what to wish an F1 driver

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D A N I E L

"Vielen Dank, dass wir heute hier sein durften. Es war wirklich sehr aufschlussreich", bedankte Zak sich bei Mr. Davis und ich nutzte deren Abschiedsmoment, um mich Harper zuzuwenden.

"Es war schön dich wiederzusehen. Vielleicht passiert das ja mal wieder", sagte ich lächelnd und sie nickte schwach.

"Ja, das liegt durchaus im Bereich des möglichen."

Kurz verfielen wir beide in Schweigen, dann sagte sie:
"Ich hab vorhin mitbekommen, dass dieses Wochenende wieder ein Rennen ist, bei dem du fährst. Was wünscht man einem Formel 1 Fahrer?"

Verwirrt sah ich sie an.
„Was meinst du damit?"

Sie zuckte leicht die schmalen Schultern.
"Einem Jäger wünscht man Waldmann's Heil, einem Seefahrer Mast- und Schotbruch, also was wünscht man einem Formel 1 Fahrer?"

Ihre Frage überraschte mich und ich ärgerte mich, weil mir keine wirkliche Antwort einfiel.

"Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Vielleicht heile Reifen und eine ruhige Hand am Steuer?", schlug ich vor und Harper nickte langsam, bevor sie ihren Blick von unseren Chefs abwandte und mich direkt ansah.
Wie jedes Mal raubten mir ihre wunderschönen Augen den Atem und ich fragte mich, ob ich mich jemals daran gewöhnen würde.

"Dann wünsche ich dir heile Reifen und eine ruhige Hand am Steuer fürs Wochenende."

"Danke. Was soll ich dir wünschen?"

Kurz schaute Harper nachdenklich auf ihre Hände, dann sah sie mich wieder an.
"Dass ich heute nur eine Überstunde machen muss und vor neun Uhr zu Hause bin."

"Dann wünsche ich dir das", sagte ich lächelnd, obwohl ihre Worte mich traurig machten.

Es schien so, als ob sie nahezu ständig Überstunden machen müsste und ich fragte mich, ob sie neben der Arbeit wohl überhaupt ein Privatleben hatte. Nach allem, was ich heute erfahren hatte, bezweifelte ich das stark.

In einem unbeobachteten Moment griff ich kurz nach Harpers Hand und drückte sie schnell und dennoch sanft, dann lächelte ich ihr nochmal zum Abschied zu, bevor ich den anderen aus dem Gebäude folgte. Wir liefen über den Parkplatz zu unseren Autos und ich lauschte mit halbem Ohr dem Gespräch von Charlotte und Andreas.

Lando erschien neben mir und ich spürte seinen Blick beinahe brennend auf mir, weshalb ich den Kopf hob und ihn ebenfalls ansah.

"Was ist los?", fragte ich mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen und der junge Brite erwiderte meinen Blick forschend.

"Das wollte ich eigentlich dich fragen. Du warst heute irgendwie anders als sonst. Und ich weiß, dass wir erst seit ein paar Monaten Teamkollegen sind und vorher nicht so wahnsinnig viel miteinander zu tun hatten, aber falls du über irgendwas reden willst, dann hab ich zwei offene Ohren, um zuzuhören."

Dankbar sah ich ihn an.
"Das ist sehr nett von dir, danke. Ich hab nur das Gefühl, dass Ms. Sanders in dieser Firma nicht so gut behandelt wird, wie sie es verdient hätte. Ich hab ein Gespräch zwischen ihr und ihrer Chefin mitbekommen und fand den Umgangston mehr als grenzwertig."

Lando nickte nachdenklich.
"Ja, das kann gut sein. Sie gefällt dir, oder? Ms. Sanders meine ich."

Ein wenig ertappt sah ich ihn an und nickte dann schwach.
"Ja, ich mag sie. Sie hat irgendwas an sich, was mich fasziniert."

"Na ihr Lächeln kann es ja wohl kaum sein, von dem hat man heute nichts gesehen", entgegnete der Brite trocken und ich nickte wieder.

"Stimmt schon. Aber ich glaube, dass sie es nicht immer einfach hat und deshalb so wenig lächelt. Na ja, wie auch immer. Auf jeden Fall war es ein sehr aufschlussreicher Tag, findest du nicht?"

Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt