❗️Triggerwarnung❗️
Thema: Fehlgeburt
D A N I E L
Ich wollte Elliott bei Lauren lassen, aber er wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen und wollte unbedingt zu seiner Mum, was ich ihm im Grunde genommen nicht verdenken konnte. Dass Lauren am liebsten auch mitgekommen wäre, konnte ich ihr ansehen, aber sie wusste auch, dass wir im Krankenhaus wahrscheinlich nichts tun konnten außer zu warten und so beschloss sie kurzerhand, Harpers durchgeschwitzte Bettwäsche abzuziehen und in der Wohnung alles wieder soweit in Ordnung zu bringen.
Während der Fahrt ins Krankenhaus sagten weder Elliott noch ich auch nur einen Ton, jeder von uns hing seinen Gedanken nach, auch wenn wir beide ausschließlich an Harper dachten.
Irgendwas stimmt nicht.
Immer und immer wieder gingen mir diese Worte durch den Kopf, Harpers Stimme echote in meinen Gedanken und übertönte sogar mein wild pochendes Herz.
Irgendwas stimmt nicht.
Was genau stimmte nicht?
Was war passiert, bevor ich sie gefunden hatte?
Ihr leblos aussehender Körper zwischen Flur und Wohnzimmer blitzte vor meinem inneren Auge auf und ich fragte mich, warum sie nicht im Bett gelegen hatte.
War sie im Fieberwahn ziellos durch die Wohnung geirrt?
Oder war sie im Bad gewesen?
Ich versuchte mich angestrengt zu erinnern, welche Lichter gebrannt hatten, aber die letzte Stunde verschwamm immer mehr vor meinen Augen und ich wusste, dass es sowieso nichts brachte, sich das zu fragen.
Als wir das Krankenhaus erreichten, schickte ich dankbare Stoßgebete in den Himmel, denn so sehr wie mein ganzer Körper vor Anspannung zitterte, hätte es leicht zu einem Unfall kommen können.
Mit Elliott auf dem Arm lief ich zur Notaufnahme, weil ich vermutete, dass Harper dorthin gebracht worden war. Es war beinahe menschenleer hier, was um knapp vier Uhr morgens wahrscheinlich nichts besonderes war.
An der Anmeldung saß eine Frau, der die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben stand, während ich nichtmal eine Sekunde an Schlaf denken konnte.
Als sie mir ein kleines Lächeln schenkte stellte ich fest, dass ich es bei aller Mühe nicht erwidern konnte und sah sie einfach nur hoffnungsvoll an.
"Können Sie mir sagen wo Harper Sanders ist?"
"Sind Sie ein Angehöriger?"
Ich erinnerte mich an all die Filme, die ich schon gesehen hatte, in denen das Krankenhauspersonal die Auskunft verweigerte, wenn man sich nicht eine kleine Notlüge einfallen ließ, von der ich jetzt auch Gebrauch machte.
"Ich bin ihr Verlobter und das ist ihr Sohn. Bitte, ich muss unbedingt zu ihr."
Beschwichtigend sah die Frau mich an.
"Ganz ruhig, Mr.-"
"Ricciardo."
"Mr. Ricciardo. Ich werde nachsehen, wo Ihre Verlobte sich gerade befindet."
Sie tippte auf der Computertastatur herum und studierte konzentriert den Bildschirm, dann wandte sie sich wieder mir zu.
"Sie ist gerade im Behandlungsraum und wird untersucht, da können Sie jetzt nicht rein. Sie können aber dort drüben warten und ich sage dem Arzt, dass er zu Ihnen kommen soll, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist."
Das war nicht die Antwort, die ich hören wollte, aber dagegen konnte ich nichts tun. Also nickte ich und lief zu den Stühlen, auf die die Frau gedeutet hatte.
Als ich Elliott absetzen wollte, klammerte er sich in mein T-Shirt und sah mich mit weit aufgerissenen Augen flehend an, weshalb ich mich kurzerhand mit ihm auf dem Schoß hinsetzte und er sich weiter an mich kuscheln konnte. Sanft strich ich ihm dabei über den Rücken, während meine Augen ziellos in der Notaufnahme umherwanderten.
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Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)
FanfictionBerühmt, beliebt und rasend schnell. Daniel Ricciardo gilt in der Formel 1 als herausragender Overtaker und abseits der Rennstrecke als Sonnenschein und Stimmungsaufheller. Zur Saison 2021 wechselt er zu McLaren, doch er findet sich langsamer zurech...
