I can't wait to see you again

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Herzlich Willkommen zur Lesewoche und einen schönen zweiten Advent euch allen😊

H A R P E R

"Danke Jacob."

"Jederzeit gerne. Wir sehen uns."

"Bestimmt."

Ich schloss die Autotür hinter mir und beobachtete, wie er den Wagen wendete und davonfuhr, dann verstärkte ich den Griff um meinen Trolli und lief zum Haus.
Als ich kurze Zeit später die Wohnungstür öffnete, strömte mir ein köstlicher Geruch entgegen, bei dem mein Magen trotz des umfangreichen Frühstücks bei Daniel heute Morgen zu knurren anfing.

Ich stellte meine Sachen ab und zog meine Schuhe aus, dann lief ich in die Küche, um den Ursprung des Geruchs zu finden. Ein kleines Lächeln schlich sich auf meine Lippen, als ich Elliott und Lauren entdeckte, die zusammen am Herd standen und kochten.

Nachdem sie mich eine Weile lang nicht bemerkt hatten, machte ich schließlich selbst auf mich aufmerksam.
"Hey ihr beiden."

Sie drehten sich um und Elliott begann sofort zu strahlen und rannte auf mich zu, um mich so fest wie möglich zu umarmen.
"Mum! Du bist wieder da."

Glücklich erwiderte ich seine Umarmung und zog ihn an mich.
"Ja, bin ich."

Er löste sich von mir und ließ zu, dass ich ihm kurz durch die hellbraunen Locken wuschelte, dann zeigte er stolz auf den Herd.
"Wir kochen für dich."

"Oh wow, womit hab ich das denn verdient? Und was macht ihr leckeres?"

"Sheperd's Pie."

Überrascht riss ich die Augen auf.
"Wahnsinn, das hab ich ewig nicht mehr gegessen", stellte ich fest und warf einen Blick in die Töpfe auf dem Herd, "Dann will ich euch dabei mal nicht stören. Ich gehe mir kurz die Hände waschen und packe meine Sachen aus, ja?"

Lauren nickte zufrieden.
"Mach das. Ist schön, dass du wieder hier bist."

Ich nickte ebenfalls.
"Find ich auch."

Ich verließ die Küche und lief ins Wohnzimmer, wobei ich auf dem Weg meine Sachen neben der Wohnungstür einsammelte. Die unbenutzte Kleidung war schnell eingeräumt, den Rest schmiss ich im Bad in den Wäschekorb, dann lief ich zurück in die Küche, wo Elliott die Form gerade mit Laurens Hilfe in den Ofen schob. Danach gaben sie sich ein High-Five und ich wurde mit purem Stolz erfüllt, während ich meinen Sohn beobachtete.

Er entdeckte mich und zog dann die Augenbrauen etwas skeptisch zusammen.
"Hast du ein neues T-Shirt?"

Überrascht schaute ich an mir herunter und stellte fest, dass ich ja das T-Shirt von Daniel anhatte. Da ich nicht viele T-Shirts besaß, war es nicht verwunderlich, dass meinem Sohn das Neue auffiel.
Also nickte ich.
"Ja, das... das hat Daniel mir ausgeliehen."

"Es passt gut zu deinen Haaren", sagte Elliott lächelnd und ich sah ihn ebenfalls lächelnd an.

"Danke für das Kompliment, Krümel. Lässt du Lauren und mich mal einen kurzen Moment allein und gehst in deinem Zimmer spielen?", bat ich ihn und er nickte sofort und verließ die Küche.

Als ich meinen Blick von ihm abwendete und Lauren ansah, zierte ein breites Grinsen ihre Lippen.
"Das hat Daniel dir also ausgeliehen, ja?"

Ich spürte, wie ich ein wenig errötete und biss mir verlegen auf die Lippe.
"Na ja, oder geschenkt. Keine Ahnung, ich denke er hat gesagt, dass ich es behalten kann."

"Aha. Und wie kam es zu diesem Geschenk?", fragte Lauren noch immer grinsend, obwohl sie sich die Antwort wohl schon denken konnte.

"Ich wollte nicht in meinen Sachen von der Party morgens durch Monaco laufen."

"Das verbuche ich mal als Erfolg", sagte sie mit einem leichten Lachen und während sie da in unserer Küche am Herd stand und lachte, fiel mir mein Gespräch mit Daniel über gute Freunde wieder ein.
Hast du das Lauren schonmal gesagt?
Weil Lauren sich bestimmt freuen würde, das von dir zu hören, schossen mir seine Worte durch den Kopf und bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, hatte ich zwei Schritte auf sie zu gemacht und sie in meine Arme gezogen.

Überrascht erwiderte Lauren die Umarmung, während ich mein Kinn auf ihrer Schulter ablegte.
"Du bist eine wirklich gute Freundin für mich", murmelte ich und spürte, wie Laurens Schultern ein wenig nach unten sackten, bevor sie antwortete: "Du bist auch eine sehr gute Freundin für mich, Harper."

~~~

Wieder zur Arbeit zu gehen war hart. Das Wochenende und die Party hatten mir offensichtlich doch mehr Kräfte geraubt, als ich zunächst angenommen hatte und ich quälte mich durch die endlos hohen Berge von Akten und die schier unendlich vielen Telefonate und Termine für Mrs. Frier.
Immer wieder warf sie mir kritische Blicke zu und gab mir immer mehr das Gefühl, dass mein Job stark gefährdet war, weshalb ich nach jedem dieser Blicke nochmal versuchte mein Arbeitspensum zu erhöhen.

Dass ich längst über mein Limit hinaus war, versuchte ich schlichtweg zu verdrängen und während die Überstunden länger und meine Zeit mit Elliott weniger wurde, verließ mich zunehmend der Mut, dass ich das alles schaffen würde.
Aber es gab keine Alternative.
Ich brauchte das Geld, um all die Rechnungen zu bezahlen und das Geld bekam ich nur durch den Job.

Innerlich seufzend umgriff ich meine Tasche fester und zog das Tempo nochmal ein wenig an, um schneller zu Hause zu sein, dann bog ich endlich in unsere Straße ein und betrat wenige Minuten später die Wohnung, die bereits völlig im Dunkeln lag.
Anscheinend war Lauren heute doch etwas früher gegangen und hatte nur abgewartet, bis Elliott eingeschlafen war, aber mir sollte es recht sein, denn mir war gerade wirklich nicht nach Gesellschaft.

Müde streifte ich mir die Schuhe von den Füßen, stellte meine Tasche ins Wohnzimmer, suchte mir Shorts und ein T-Shirt heraus und lief damit ins Bad. Mitsamt dem Make-up wischte ich mir auch alle anderen Spuren des anstrengenden Tages vom Körper, dann schlüpfte ich in die bequemen Klamotten und lief zurück ins Wohnzimmer.

Auf der Kommode lag die Post, die Elliott nach der Schule offensichtlich mit reingebracht hatte und ich griff mit einem leisen Seufzen nach den Briefen. Rechnung, Rechnung, Rechnung, Mahnung, na toll.

Es war der unterste Brief, der meine Aufmerksamkeit auf sich zog und meine Mundwinkel ein wenig nach oben wandern ließ.
Absender: Daniel Ricciardo.

Neugierig öffnete ich den Umschlag und zog mehrere zusammengefaltete Zettel heraus. Als ich sie auseinanderfaltete, kamen mir zwei VIP-Pässe entgegen und ich ahnte bereits, worum es hier ging.
Aufgeregt begann ich den Brief zu lesen.

Liebe Harper,

gerade bin ich vom Flughafen zurückgekommen und vermisse dich jetzt schon. Dann ist mir eingefallen, dass nächstes Wochenende das Rennen in Silverstone ist und das die ultimative Gelegenheit für ein Wiedersehen bietet, also hab ich Elliott und dir Paddock-Pässe organisiert und ein Hotelzimmer im Teamhotel gebucht. Ob ihr mit dem Zug oder auf anderem Weg kommen wollt, können wir ja die Tage noch per WhatsApp besprechen.

Ich hoffe, ich hab dich nicht zu sehr damit überrumpelt, aber ich würde mich wirklich freuen, wenn du zusagst und ihr nach Silverstone kommt. Ich kann es kaum erwarten dich wiederzusehen.

Alles Liebe,
Daniel

Ich legte den Brief beiseite und hob den Blick, wobei ich mich selbst im Spiegel entdeckte.
Zu meiner Überraschung lächelte ich und das ganz schön breit.

Was machte dieser Rennfahrer nur mit mir?
Wie hatte er es geschafft, sich innerhalb kürzester Zeit einen Weg in meinen Kopf und mein Herz zu bahnen und das ohne dass ich es bemerkt hatte?

Nachdenklich biss ich mir auf die Lippe und musterte den Umschlag, die Tickets und die Pässe und atmete tief durch.
Ob es eine gute Idee war, am Wochenende nach Silverstone zu fahren, obwohl ich mich nicht ganz fit fühlte? Wahrscheinlich nicht.
Aber ich würde es trotzdem tun, weil es mir genauso ging wie Daniel.
Ich konnte es kaum erwarten ihn wiederzusehen.





Ah mein Herz😩🥺😍 Noch jemand hier, der es liebt, wie Daniel Harper immer menschlicher und gefühlvoller macht?

Melt My Ice, Sunnyboy (Daniel Ricciardo FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt