaube du verstehst das alles nicht. Ich habe jemanden umgebracht. Ich habe jemanden vor ihren Augen umgebracht, weil ich ausgerastet bin und es nicht kontrollieren konnte."
„Aber du liebst sie, Mattheo. Kämpf um das was du liebst. Ansonsten wirst du es verlieren."
„Wenn du jemanden vor Lilly umgebracht hättest, hättest du keine Angst, dass du bei ihr ausrastest und ihr weh tust?"
„Doch. Aber ich hätte sie nicht verlassen. Denn das würde ihr wirklich weh tun." giftete Draco.
D/N D/N/N POV:
Nun beschloss ich zu gehen. Bei den Deep Talks der beiden will ich gar nicht erst zuhören.
Ich stand auf, ging die Treppe nochmal komplett hoch und schließlich wieder runter.
Als ich durch den Gemeinschaftsraum lief, spürte ich die Blicke der beiden Jungs auf meinem Rücken.
Grade als ich die kleine Treppe, die zum Ausgang führte hoch ging, wurde ich allerdings von Draco zurück gerufen.
„Wohin gehst du?"
Ich drehte mich zu den beiden um. Allerdings beachtete ich Mattheo nicht. „Zu Lilly in die Bibliothek."
„Hast du was dagegen, wenn ich mit komme?" Draco erhob sich und kam auf mich zu.
Freundlich lächelte ich ihn an. „Nein, nein."
Zusammen verließen Draco und ich unseren Gemeinschaftsraum und machten uns auf den Weg zur Bibliothek.
„Kann ich dich was fragen, D/N?"
„Sicher." nickte ich.
„Liebst du Mattheo?"
„Natürlich liebe ich ihn. Das werde ich vermutlich auch für immer tun."
„Warum bist du dann nicht traurig? Ich meine, als ihr diesen großen Streit hattet, hat man Gemerkt, dass es dir überhaupt nicht gut geht."
„Natürlich bin ich traurig. Ich zeige es einfach nur nicht. Ich lass mir mein Leben nicht von ihm kaputt machen. Du kennst mich, Draco."
Draco und ich kannten uns wirklich lange. Unsere Väter haben schon, als wir noch klein waren zusammen gearbeitet.
Als Draco und ich dann nach Hogwarts kamen, gingen meine Eltern bereits davon aus, dass ich Draco eines Tages heiraten würde.
Jedoch war Draco nie mein Typ gewesen.
„Ich habe mit Mattheo geredet und ihm gesagt, dass der Grund, weshalb Schluss ist ein Witz ist. Er kann das mit Daphne nicht auf euch beziehen."
„Du weißt das mit Daphne?" fragte ich verwundert.
„Ja. Er hat es mir erzählt, als ich ihm eines nachts kotzend in seinem Bad aufgefunden habe."
Ich atmete tief ein und nickte.
„Weiß Lilly es?"
Wieder nickte ich.
„Wann hast du es ihr erzählt?"
„Mir ging es wirklich nicht gut nachdem es passiert war. Immer wieder tauchten diese Bilder, wie Mattheo auf sie einstach in meinem Kopf auf. Lilly hatte bemerkt das etwas nicht stimmte." erzählte ich.
