an idea with consequences

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H A R P E R

Mit einem quälenden Klingeln riss mich der Wecker aus dem Schlaf und ich griff mit zusammengekniffenen Augen nach meinem Handy, um das nervtötende Geräusch zu beenden. Als ich es endlich geschafft hatte, seufzte ich tief und öffnete die Augen.

Wieso kam es mir so vor, als hätte ich bloß fünf Minuten statt 5 Stunden geschlafen?

Noch immer müde schlug ich die Decke beiseite, woraufhin ich sofort von unangenehmer Kälte empfangen wurde. Beinahe hätte ich genervt aufgestöhnt, denn so wie es sich anfühlte, funktionierte die Heizung mal wieder nicht und ich war nicht wirklich in der komfortablen Lage, mich bei unserem Vermieter beschweren zu können.

"Nützt ja nichts", murmelte ich mir selbst zu, dann stand ich auf, machte mein Bett und lief ins Badezimmer, wo ich mich frisch machte, bevor meine Schritte mich wieder ins Wohnzimmer führten. Dort suchte ich mir Unterwäsche, eine Bluse, eine Chinohose und Nylonstrümpfe heraus und zog alles so schnell wie möglich an.

Anschließend lief ich in die Küche und machte Elliott sein Pausenbrot, dann bereitete ich sein Müsli vor und ging zu seinem Zimmer, um ihn zu wecken. Lächelnd setzte ich mich auf die Bettkante und strich ihm sanft durchs Haar, dann küsste ich ihn auf die Wange.

" Es ist Zeit aufzustehen mein Großer."

Ich begann seinen Rücken ein wenig zu kraulen, woraufhin seine verschlafene Miene sich zu seinem typischen Grinsen verzog und wenige Sekunden später öffnete er die Augen und sah mich an.

"Morgen Mum."

"Guten Morgen Krümel. Tut mir Leid, dass wir uns gestern Abend nicht mehr gesehen haben. Ich musste leider länger arbeiten."

"Schon okay, ist ja nichts neues", versuchte Elliott mich zu beruhigen, aber seine Worte erreichten eher das Gegenteil. War ich wirklich so selten pünktlich zu Hause?

Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, hatte mein Sohn sich bereits von seiner Bettdecke befreit und sein Zimmer verlassen, um ins Bad zu gehen. Während er weg war, machte ich sein Bett und öffnete das Fenster, um ein wenig zu lüften, dann kam er zurück und wir suchten gemeinsam etwas zum Anziehen für heute heraus.

Während er sich anzog, lief ich ins Wohnzimmer und sortierte einige Unterlagen, bevor ich sie in meine Tasche steckte und diese griffbereit neben die Haustür stellte. Als ich anschließend wieder in die Küche lief, saß Elliott bereits am Tisch und löffelte sein Müsli und ich setzte mich mit einem Apfel neben ihn und begann ebenfalls zu frühstücken.

"Und, worauf freust du dich heute am meisten in der Schule?", erkundigte ich mich und Elliott überlegte keine Sekunde, bevor er antwortete:

"Auf Tyler, Nate und Jeremy. Und auf Mathe."

Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn in dieser Hinsicht war er genauso wie ich. Mathe war vom ersten bis zum letzten Schuljahr mein Lieblingsfach gewesen und das war auch der Grund, warum ich mich für Finanzmanagement interessierte. Doch mein Studium hatte ich abbrechen müssen, als ich schwanger wurde und weil meine Eltern mich in Schande vor die Tür gesetzt hatten, hatte ich auch nach der Geburt von Elliott nicht weiter studieren können.

Bevor ich mich in Erinnerungen an die Vergangenheit verlieren konnte, konzentrierte ich mich schnell wieder auf die Gegenwart und meinen Sohn, der jetzt mit seinem Müsli fertig wurde und die leere Schüssel in die Spüle stellte, bevor er zum Zähneputzen ins Bad ging.

Wenige Sekunden später folgte ich ihm und während wir beide unsere Zähne putzen und ich anschließend meine Haare hochsteckte und mich schminkte, machten wir ein paar Faxen und neckten uns gegenseitig bis Elliott sich vor Lachen fast an der Zahnpasta verschluckte.

Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt