H A R P E R
Ich hatte lang überlegt, welche Klamotten ich für die Party einpacken sollte. Immerhin fand sie in Monaco statt, das vor Glamour und Eleganz nur so strotzte.
Aber Daniel war für sowas nicht der Typ, also hatte ich mich für ein goldenes Top mit dünnen, überkreuzten Trägern und eine schwarze Lederleggings entschieden. Dazu zog ich schwarze Schuhe mit ein paar goldenen Details und mittelhohen Absätzen an und nahm für den späteren Abend und einen eventuellen Temperaturabfall einen schwarzen Blazer mit. Meine Haare fasste ich in einem halbhohen Dutt zusammen, aus dem ich einige Strähnen herausfallen ließ, dann schminkte ich mich ein wenig stärker als sonst und trug sogar etwas Lidschatten auf. Das ganze rundete ich mit einem matten, dunkelroten Lippenstift ab, den Lauren mir extra für diesen Abend geschenkt hatte.
Zufrieden musterte ich mich im Spiegel, dann verließ ich das Badezimmer und packte Handy, Hotelzimmerkarte und ein paar Kleinigkeiten in eine Tasche. Mein Blick fiel auf die Uhr und ich stellte fest, dass es fast halb neun war.
Also schaltete ich das Licht aus und verließ das Zimmer.
Meine Absätze hallten ein wenig in dem leeren Flur, den ich nun entlanglief, dann fuhr ich mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss und betrat die Lobby.
Daniel war schon da.
Er saß in einem der herumstehenden Sessel und schaute auf sein Handy, hob aber den Blick, als das Geräusch meiner Absätze lauter wurde, weil ich mich ihm näherte. Seine Augen wurden riesig und seine Kinnlade klappte ein wenig nach unten, was ich in Frankreich schonmal bemerkt hatte.
Etwas verlegen sah ich ihn an.
"Hi."
"Hi. Du siehst umwerfend aus."
Lächelnd sah ich ihn an und es fiel mir plötzlich gar nicht mehr schwer, die Mundwinkel oben zu behalten.
"Danke, du auch."
Der Australier trug ein weißes Hemd, bei dem er die oberen Knöpfe offen und die langen Ärmel hochgekrempelt hatte. Die dunkelblaue, knielange Jeans und die weißen Nikes passten perfekt dazu.
"Alles klar, dann können wir ja los."
Ich nickte und wir verließen eng nebeneinander laufend das Hotel und machten uns auf den Weg zu seiner Party. Unterwegs überlegte ich krampfhaft, wann ich ihm sein Geburtstagsgeschenk geben sollte, weil ich dazu vermutlich noch etwas erklären musste und das nicht vor seinen Gästen tun wollte.
Also blieb ich kurzerhand stehen und Daniel hielt ebenfalls an, um mich verwirrt zu mustern.
"Was ist los?"
"Ich... ich wollte dir noch was geben. Dein Geburtstagsgeschenk. Und das würde ich lieber jetzt machen als später", erklärte ich unsicher und er sah mich überrascht an.
"Du... du hast ein Geburtstagsgeschenk für mich? Das wäre doch nicht nötig gewesen."
"Doch, es ist nötig. Du hast so viel für mich getan seit wir uns kennengelernt haben und das ist vielleicht eine Möglichkeit, mich ein Stück weit bei dir zu bedanken."
Ich holte aus meiner Tasche die kleine Schatulle und überreichte sie Daniel.
"Erinnerst du dich noch, als wir darüber gesprochen haben, was man einem Formel 1 Fahrer wünscht?"
Er nickte und musste grinsen. "Natürlich. Heile Reifen und eine ruhige Hand am Steuer."
Dieses Mal nickte ich, während Daniel die Schatulle öffnete und sein Geschenk hervorholte. Es war eine Art silberne Münze mit zwei gegenüberliegenden Löchern, durch die ich ein Lederband gefädelt hatte, sodass es als Armband getragen werden konnte.
Daniel strich sanft über den Anhänger und sah mich dann durchdringend an.
"Ein Schutzpatron, oder?"
Wieder nickte ich.
"Ja, das ist so ein Ding meiner Familie eigentlich. Zu meiner Geburt haben meine Eltern von meinen Großeltern einen solchen Anhänger für mich geschenkt bekommen und ich hab ihn Elliott bei seiner Geburt weitervererbt. Und für dich hab ich einen heiligen Christopherus gekauft. Das ist der Schutzpatron der Reisenden und auch der Autofahrer, deshalb fand ich das passend."
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Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)
FanfictionBerühmt, beliebt und rasend schnell. Daniel Ricciardo gilt in der Formel 1 als herausragender Overtaker und abseits der Rennstrecke als Sonnenschein und Stimmungsaufheller. Zur Saison 2021 wechselt er zu McLaren, doch er findet sich langsamer zurech...
