H A R P E R
Am nächsten Tag kamen Lauren und Theo zu Besuch. Elliott und ich genossen die Anwesenheit der beiden sehr und wir hatten jede Menge Spaß. Sie würden sogar über Nacht bleiben, was in der neuen Wohnung aber kein Problem war. Eines der Sofas im Wohnzimmer war ein Schlafsofa, auf dem Theo es sich gemütlich machen konnte und Lauren würde bei mir im Doppelbett schlafen, weil Daniel ja nicht da war.
Während Elliott nach dem Mittagessen mit seinem Onkel spielte, half Lauren mir beim Abwasch und ließ sich anschließend mit einem leisen Seufzen auf einen der Küchenstühle sinken.
Fragend sah ich sie an.
"Alles okay?"
Sie atmete tief durch, dann klopfte sie auf den Stuhl neben sich und ich nahm mit einem mulmigen Bauchgefühl Platz.
"Ich muss dir was erzählen", gestand meine Freundin und mein ungutes Gefühl verstärkte sich, "Wie du weißt, ist mein Sabbatjahr bald vorbei und ich werde in meine alte Firma zurückkehren. Aber leider wird der Firmensitz verlegt und zwar nach Manchester."
Fassungslos starrte ich sie an.
"Manchester? Aber das... das sind mindestens dreieinhalb Stunden von hier aus."
"Vier", korrigierte Lauren mich und ich spürte ein schmerzhaftes Ziehen in meiner Brust.
"All unsere Pläne und der Trost durch den Gedanken, dass wir uns ja immer noch spontan treffen können..."
"Das wird dann nicht mehr so einfach sein, du hast Recht. Aber wir werden trotzdem in Kontakt bleiben Harper, versprochen. Wir können telefonieren und skypen und uns trotzdem treffen, nur halt nicht super spontan. Außerdem ist der Umzug erst im nächsten Sommer, also haben wir bis dahin noch wirklich viel Zeit, um uns an den Gedanken zu gewöhnen."
Aufmunternd sah sie mich an, aber ihr sanftes Lächeln färbte nicht auf mich ab. Stattdessen sah ich sie ernst an und nickte.
"Okay."
"Okay?", wiederholte sie verwirrt und ich wiederholte mein Nicken, dieses Mal deutlich entschlossener.
"Okay. Wir haben ja noch Zeit bis dahin. Und jetzt sollten wir die Jungs fragen, ob sie Lust haben, dass wir alle gemeinsam was machen, meinst du nicht?"
Ruckartig stand ich auf und verließ die Küche, um zu Elliotts Zimmer zu gehen, damit Lauren die Tränen nicht sehen konnte, die in meinen Augen schimmerten und die ich angestrengt zurückzuhalten versuchte.
~~~
Mein Handy klingelte.
Es war Daniel.
Kurz spielte ich mit dem Gedanken einfach nicht dran zu gehen, immerhin war ich trotz meines klärenden Gesprächs mit Elliott immer noch etwas sauer auf meinen Freund.
Andererseits hasste ich es, mich mit ihm zu streiten, und ich vermisste ihn schrecklich.
Also nahm ich den Anruf entgegen und hob mein Handy ans Ohr.
"Hi."
"Hey", erklang es am anderen Ende der Leitung liebevoll und ich spürte, wie allein seine Stimme mir sofort ein warmes Gefühl bescherte.
"Wieso rufst du an?", erkundigte ich mich, während ich ins Schlafzimmer lief, weil ich Lauren, Theo und Elliott im Wohnzimmer nicht beim Schach stören wollte.
"Ich wollte mich nochmal entschuldigen. Wegen gestern, meine ich. Es tut mir Leid, dass ich es so vermasselt habe, aber ich hab einfach nicht nachgedacht und bin so rangegangen, wie ich das bei meiner Nichte und meinem Neffen normalerweise mache."
Ich seufzte leise und ließ mich rückwärts aufs Bett fallen.
"Das ist der Punkt. Du bist nicht Elliotts cooler Onkel, sondern sein... eine Vaterfigur für ihn. Also musst du dich ihm gegenüber auch dementsprechend verhalten."
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Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)
FanfictionBerühmt, beliebt und rasend schnell. Daniel Ricciardo gilt in der Formel 1 als herausragender Overtaker und abseits der Rennstrecke als Sonnenschein und Stimmungsaufheller. Zur Saison 2021 wechselt er zu McLaren, doch er findet sich langsamer zurech...
