H A R P E R
"Du siehst super aus, Mum", sagte Elliott und ich schenkte ihm mein schönstes Lächeln.
"Danke Krümel. Bist du wirklich sicher, dass es okay ist, wenn ich heute Abend nicht hier bin? Ich kann auch bleiben und wir machen irgendwas schönes zusammen."
"Nein Mum, das ist okay. Du hast draußen Spaß und ich hier und morgen können wir was zusammen machen."
Dankbar sah ich meinen Sohn an und wuschelte ihm kurz durch die hellbraunen Locken.
"Ich hab dich lieb Krümel."
"Ich hab dich auch lieb, Mum."
Sanft küsste ich ihn auf den Scheitel, dann betrat Lauren den Raum und sah mich begeistert an.
"Wow, du siehst großartig aus, Harper. Und jetzt geh und hab Spaß, wir kommen hier schon zurecht. Ich rechne mal nicht damit, dass du heute Nacht noch zurückkommst."
"Wie gesagt, das wird sich zeigen. Aber es ist auf jeden Fall sehr nett, dass Elliott bei dir übernachten darf."
"Immer wieder gerne. Und jetzt hau endlich ab und amüsier dich."
Ich atmete tief durch und nickte, dann griff ich nach meiner Lederjacke, die noch über der Stuhllehne hing, zog sie an und verließ die Wohnung. Die kühle Nachtluft empfing mich, aber meine Jacke hielt mich warm genug für den Weg zum Club.
Es war der Einzige in der Umgebung, für den man keinen Eintritt zahlen musste und weil ich dank der Werkstattkosten für das Auto mittlerweile völlig pleite war, war das meine einzige Möglichkeit. Dort angekommen hinterlegte ich erstmal meine Jacke, dann setzte ich mich an die Bar und ließ den Blick schweifen.
Es war eine ganze Menge los, die Musik war laut und alle gut drauf. Plötzlich wurde ein Glas vor mir abgestellt und ich schaute die Barkeeperin verwirrt an.
"Ich hatte nichts bestellt", rief ich gegen die Musik und sie nickte in Richtung des anderen Endes der Bartheke, wo ein gutaussehender Mann saß, der mir zuzwinkerte.
"Den hat der Typ da hinten für dich bezahlt", ließ sie mich wissen und ich zögerte einen kurzen Moment, ob es klug war, den Drink anzunehmen.
Dann siegten die Unvernunft und die Sehnsucht nach Ablenkung und Abschalten. Ich ergriff das Glas, hob es leicht in Richtung des Spenders und nahm dann einen großen Schluck.
Sofort spürte ich das leichte Brennen in der Kehle, das der Alkohol auslöste, dann merkte ich, wie sich das Gift langsam in meinem Körper zu verteilen begann während ich einen weiteren Schluck nahm.
Als ich mein Glas wieder auf der Theke abstellte, erschien plötzlich der Mann neben mir, der mir das Getränk ausgegeben hatte und grinste mich an.
"Was macht so eine wunderschöne Frau wie du alleine in einem Club wie diesem?"
Ich wusste, dass er versuchte mit mir zu flirten, aber darauf war ich heute Nacht eigentlich nicht unbedingt aus, weshalb ich bloß antwortete:
"Die gute Musik."
"Stimmt, die ist wirklich gut. Hast du Lust zu tanzen?"
"Darf ich nicht erstmal mein Glas austrinken? Sonst mischt mir am Ende noch jemand was rein", entgegnete ich mit leicht hochgezogener Augenbraue und entlockte meinem Gegenüber damit ein kurzes Lachen.
Wieso lachte er?
Das war nicht als Scherz gemeint.
Bevor ich reagieren konnte, hatte er mich fest am Arm gepackt und wollte mich in die Menge ziehen, aber damit hatte er definitiv eine Grenze überschritten.
Ohne lange zu fackeln hob ich mein Bein und jagte ihm mein Knie in die Kronjuwelen, dann verpasste ich ihm eine saftige Ohrfeige und krallte meine Fingernägel in seinen Nacken, sodass ich seinen Kopf fest in einer Position halten und mich zu ihm runterbeugen konnte:
"Niemand fasst mich so an und tut etwas, was ich nicht will. Kapiert?"
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Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)
FanficBerühmt, beliebt und rasend schnell. Daniel Ricciardo gilt in der Formel 1 als herausragender Overtaker und abseits der Rennstrecke als Sonnenschein und Stimmungsaufheller. Zur Saison 2021 wechselt er zu McLaren, doch er findet sich langsamer zurech...
